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Haus Saaletal Bad Neustadt | 25.07.2017

„Wenn man will, kann man alles schaffen!“ - Programm zur Integration von Flüchtlingen am RHÖN-KLINIKUM Campus startet erneut

25.07.2017– Jeden Dienstag drücken Mohammad Alaa Al Dehna und seine Kollegen die Schulbank, um ihre Deutschkenntnisse zu verbessern. Der Sprachkurs wird am RHÖN-KLINIKUM Campus Bad im Rahmen eines Projektes zur Flüchtlingsintegration angeboten, das aufgrund seines Erfolges bald schon in die zweite Runde startet. Das Projekt ist auf 12 Wochen ausgelegt und soll Flüchtlingen, die bereits eine berufliche Qualifikation in ihrem Heimatland erworben haben, den Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtern.

Gemeinsam mit der Agentur für Arbeit wurde das Programm entwickelt und startete erstmals in diesem Frühjahr. „Beim Erstkontakt und bei der Auswahl der Praktikanten haben uns Kollegen mit syrischen Wurzeln sehr engagiert unterstützt, das Arztehepaar Soda aus der Neurologischen Klinik zum Beispiel", sagt Christiane Hanshans, die als Referentin für Ausländerbelange am Campus arbeitet. Im März begannen vier Pflegekräfte, zwei Techniker, ein Küchenmitarbeiter und ein IT-Mitarbeiter aus Syrien und Äthiopien mit ihren Praktika. Natürlich habe in den Abteilungen nicht alles auf Anhieb reibungslos funktioniert, vor allem wegen der Sprachbarriere, sagt Hanshans. Die Sprachbarriere war auch der Grund, warum man etwa den syrischen IT-Experten nach dem Praktikum nicht direkt weiterbeschäftigen konnte. Drei Pflegekräfte dagegen sind Anfang Juli in das campuseigene Pflegeintegrationsprogramm gewechselt, wo sie ein Jahr lang ihre Kenntnisse sowohl in der Pflege als auch in der Sprache vertiefen – mit dem Ziel der Weiterbeschäftigung als Gesundheits- und Krankenpfleger nach Abschluss des Anerkennungsverfahrens. Auch Mohammad Alaa Al Dehna freut sich, dass sein beruflicher Weg nach dem 12-wöchigen Praktikum am RHÖN-KLINIKUM Campus Bad Neustadt weiter geht. „In Syrien ist man ohne Arbeit nichts. Deshalb war ich sehr froh darüber, in dem Programm in Bad Neustadt mitmachen zu können. Das war der erste Schritt zur Rückkehr in meinen Traumberuf. Wenn man will, kann man alles schaffen", blickt der Familienvater positiv in die Zukunft. „Wir wollen die Menschen nachhaltig qualifizieren", sagt Hanshans. Und damit auch ein Stück weit dem drohenden Fachkräftemangel im eigenen Haus begegnen. Auch, wenn die Organisation eines solchen Programms erheblichen „Papierkrieg" mit den Behörden nach sich ziehe.

„Angefangen haben wir 2015 mit unserem Pflegeintegrationsprogramm", erklärt Christiane Hanshans. Damals konnten Pflegekräfte aus Serbien oder Bosnien erstmals für zunächst zwölf Monate als Krankenpflegehelfer am Campus angestellt werden. „Sie erhielten regelmäßig Deutschunterricht und wir haben uns, als die nötige Sprachkompetenz erreicht war, um die Anerkennung ihrer Berufsausbildung gekümmert", sagt Hanshans. Ziel sei gewesen, die Teilnehmer des Programms anschließend als Gesundheits- und Krankenpfleger langfristig weiter zu beschäftigen. Abgesehen vom anfänglichen Heimweh vieler Teilnehmer, die während der ersten sechs Monate aus aufenthaltsrechtlichen Gründen ihre Familie noch nicht nach Deutschland holen dürfen, funktionierte das Projekt problemlos. „Wir haben in den zweieinhalb Jahren mehr als 40 sozial und fachlich kompetente Kollegen gewonnen und führen das Programm fort." Auch das spezielle Programm zur Flüchtlingsintegration soll nach dem Erfolg der ersten Runde fortgeführt werden. In Kürze finden bereits die nächsten Auswahlgespräche mit den Bewerbern statt, sodass noch in diesem Jahr der zweite Kurs am RHÖN-KLINIKUM Campus Bad Neustadt starten kann.

 

Pressekontakt:

Annekatrin Höppner
Leitung Standortkommunikation
RHÖN-KLINIKUM AG
Campus Bad Neustadt
Tel.: 09771 67-1596
E-Mail: annekatrin.hoeppner(at)rhoen-klinikum-ag.com

 

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