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RHÖN-KLINIKUM AG | 09.02.2017

RHÖN-KLINIKUM AG: Kognitives Assistenzsystem für Einsatz im Krankenhaus erfolgreich erprobt

Die RHÖN-KLINIKUM AG hat das kognitive Assistenzsystem IBM Watson erfolgreich auf seinen Einsatz im Klinikbetrieb erprobt. Ein Jahr lang fanden hierzu intensive Tests am „Zentrum für unerkannte und seltene Erkrankungen“ (ZusE) des Universitätsklinikums Marburg statt, maßgeblich unterstützt von dessen Leiter Prof. Dr. Jürgen Schäfer und seinem Team. Bei einem Demonstrationstermin wurde das System heute unter simulierten, aber dennoch realen Klinikbedingungen im ZusE- und Notfallambulanz-Umfeld eingesetzt.

IBM Watson soll Ärzte und Spezialisten zukünftig bei der Diagnosefindung unterstützen und damit den Behandlungserfolg und die Behandlungssicherheit von Patienten signifikant optimieren. Watson ist schnell: Zur Erstellung von Diagnose- und Medikationssichten verarbeitet das System tausende Informationen in sehr kurzer Zeit. Es versteht die natürliche Sprache, zieht logische Schlüsse und lernt aus der Interaktion mit seinen Benutzern. Zudem soll sein Einsatz bereits im Vorfeld der Behandlung eine versorgungsgerechte Patientennavigation ermöglichen; Fehlzuweisungen können so vermieden werden, jeder Patient wird adäquat ambulant oder stationär behandelt.

„Mit dem Einsatz von kognitiven IT-Lösungen sind wir zukünftig in der Lage, die Anamnese, Diagnose und auch Therapie auf eine neue Exzellenzstufe zu heben. Das bringt wesentliche Vorteile für unsere Patienten und ist ein Alleinstellungsmerkmal im Wettbewerb. An der Nutzung von Künstlicher Intelligenz führt angesichts der rasant wachsenden Datenmengen in der Medizin auf Dauer kein Weg vorbei“, sagte Stephan Holzinger, Vorsitzender des Vorstands der RHÖN-KLINIKUM AG.

„Die erste Testphase ist positiv verlaufen. IBM Watson funktioniert. Wir sind in der Lage, aus riesigen medizinischen Datenmengen patientenspezifische ad-hoc-Profile zu erstellen. Watson analysiert weltweit ähnliche Datenkonstellationen und gibt Empfehlungen, mit welcher Therapie der Patient am erfolgreichsten behandelt werden kann. Jetzt kommt es auf die weiteren Ergebnisse im klinischen Testlauf an, wie schnell und in welchem Umfang wir ein solches kognitives Assistenzsystem für andere Standorte und andere Anwendungen nutzen können“, so Prof. Dr. Bernd Griewing, Vorstand Medizin der RHÖN-KLINIKUM AG.

Zum Hintergrund des Pilotprojektes

Seit Ende 2016 wird IBM Watson am „Zentrum für unerkannte und seltene Erkrankungen“ (ZusE) des Universitätsklinikums Marburg intensiv von Spezialisten aus Medizin und Technik beider Unternehmen auf seine Funktionen getestet und mit medizinischem Fachwissen unterfüttert. Das ZusE bot sich als optimale Testeinrichtung an: Die meisten Patienten hier haben eine jahrelange medizinische Odyssee hinter sich, die sich auch in einer Unmenge an strukturierten und unstrukturierten Daten wie Labortests, klinischen Berichten oder Arzneimittelverschreibungen widerspiegelt.

Ein Jahr lang wurde IBM Watson mit medizinischen Daten gefüttert. Darüber hinaus erstellten die Experten der RHÖN-KLINIKUM AG einen umfangreichen Patientenfragebogen, der anonymisiert in Watson einfließt. Technisch gliedert sich das kognitive Assistenzsystem in drei aufeinander aufbauende Teilmodule: dem digitalen Patientenfragebogen, der Watson-Foundation und dem Cognitive Core. Im Vorfeld der Behandlung füllt jeder Patient digital einen Fragebogen aus. Dieser fließt mit seinen im Vorfeld digitalisierten Patientenakten sowie dem digitalen Anamnesebogen in die Watson-Foundation, dem Kernstück des Systems, ein. Hier werden alle Daten verarbeitet und wesentliche Gesundheitsinfos wie Symptome, Diagnosen und Medikamente extrahiert. Ergebnis ist ein sogenanntes Patientenprofil, das für den Gesundheitszustand charakteristisch ist. Die kognitive Umgebung, der Cognitive Core, vergleicht daraufhin weltweit verfügbares Expertenwissen, sucht nach den bestmöglichen Behandlungsmethoden und erstellt in kürzester Zeit eine Liste von fachlich belegbaren Hypothesen, die den Ärzten zur Diagnosestellung vorgelegt wird.

Beim gemeinsamen IBM Watson-Demonstrationstermin: Dr. Eva Deutsch (IBM), Prof. Dr. Jürgen Schäfer (Leiter ZusE), Stephan Holzinger (Vorstandsvorsitzender RHÖN-KLINIKUM AG), Prof. Dr. Bernd Griewing (Vorstand Medizin RHÖN-KLINIKUM AG), Dr. Barbara Böttcher (IBM), Dr. Matthias Reumann (IBM) (v.l.n.r.).

Quelle: RHÖN-KLINIKUM AG.


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Die RHÖN-KLINIKUM AG ist einer der größten Gesundheitsdienstleister in Deutschland. An fünf Standorten mit insge-samt etwa 5.300 Betten bieten wir Spitzenmedizin mit direkter Anbindung zu Universitäten und Forschungseinrich-tungen. Die Top 5 unserer Behandlungsschwerpunkte sind die Herz- und Gefäßmedizin, die Neuromedizin, die Onko-logie, Lungenerkrankungen sowie orthopädische und Unfallchirurgie. Insgesamt arbeiten über 16.000 Mitarbeiter für die RHÖN‐KLINIKUM AG. Unsere Standorte: Zentralklinik Bad Berka, Campus Bad Neustadt, Klinikum Frankfurt (Oder), Universitätsklinikum Gießen und Universitätsklinikum Marburg. Weitere Informationen unter: www.rhoen-klinikum-ag.com


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