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Zentralklinik Bad Berka | 11.09.2020

Erneut zertifiziert: Endoprothesenzentrum der Zentralklinik erhält Qualitätsauszeichnung

Bad Berka, 11. September 2020 --- Die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie der Zentralklinik Bad Berka hat bereits zum siebenten Mal das Zertifikat als Endoprothetik-Zentrum Bad Berka erhalten. Jährlich werden rund 500 Knie- und Hüftprothesen implantiert. Seit diesem Jahr werden Hüftgelenke auch „durch das Schlüsselloch“ mittels AMIS-Technik implantiert. „Damit bezeichnet man einen vorderen (engl. anterior) minimal invasiven Eingriff (surgery). Bei diesem Verfahren werden Muskeln, Sehen und Nerven geschont, weil die Muskulatur nicht durchtrennt, eingekerbt oder gequetscht wird“, erklärt der Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie Prof. Olaf Kilian.

Zu den Vorteilen des Verfahrens zählen eine schnellere Mobilisierung der Patienten, ein geringerer Blutverlust während der Operation und geringere Schmerzen. „Bisher wurden Hüftendoprothesen seitlich oder von hinten operiert. Bei der neuen Methode liegen die Patienten in Rückenlage und die Hüftprothese wird über einen kleinen Schnitt an der Oberschenkelvorderseite eingesetzt. Die Hüft- und Oberschenkelmuskulatur bleibt unberührt. Ein so operiertes Hüftgelenk birgt auch ein geringeres Ausrenk-Risiko, weil die stabilisierenden Muskeln nicht verletzt wurden, das Risiko zu Hinken ist auch vermindert und langfristig wird auch chronischen Schmerzen vorgebeugt“, erklärt Departmentleiter Mahmoud Otabashi.

Die erneute Zertifizierung einer Klinik durch unabhängige Gutachter der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie (endocert) bedeutet eine hohe Anzahl von durchgeführten Prothesenimplantationen im Jahr als auch der Nachweis von optimalen Behandlungsabläufen und der Erfüllung der Qualitätsindikatoren. „Wir sind sehr stolz darauf, dass unsere Klinik erneut die Prüfer überzeugt hat“, so Prof. Olaf Kilian. Der Chefarzt kündigte an, dass künftig auch Schulter- und Sprunggelenksendoprothesen in das anspruchsvolle Zertifizierungsverfahren einbezogen werden.