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Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM) | 10.11.2020

Wenn jede Sekunde zählt: Professionelle Behandlung bei Herzstillstand ausgezeichnet

Deutsche Gesellschaft für Kardiologie bescheinigt Cardiac Arrest Center am UKGM Gießen höchste Qualität

Das Cardiac Arrest Center (CAC – Zentrum für Herzstillstand) am Universitätsklinikum Gießen ist erfolgreich überprüft und ausgezeichnet worden. Der Deutsche Rat für Wiederbelebung (German Resucitation Council, GRC) und die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) bestätigen somit, dass am UKGM Gießen die höchsten Qualitätsanforderungen im Rahmen der Versorgung schwerstkranker Patienten mit überlebtem plötzlichem Herzstillstand erfüllt werden. Dies wird in regelmäßigen Abständen überprüft (zertifiziert) und die Qualität durch eine sogenannte Rezertifizierung bescheinigt.

In Deutschland werden jährlich ca. 15.000 Wiederbelebungen (Reanimationen) durchgeführt. Danach sind zwei Dinge für das weitere Überleben entscheidend: die Zeitdauer bis zum Beginn einer Herzdruckmassage sowie die Qualität und Spezialisierung der weiterbehandelnden Klinik. Patienten, die außerhalb von Kliniken einen Herzstillstand (engl. Cardiac arrest) erleiden, können mithilfe optimierter, überprüfbarer Standards für weiterbehandelnde Krankenhäuser nun zielsicher in sogenannte ,,Cardiac Arrest Center’’ (CAC) zugewiesen werden. Das CAC ist eine interdisziplinäre Einrichtung. Für die optimale Versorgung der Patienten stehen im UKGM Gießen die Kliniken für Kardiologie und Angiologie, Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie sowie die Klinik für Herz-, Kinderherz- und Gefäßchirurgie mit einer umfangreichen technischen Ausstattung zur Verfügung.

Der Herzkreislaufstillstand gehört weltweit zu den häufigsten Todesursachen. Er stellt einen unmittelbar lebensbedrohlichen medizinischen Notfall dar und erfordert umgehende Wiederbelebungsmaßnahmen. Außerhalb von Krankenhäusern fällt der Laien-Reanimation durch nicht medizinisch ausgebildete Personen eine wichtige Rolle zu. Innerhalb von Krankenhäusern beeinflussen Fachkompetenz und die Ausstattung der Klinik die Überlebensrate. Die Behandlungsprozesse im UKGM Gießen sind standardisiert an die nationalen und internationalen Leitlinien angepasst und die Teams sind rund um die Uhr einsatzfähig.

„Durch die klare Festlegung von Behandlungspfaden können unsere Patienten noch zielgerichteter und schneller versorgt werden“, berichtet Prof. Christian Hamm, Direktor der Medizinischen Klinik I für Kardiologie. „Die Abstimmung von gemeinsamen Therapieplänen hat alle beteiligten Abteilungen des CAC noch näher zusammenrücken lassen“ freuen sich der Direktor für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie Prof. Dr. Michael Sander und der Direktor für Herz- Kinderherz- und Gefäßchirurgie, Prof. Dr. Andreas Böning über das gemeinsame Projekt. 

Am CAC des UKGM Gießen werden ca. 120 Patienten pro Jahr nach einer oder während einer noch laufenden Wiederbelebung behandelt. ,,Ein CAC alleine reicht allerdings nicht aus. Bereits vor Einlieferung in die Klinik ist jeder Einzelne gefragt. Die Behandlung kann nur gut und optimal verlaufen, wenn alle Glieder der sogenannten Rettungskette funktionieren. Muss jemand wiederbelebt werden, dann bitte unverzüglich den Rettungsdienst unter 112 rufen und eine Herzdruckmassage beginnen. Man kann hierbei nichts falsch machen’’, betont Prof. Holger Nef, Stv. Direktor der Medizinischen Klinik I für Kardiologie und Angiologie. Kommt der Betroffene dann noch in ein Cardiac Arrest Center (CAC), ist eine optimale Weiterversorgung gewährleistet.


Das Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM) mit seinen 86 Kliniken und Instituten an den beiden Standorten Gießen und Marburg ist das drittgrößte Universitätsklinikum Deutschlands. Seit Februar 2006 trägt die RHÖN-KLINIKUM AG zu 95 Prozent die Verantwortung als Betreiber dieses ersten privatisierten Universitätsklinikums in der bundesdeutschen Geschichte und hat seitdem 680 Millionen Euro an Eigenmitteln dort investiert. Die 10.900 Beschäftigten versorgen jährlich rund um die Uhr über 96.000 stationäre und 401.000 ambulante, sprich insgesamt 497.000 Patienten. In Gießen und Marburg stehen 2.330 Betten und 57 Operationssäle für modernste Diagnostik und umfassende Therapie und Behandlung auf internationalem Niveau zur Verfügung. Mehr zu uns finden Sie im Internet unter www.ukgm.de und www.ukgm.info

Kontakt:
Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH (UKGM)
Christine Bode
Bereich Kommunikation / Pressesprecherin
T. +49 641 985 40013 | christine.bode(at)uk-gm.de 

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