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Ad-hoc-Mitteilung | 27.07.2012

RHÖN-KLINIKUM AG: RHÖN-KLINIKUM passt Jahresprognose an


RHÖN-KLINIKUM AG / Schlagwort(e): Prognoseänderung/Gewinnwarnung

27.07.2012 07:10

Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung nach § 15 WpHG, übermittelt durch
die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.




RHÖN-KLINIKUM AG

Ad-hoc-Mitteilung gemäß § 15 WpHG

RHÖN-KLINIKUM passt Jahresprognose an
- Restrukturierung des UKGM verzögert sich, operatives Ergebnis im
Gesamtjahr 2012 voraussichtlich mit rund EUR 20 Millionen belastet

- Kostenschub durch hohe Tarifabschlüsse bei anhaltendem Preisdruck

- Sondereffekte als Folge des freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots
von Fresenius

- Regulatorische Entlastung im zweiten Halbjahr durch anteiligen
Tarifausgleich

- Ergebniserwartung für das Gesamtjahr um EUR 25 bis 30 Millionen
angepasst

Bad Neustadt a.d. Saale, den 27. Juli 2012:

Bei der RHÖN-KLINIKUM AG sind zuletzt verschiedene Belastungen aufgetreten,
die in ihrer Summe eine Anpassung der Prognose für das laufende Jahr
erforderlich machen. Im Wesentlichen handelt es sich um drei Entwicklungen:

Erstens hat sich die Restrukturierung des Universitätsklinikums Gießen und
Marburg (UKGM) in den vergangenen Monaten beträchtlich verzögert, weshalb
dessen Ergebnisentwicklung zuletzt deutlich hinter den Erwartungen
zurückbleibt. Ursächlich hierfür ist insbesondere die angespannte
Personalkostensituation. Auf Jahressicht ist damit zu rechnen, dass das
operative Ergebnis des UKGM voraussichtlich in einer Größenordnung von rund
EUR 20 Millionen belastet sein wird. Die RHÖN-KLINIKUM AG hat in einem
ersten Schritt eine neue Geschäftsführung berufen, um die notwendigen
Maßnahmen umzusetzen.

Zweitens wurden im Krankenhaussektor in der jüngeren Vergangenheit relativ
hohe Tarifabschlüsse realisiert - für die Einrichtungen der RHÖN-KLINIKUM
AG liegen diese im Schnitt am oberen Ende der Erwartungen. In Verbindung
mit dem durch Erlösabschläge auf Volumensteigerungen erzeugten anhaltenden
Preisverfall belastet diese Entwicklung die operative Marge in zweifacher
Hinsicht.

Drittens haben die Ankündigung des freiwilligen öffentlichen
Übernahmeangebots von Fresenius und die seither eingetretenen Veränderungen
im Aktionärskreis für Verunsicherung innerhalb der Unternehmensorganisation
gesorgt. Managementkapazitäten wurden in erheblichem Umfang gebunden,
operative Weichenstellungen verzögert. Dies wirkte sich negativ auf die
operative Geschäftsentwicklung des gesamten Konzerns aus.

Direkt bei der RHÖN-KLINIKUM AG sind in Zusammenhang mit dem
Übernahmeangebot außerordentliche Belastungen etwa in Form von zusätzlichen
Beratungskosten entstanden. Diese belaufen sich im ersten Halbjahr auf
einen einstelligen Millionen-Betrag.

Im Zuge der Vorbereitungen des Halbjahresabschlusses zum 30. Juni 2012
haben sich diese Effekte nunmehr verdichtet und erlauben eine erste grobe
Indikation hinsichtlich der Ergebnisentwicklung. Auf aktuellem
Erkenntnisstand wird sich der Konzerngewinn des ersten Halbjahres bei rund
EUR 50 Millionen einstellen.

Unabhängig davon zeichnet sich aufgrund regulatorischer Veränderungen wie
dem jüngst verabschiedeten anteiligen Tarifausgleich für das zweite
Halbjahr eine positive Perspektive für die Ertragssituation ab.
Entsprechend der üblichen Saisonalität der krankenhausindividuellen
Budgetverhandlungen sind im zweiten Halbjahr zudem Nachholeffekte aus den
Verhandlungen zu den Mehrleistungsbudgets und -abschlägen möglich. Unter
Berücksichtigung dieser positiven Einflüsse geht die Gesellschaft derzeit
davon aus, dass die oben dargestellten nachteiligen Entwicklungen auf das
Gesamtjahresergebnis des RHÖN-KLINIKUM-Konzerns in einer Größenordnung von
netto EUR 25 bis 30 Millionen durchschlagen werden. Hierbei ist allerdings
zu berücksichtigen, dass möglicherweise noch nicht alle finanziellen Folgen
des Übernahmeangebots von Fresenius absehbar sind.

Entsprechend passt die RHÖN-KLINIKUM AG ihren Ausblick für das
Geschäftsjahr 2012 wie folgt an:

Unter Einbeziehung der Ende April erstmals konsolidierten
Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken Wiesbaden (HSK) erwartet die RHÖN-KLINIKUM AG
für das Geschäftsjahr 2012 nunmehr Umsatzerlöse in Höhe von EUR 2,85
Milliarden mit einer Schwankungsbreite von 2,5 Prozent. Dieses Umsatzziel
geht einher mit einer Prognose für das EBITDA von EUR 315 Millionen und für
den Konzerngewinn von EUR 117 Millionen, jeweils mit einer Varianz von +/-
5 Prozent.

Der detaillierte Halbjahresabschluss zum 30. Juni 2012 wird am 9. August
2012 veröffentlicht.

Der Vorstand

Ihr Kontakt:

Dr. Kai G. Klinger
Head of Investor Relations
RHÖN-KLINIKUM AG
Vorstandsbereich
Finanzen, Investor Relations, Controlling
Schlossplatz 1
D-97616 Bad Neustadt a. d. Saale
Telefon: +49 (0)9771-65.13 18
Fax: +49 (0)9771-99.17 36
Mobil: +49 (0)151-12 58 27 07
E-Mail: kai.klinger@rhoen-klinikum-ag.com
web: www.rhoen-klinikum-ag.com

Max Müller
Bereichsleiter Unternehmenskommunikation
Friedrichstraße 82
10117 Berlin
Telefon: 030 20603-700
Fax: 030 20603-701
Mobil: 0171 5491487
E-Mail: max.mueller@rhoen-klinikum-ag.com

RHÖN KLINIKUM AG
Aufsichtsratsvorsitzender: Eugen Münch
Vorstand: Wolfgang Pföhler (Vors.), Volker Feldkamp, Dr. Erik Hamann,
Martin Menger
Sitz der Gesellschaft: Bad Neustadt a. d. Saale
Registergericht Schweinfurt HRB 1670


27.07.2012 Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche
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Sprache: Deutsch
Unternehmen: RHÖN-KLINIKUM AG
Schlossplatz 1
97616 Bad Neustadt a.d.Saale
Deutschland
Telefon: +49 (0)9771 - 65-0
Fax: +49 (0)9771 - 97 467
E-Mail: rka@rhoen-klinikum-ag.com
Internet: www.rhoen-klinikum-ag.com
ISIN: DE0007042301
WKN: 704230
Indizes: MDAX
Börsen: Regulierter Markt in Frankfurt (Prime Standard), München;
Freiverkehr in Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Stuttgart

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