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Zentralklinik Bad Berka | 15.03.2019

Telemedizin hilft Thüringern mit schwerer Herzmuskelschwäche

Bad Berka, 15. März 2019 --- Patienten mit schwerer Herzmuskelschwäche und implantiertem Defibrillator profitieren von einem neuen Telemedizin-Projekt des Herzzentrums der Zentralklinik Bad Berka. Diese Defibrillatoren werden zum Schutz gegen plötzlichen Herztod und zur Unterstützung der Pumpleistung des Herzmuskels eingesetzt.

„Wir haben bereits seit zehn Jahren gute Erfahrungen gemacht mit dem sogenannten Home Monitoring, d. h. der Auswertung von Daten, die von einem mit Sendefunktion ausgestatteten Defibrillator über einen Transmitter an den Server in der Klinik und der Praxis der beteiligten Kardiologen gesandt werden. Das implantierte Gerät liefert Daten zur Gerätefunktion, dem Auftreten von Herzrhythmusstörungen und Änderungen der Grunderkrankung des Herzens. Damit erhalten wir Rückmeldungen über den Gesundheitszustand unserer Patienten und können auch über die Kontakte zu den Praxen der versorgenden Hausärzte und Kardiologen deutlich schneller reagieren als bisher“, erklärt Prof. Christoph Geller, Chefarzt der Klinik für Kardiologie.

Das Thüringer Gesundheitsministerium unterstützt das Projekt mit rund 600.000 Euro. „Dank der Förderung durch das Thüringer Gesundheitsministerium können nun deutlich mehr Patienten von diesen Möglichkeiten profitieren – und die Herz-Gesundheit der oft auf dem Land wohnenden Menschen kann mittels Telemedizin sehr viel besser überwacht werden“ erklärt Prof. Christoph Geller. „Telemedizin bietet gerade auch vor dem Hintergrund des demografischen Wandels eine wertvolle Ergänzung bei der Versorgung schwerstkranker Patienten mit Herzinsuffizienz. Die gute Kooperation mit den niedergelassenen Kollegen ermöglicht die beste Therapie“, so Prof. Geller.


Hintergrundfoto © rawpixel.com/Freepik, Iconset © macrovector/Freepik, Prof. Geller © Delf Zeh/Zentralklinik