- Konzern investiert gezielt in modernste Medizintechnik
- Zahl der behandelten Patientinnen und Patienten steigt um 8,3 %, Umsatz erhöht sich auf EUR 1.304 Mio.
- Anstieg des operativen Ergebnisses ist geprägt durch den in 2026 abgerechneten Rechnungszuschlag in Höhe von 3,25 % auf Krankenhausleistungen
- Starke Kapitalbasis mit hoher Eigenkapitalquote als solides Fundament für die Optimierung der stationären und ambulanten Versorgungsstrukturen
Die RHÖN-KLINIKUM AG schließt die ersten neun Monate des Jahres 2026 mit einem soliden Ergebniswachstum ab. Trotz anspruchsvoller gesundheitspolitischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen konnte die Zahl der Patientinnen und Patienten gesteigert und das Konzernergebnis verbessert werden.
Von Januar bis September 2026 wurden in den Kliniken und medizinischen Versorgungseinrichtungen 764.248 Patientinnen und Patienten ambulant und stationär behandelt, ein Plus von 8,3 % (9M 2025: 705.830). Der Konzernumsatz lag mit EUR 1.303,8 Mio. über dem Vergleichswert des Vorjahres (9M 2025: EUR 1.262,1 Mio.), das EBITDA betrug EUR 83,9 Mio. (9M 2025: EUR 71,8 Mio.). Das Ergebnis ist geprägt durch den in 2026 abgerechneten Rechnungszuschlag (3,25 % auf Krankenhausleistungen), welcher bis Oktober 2026 in den sonstigen Erträgen verbucht wird und die in den Vorjahren gestiegenen Personal- und Sachkosten kompensieren soll. Der Konzerngewinn erhöhte sich auf EUR 32,7 Mio. (9M 2025: EUR 25,1 Mio.).
Die Steigerung resultiert im Wesentlichen aus einer höheren Auslastung der Kliniken und Medizinischen Versorgungszentren und gestiegenen Patientenzahlen, besonders im ambulanten Bereich. Die starke Kapitalbasis des Unternehmens mit einer Eigenkapitalquote von 74,7 % ist zudem ein solides Fundament für die Optimierung ambulanter und stationärer Versorgungsstrukturen.
Dr. Gunther K. Weiß, Vorstand der RHÖN-KLINIKUM AG: „Unser erfolgreiches drittes Quartal zeigt, dass wirtschaftliche Stabilität und medizinische Exzellenz untrennbar miteinander verbunden sind. Basis dieses Erfolgs ist das große Vertrauen unserer Patientinnen und Patienten. Aus dieser tragfähigen Basis heraus investieren wir weiterhin gezielt in modernste Medizintechnik und Versorgungsangebote.“
Sichtbar wird dieser Innovationskurs an zwei ausgewählten Investitionen: Am Universitätsklinikum Marburg wurde ein hochmoderner Photon-Counting-Computertomograph in Betrieb genommen. Damit ist die RHÖN-KLINIKUM AG der einzige Klinikkonzern in Deutschland, der vier Geräte der neuesten Generation im Einsatz hat. Mit dem neuen Hybrid-OP in Frankfurt (Oder) erweiterte das Klinikum sein Behandlungsspektrum, stärkt damit seine interdisziplinären Strukturen und setzt einen weiteren wichtigen Impuls für die medizinische Entwicklung des Maximalversorgers in Ostbrandenburg.
Dr. Stefan Stranz, Vorstand der RHÖN-KLINIKUM AG: „Diese vorausschauende Investitionsstrategie sichert unsere Handlungsfähigkeit in einem Marktumfeld, das vor tiefgreifenden Veränderungen steht. Dank unseres soliden wirtschaftlichen Fundaments und der Zusammenarbeit im Konzernverbund mit ASKLEPIOS können wir diesen Transformationsprozess aus einer starken Position heraus angehen und aktiv mitgestalten.“
Ausblick 2026
Für das laufende Geschäftsjahr gehen wir von einem Umsatz in Höhe von EUR 1,7 Mrd. in einer Bandbreite von jeweils +/-5 % nach oben bzw. unten aus. Für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) rechnen wir mit einem Wert zwischen EUR 110 Mio. und EUR 125 Mio. Neben den Finanzkennzahlen berücksichtigen wir bei der Steuerung des Unternehmens als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren die Anzahl der Fälle und Bewertungsrelationen und erwarten hierfür eine moderate Steigerung gegenüber dem Vorjahr.
Das Geschäftsjahr wird maßgeblich von den Gesetzgebungsverfahren und den damit verbundenen erheblichen Unsicherheiten geprägt sein. Insbesondere das am 15. April 2026 in Kraft getretene Krankenhausreformanpassungsgesetz (KHAG) sowie das am 10. Juli 2026 vom Bundestag beschlossene GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (GKV-BStabG) verfolgen zwar das Ziel, Qualität und Effizienz im Gesundheitswesen weiter zu stärken, erhöhen jedoch kurzfristig zugleich den finanziellen Druck auf die Krankenhäuser.
Die Prognose der Gesellschaft steht daher unter besonderen Unsicherheiten. Die Auswirkungen der fortlaufenden regulatorischen Eingriffe, der Umsetzung der Krankenhausreform sowie möglicher weiterer Anpassungen durch den Gesetzgeber können in ihrer Gesamtheit derzeit nicht belastbar prognostiziert werden. Hinzu kommen anhaltende weltweite Krisen und wirtschaftliche Belastungen, die sich unter anderem in Preissteigerungen, Lieferengpässen und volatilen Rahmenbedingungen niederschlagen.
Die Quartalsmitteilung 3. Quartal 2026 finden Sie hier.
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