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Klinikum Frankfurt (Oder) | 12.06.2026

Notfallsimulation für den Ernstfall: Zweites S.A.V.E. Training im Kreißsaal

Frankfurt (Oder), 12. Juni 2026 – Die Geburt eines Kindes gehört zu den emotionalsten Momenten überhaupt. Kommt es während der Geburt zu unerwarteten Komplikationen bei Mutter oder Kind, müssen die Teams im Kreißsaal innerhalb kürzester Zeit sicher und abgestimmt handeln. Damit sich werdende Eltern auch in solchen Situationen gut aufgehoben fühlen, absolvierte das Team der Geburtshilfe am RHÖN-KLINIKUM Frankfurt (Oder) jetzt bereits zum zweiten Mal ein gemeinsames Notfalltraining im Kreißsaal. Das S.A.V.E. Training stärkt die Abläufe während der Geburt und setzt auf hohe Qualitäts- und Sicherheitsstandards in der Geburtshilfe – um für Mutter und Kind einen sicheren Start in das Leben zu ermöglichen.

An dem interdisziplinären S.A.V.E. Training nahmen Mitarbeitende aus Geburtshilfe, Neonatologie, Anästhesie und OP-Pflege teil. Direkt im Kreißsaal simulierten sie verschiedene Notfallszenarien und trainierten schnelle Entscheidungen, klare Kommunikation und sichere Abläufe. Begleitet wurde das Training von einem multiprofessionellen S.A.V.E. Trainerteam der Asklepios Kliniken.

Zum Einsatz kamen außerdem Schauspielerinnen sowie eine lebensgroße Simulationspuppe. Die Puppe kann unter anderem Puls, Herztöne und medizinische Veränderungen realitätsnah darstellen und wird aus einem separaten Raum gesteuert. So entstehen Situationen, die dem Alltag im Kreißsaal sehr nahekommen.

S.A.V.E. steht für „Sicher arbeiten – Vertrauen erhalten“. Das von Asklepios entwickelte Konzept bereitet Teams im Kreißsaal gezielt auf seltene und unerwartete Situationen vor. Im Mittelpunkt stehen sichere Abläufe und schnelle Entscheidungen im Ernstfall. Es orientiert sich am sogenannten Crew Ressource Management aus der Luftfahrt. Ziel ist es, Informationen klar weiterzugeben, Aufgaben eindeutig zu verteilen und Entscheidungen im Team sicher zu treffen.

Trainiert wurden unter anderem Blutungskomplikationen, Notfälle bei der Versorgung des Neugeborenen sowie akute Situationen während der Geburt. Die Übungen fanden direkt im gewohnten Arbeitsumfeld statt, um die Abläufe unter realistischen Bedingungen zu üben. 

„Die Notfallsimulation hilft uns, auch in herausfordernden Situationen sicher zu handeln. Besonders wichtig ist dabei, dass alle beteiligten Berufsgruppen gemeinsam üben und ihre Abläufe im Kreißsaal festigen“, erklärt leitende Hebamme Jana Pohl. 

Chefärztin Prof. Dr. med. Christiane Richter-Ehrenstein betont: „Wir danken dem S.A.V.E. Team für das intensive und lehrreiche Training. Die realitätsnahen Übungen und der gemeinsame Austausch stärken die Sicherheit, die Versorgungsqualität und das Zusammenspiel aller Beteiligten und sind somit ein wichtiger Bestandteil einer modernen und sicheren Geburtshilfe.“

Hintergrund zu S.A.V.E.

Mit S.A.V.E. („Sicher Arbeiten – Vertrauen Erhalten“) hat Asklepios ein interdisziplinäres Präventions- und Trainingskonzept entwickelt. Ziel ist es, Notfälle im Kreißsaal realitätsnah zu simulieren, Abläufe zu trainieren und Teams gezielt auf kritische Situationen vorzubereiten. Durch das Training im realen Arbeitsumfeld stärken die Mitarbeitenden ihre Handlungssicherheit und das Zusammenspiel im Team.

Das Format leitet Nicola Scharf, Fachanwältin für Medizinrecht bei Asklepios in Kooperation mit dem Asklepios Instituts für Notfallmedizin (ärztlicher Leiter Dr. Jochen Thiele).

Weitere Informationen unter Asklepios – S.A.V.E. 

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