Bad Berka, 6. Februar 2026 --- Unser Herzteam ganz in Rot. Zum heutigen GoRedDay, dem Tag für die Herzgesundheit für Frauen, empfehlen Ärzte und Pflegekräfte mehr Aufmerksamkeit für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems bei Frauen. Rund 40 Prozent der Todesfälle bei Frauen sind auf Koronare Herzerkrankung, Herzinfarkte und Schlaganfälle zurückzuführen. „Zwar sind Frauen seltener von Herzinfarkten betroffen, insbesondere in der Altersgruppe unter 55. Doch dies ist kein Grund, diese Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Männerdomäne wahrzunehmen. Frauen unterschätzen häufig das eigene Risiko und begeben sich nachweislich später in ärztliche Behandlung “, erklären Dr. Philipp Lauten, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Internistische Intensivmedizin, Prof. Dr. Sabine Bleiziffer, Chefärztin der Klinik für Herzchirurgie und Prof. Dr. Christoph Geller, Chefarzt der Abteilung für Rhythmologie mit invasiver Elektrophysiologie.
So seien die Symptome für einen Herzinfarkt bei Frauen oft unspezifisch und nicht wie bei Männern das klassische Bild der „Brustkorbenge und starken Schmerzen“. „Frauen leiden unter Luftnot, haben Rückenschmerzen, sind schwach, ihnen wird übel, hinzu kommen auch Bauchschmerzen und manchmal auch Schmerzen im Kiefer“, so die Chefärzte. Es sei ratsam, bei plötzlichem Unwohlsein den Arzt oder die Notaufnahme aufzusuchen.
Zu den Risikofaktoren für Herzerkrankungen und einen Schlaganfall gehören – wie auch bei Männern – Bluthochdruck, Übergewicht, zu wenig Bewegung, Rauchen und Diabetes. Zur Vorsorge sind regelmäßige Untersuchungen beim Hausarzt, regelmäßiges Blutdruckmessen, Nikotinverzicht, Behandlung einer Fettstoffwechselstörung und einer Zuckerkrankheit sowie generell eine gesunde Lebensweise wichtig.
Termin-Tipp: Zum Thema „Schlagen Frauenherzen anders?“ spricht Prof. Dr. med. Sabine Bleiziffer am 7. März 2026 ab 13 Uhr im Rahmen des Vortragsprogramms zur Gesundheitsmesse in Erfurt.