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RHÖN-KLINIKUM AG | 27.01.2004

Uelzen: Staatswaltschaft beabsichtigt Verfahren einzustellen

- Staatsanwaltschaft beabsichtigt Verfahren einzustellen
- Die Geschichte einer Kampagne

Bad Neustadt, den 27. Januar 2004 ----- Der Rechtsberater des Uelzener Krankenhauses erhielt auf Rückfrage die Auskunft, dass die Staatsanwaltschaft beabsichtigt, die Ermittlungen gegen Mitarbeiter der Gynäkologie wegen unterlassener Hilfeleistung einzustellen. Bereits der Anfangsverdacht aufgrund von Vorwürfen, die drei Frauen über die Medien in der Öffentlichkeit getragen haben, hätte sich durch die Vernehmungen nicht bestätigt. Deshalb würde nicht erwogen, gegen irgend eine Person weiter zu ermitteln.

Nachdem die ersten Vorwürfe gegen die Klinik erhoben wurden, hat die Konzernleitung begonnen, die Abläufe und Ursachen in Uelzen zu untersuchen. Ergebnis: Seit Jahren gibt es im Klinikum Uelzen Streit zwischen Geschäftsleitung und dem Chefarzt der Gynäkologie wegen dessen Führungsstil (nicht wegen seiner medizinischen Leitung, die gut war), der dazu führte, dass sich viele fähige und hoffnungsvolle Mitarbeiter sehr schnell verabschiedeten. Dazu gehörten auch zwei Oberärzte, die bei der örtlichen Konkurrenzklinik als Belegärzte landeten. Mit dem Chefarzt konnte eine Aufhebungsvereinbarung geschlossen werden, die sich jetzt in der Abwicklungsphase befindet.

Die Klinik ist mit 24 Betten zur Gynäkologie Geburtshilfe zugelassen, darf aber keine Frühgeburten aufnehmen, sofern es sich nicht um Notfälle handelt, weil dafür eine zugelassene Neonatologie, die es nur in Lüneburg und Celle gibt, erforderlich wäre. Frühgeburten werden unter Fachleuten als Geburten definiert, die - und hier scheiden sich die Geister - zwischen früher als 32. bis früher als 36. Woche liegen. Würde ein Krankenhaus ohne Not eine Patientin zur Frühgeburt aufnehmen und es käme dabei zu Schäden an Mutter oder Kind, wäre die Klinik haftbar und der entscheidende Arzt straffällig. Der bisherige Chefarzt in Uelzen hat die Grenze auf 36 Wochen gesetzt und seinen Mitarbeitern entsprechende Anweisung erteilt. Diese hielten sich in allen Fällen unter Beachtung der notwendigen Fürsorge für die werdenden Mütter – z. B. Angebot, einen Krankentransportwagen einzusetzen - absolut richtig. Möglicherweise war der Ton in dem einen oder anderen Fall vom Umfeldstress geprägt und traf auf die in dieser Situation besonders sensiblen Mütter und führte dort ebenfalls zu übersteigerten Reaktionen. So wurde z. B. der Rat, nach Lüneburg gebracht zu werden, abgelehnt und man ging stattdessen in die ebenso wie Uelzen für Frühgeburten wenig geeignete Klinik einige Kilometer entfernt, die lediglich eine offenere Auslegung des Begriffs „Frühgeburt“ benutzte, um die Entbindung durchzuführen.

Beachtenswert im Laufe der Geschehnisse ist, dass die über die Medien erfolgte Berichterstattung über die Vorwürfe gegen den für Krankenhausplanung in Niedersachsen zuständigen Ministerialrat und die dabei angeblich vorhandene Verstrickung der Rhön-Klinikum AG allen im Land von Planungsmaßnahmen negativ Betroffenen die Hoffnung gab, man könne das Rad der Entwicklung zurückdrehen. Die Krankenhausplanung beabsichtigt, die Geburten des Klinikums Uelzen und einer örtlichen Privat-Klinik zusammenzuführen, weil nur so eine ausreichende Menge, die den Qualitätsvorgaben entspricht, entstünde.

Die jetzt entkräfteten Vorwürfe der unterlassenen Hilfeleistung führten folgerichtig sofort zu Schreiben einzelner Krankenkassen und Ärzteorganisationen an die Klinik und die Planungsbehörde, womit die gynäkologische Versorgung durch das Krankenhaus Uelzen in Frage gestellt wurde, um andere Krankenhäuser zu erhalten. Die Schlagzeile „Skandal-Klinik Uelzen“ in einer überregionalen Boulevardzeitung - basierend auf einer platten Falschmeldung - und das Medienecho auf eine Hausdurchsuchung in der Sache Bruckenberger mit der Begründung „Presseberichte“, passt bei Lichte besehen gut ins Bild. „Die aktuellen Recherchen über einen Berater des Berliner Gesundheitsministeriums, der schon lange im Aufsichtrat unseres Unternehmens ist, in die Ursachenkette für einen angeblichen unerklärlichen Aufstieg des Unternehmens durch Politikbeeinflussung einzubinden, ist eigentlich schon nicht mehr überraschend,“ so Eugen Münch, Vorstandsvorsitzender der RHÖN-KLINIKUM AG.

„Wir empfehlen allen Beteiligten, die Ursachen für unseren Erfolg zuerst in überlegenen Konzepten und stringenter Leistung zu suchen; dann fällt es leichter, Falschmeldungen - wie sie in Uelzen zum Medieninferno geführt haben und vielleicht anderen Orts in Vorbereitung sind - zu erkennen und zu bewerten. Die Bevölkerung scheint das zu verstehen: Unsere Patientenzahlen wachsen beständig - und auch das Klinikum Uelzen hat in den letzten Tagen steigende Belegung. Wir danken den Mitarbeitern, dass sie unter dem öffentlichen Stress für ihre Patienten motiviert in vollem Einsatz sind und sich nicht beirren lassen“, erklärt Münch.

 

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