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Managers' Transactions & Directors' Dealings | 28.09.2012

ROUNDUP: Rhön-Klinikum für Übernahmen bereit - Vorstandsduo geht

WIESBADEN (dpa-AFX) - Deutschlands zweitgrößter Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum wappnet sich nach

WIESBADEN (dpa-AFX) - Deutschlands zweitgrößter Krankenhausbetreiber

Rhön-Klinikum <RHK.ETR> wappnet sich nach der gescheiterten Übernahme durch

Fresenius für eigene Zukäufe. Er wird dabei mit einer neuen Führungsspitze

antreten. Der bisherige Vorstandschef Wolfgang Pföhler und Finanzvorstand Erik

Hamann verlassen nach Unstimmigkeiten das Unternehmen. Rhön-Gründer und

Aufsichtsratschef Eugen Münch - der mit 12,5 Prozent auch größter Einzelaktionär

ist - habe den Vorstand wieder etwas enger an sich binden und Handlungsfähigkeit

demonstrieren wollen, verlautete am Freitag aus mit den Vorgängen vertrauten

Kreisen.



Pföhler geht auf eigenen Wunsch zum Jahreswechsel, wie die Rhön-Klinikum AG

am Donnerstag bei der Ankündigung des Führungswechsels mitgeteilt hatte. Sein

Vertrag wäre im April 2014 ausgelaufen. Als Favorit für den Chefposten gilt nach

Informationen aus Kreisen Martin Siebert, früherer Manager des Rivalen

Asklepios. Er fängt Anfang Oktober bei Rhön an, hat aber noch kein

Vorstandsressort.



Zwischen Pföhler und Hamann auf der einen und Aufsichtsratschef Münch auf

der anderen Seite hätten die Spannungen seit Anfang September zugenommen,

berichteten langjährige Kenner des Unternehmens. Münch sei für ein Zusammengehen

mit Fresenius gewesen. Pföhler und Hamann hätten nach dem Scheitern der Offerte

von Fresenius in Zusammengehen mit dem Münchner Wettbewerber Sana Kliniken

favorisiert, verlautete aus Kreisen.



Finanzchef Hamann verlässt den Vorstand zum 30. September. Der Aufsichtsrat

schickt aus den eigenen Reihen Jens-Peter Neumann, um Hamann zu ersetzen.

Neumann wird dem Unternehmen zufolge zum 1. November in den Vorstand wechseln

und sein Aufsichtsratsmandat ruhen lassen. Im Vorstand soll Neumann künftig für

Finanzen, Rechnungswesen, Investor Relations und Controlling verantwortlich

sein.



Börsianer Andreas Lipkow von MWB Fairtrade sagte zu dem Wechsel: 'Der Markt

geht wohl davon aus, dass das neue Vorstandsmitglied 'fusionswilliger' ist.

Immerhin weiß der Neue, in was für eine Situation er hineinkommt.' Rhön-Aktien

waren am Vortag mit Gewinnen aus dem Handel gegangen.



Rhön-Vorstandsmitglied Volker Feldkamp kündigte weitere Zukäufe im

Krankenhausbereich an. 'Wir befinden uns derzeit mit einer guten Handvoll

Krankenhausträgern in Gesprächen', sagte er in einem Gespräch mit den

Nachrichtenagenturen dpa und dpa-AFX. Die Mittel für Zukäufe seien vorhanden.

Rhön selbst hatte im Frühjahr mit der 300 Millionen Euro teuren Übernahme von 49

Prozent an den Wiesbadener Horst Schmidt Kliniken (HSK) einen der größten

Zukäufe der vergangenen Jahre gestemmt. Die Verschuldung von Rhön war durch den

Zukauf gestiegen. Ende Juni lag die Nettoverschuldung bei 832,3 Millionen Euro.



Der deutsche Krankenhausmarkt ist nach der gescheiterten Milliardenofferte

für Rhön in Aufruhr. Auf dem stark zersplitterten Markt wetteifern die privaten

Anbieter um potenzielle Übernahmeziele wie Krankenhäuser unter kommunaler oder

kirchlicher Trägerschaft.



Fresenius war mit der Übernahme von Rhön an der hohen Annahmeschwelle von 90

Prozent und an der Konkurrenz gescheitert. Der Eigentümer des konkurrierenden

Krankenhauskonzerns Asklepios, Bernard Broermann, hatte sich einen Rhön-Anteil

von mehr als fünf Prozent gesichert und damit die Komplett-Übernahme torpediert.

Nach monatelangem Pokern strich Fresenius Anfang September schließlich die

Segel.



Der konkurrierende Krankenhausbetreiber Sana will derzeit kein

Übernahmeangebot für Rhön abgeben. 'Die Gründe, warum die Übernahme (durch

Fresenius) gescheitert ist, haben sich in der Zwischenzeit nicht geändert und

ich halte eine Übernahme von Rhön durch Sana derzeit für genauso wenig

erfolgversprechend wie den Versuch von Fresenius', sagte Sana-Vorstandschef

Michael Philippi dpa-AFX./ep/fko/fbr/stb/DP/sf









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