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RHÖN-KLINIKUM AG | 22.06.2004

Städtisches Klinikum der Stadt Pforzheim wird privatisiert

Städtisches Klinikum der Stadt Pforzheim wird privatisiert –
Rhön-Klinik neuer Partner – Gemeinderat hat heute eine zukunftsweisende Entscheidung getroffen

Pforzheim / Bad Neustadt a.d. Saale, 22. Juni 2004 ----- Aus einem zügig geführten und von der erfahrenen Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers und Schindhelm Rechtsanwälte begleiteten Bieterverfahren zur Privatisierung des Klinikums, an dem sich in den letzten Monaten alle namhaften Krankenhausketten beteiligten, ging die Rhön-Klinikum AG als Favorit der Lenkungsgruppe aus Stadt- und Klinikumsverwaltung und Personalrat hervor. In der letzten Woche schlossen sich bereits Krankenhausausschuss und Hauptausschuss mit großer Mehrheit dieser Empfehlung an, die auf einer herausragenden Gesamtbewertung des Rhön-Angebotes in den Kategorien
• Medizinisches Konzept
• Wirtschaftlichkeit des Angebots
• Personalkonzept und
• wirtschaftliche Leistungsfähigkeit
beruhte. Auch der Gemeinderat der Stadt Pforzheim beschloss den Verkauf des Klinikums an die Erwerbergesellschaft der Rhön-Klinikum AG nahezu einstimmig. Erstmals in Baden-Württemberg hat damit ein kommunales Krankenhaus in dieser Größenkategorie einen privaten strategischen Partner gefunden. Dabei hatten die professionelle Vorbereitung und Durchführung des gesamten Prozesses im Rathaus und im Klinikum ebenso wie die sachlich-konstruktive Unterstützung des in allen Phasen informierten und in die Entscheidungen eingebundenen Personalrats trotz ehrgeizigem Zeitplan die termingerechte Vorlage des Beschlusses ermöglicht. Oberbürgermeisterin Christel Augenstein: „Es war der richtige Zeitpunkt, den medizinischen Versorgungsauftrag für Pforzheim und die Region mit einem starken Partner zukunftsorientiert zu sichern.“

Die Rhön-Klinikum AG hatte sich bereits in der Bieterphase intensiv mit den Entwicklungsmöglichkeiten des Städtischen Klinikums auseinandergesetzt und plant eine Vielzahl von Ergänzungen und Profilierungen des bestehenden Angebotes unter dem Stichwort der Medizinischen Versorgungszentren. Der in den letzten Jahre aufgrund hoher Investitionen zunehmend defizitäre Betrieb des Klinikums soll fit gemacht werden für das neue Abrechnungssystem der Fallpauschalen, das veränderte Anforderungen an das medizinische Leistungsspektrum in den Krankenhäusern stellt. Dazu werden nicht nur die begonnenen Baumaßnahmen von der Rhön Klinikum AG weitergeführt, sondern weitere Investitionen von bis zu 23 Millionen EUR im Klinikum Pforzheim vorgenommen – die vor allem in die Patientenversorgung, zu einem Teil aber auch in das dringend notwendige Parkhaus auf dem Klinikgelände fließen sollen.
Die Stadt Pforzheim wird auch weiterhin als Mitgesellschafterin mit 5,1 Prozent an der neuen Klinikums-GmbH beteiligt bleiben. Da grundsätzliche Entscheidungen über das Schicksal der Gesellschaft nur einstimmig gefasst werden können, hat die Stadt die Möglichkeit zur Sicherstellung des kommunalen medizinischen Versorgungsauftrags. Auch die weiteren Bedingungen des in mehreren Verhandlungsrunden erarbeiteten Vertragswerks stellen die optimale Entwicklung des Klinikums, eine weitgehende Sicherung des Personals und die kurzfristige Entlastung des städtischen Haushalts von den bisher aufgelaufenen Verbindlichkeiten und laufenden weiteren Defiziten sicher.

Leistungsfähiges Klinikum in Pforzheim

Das Städtische Klinikum Pforzheim gilt als leistungsfähiges modernes Krankenhaus der Zentralversorgung mit 602 Betten im Krankenhausplan ausgewiesenen Betten. Als akademisches Krankenhaus der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg verfügt es über 9 Fachkliniken und 5 medizinische Institute.

Als Fachbereiche/-kliniken werden angeboten:
Anästhesiologie und Intensivmedizin, Chirurgie, Gynäkologie und Geburtshilfe, Innere Medizin /Medizinische Klinik 1 (Kardiologie, Pulmonologie und Nuklearmedizin) + Medizinische Klinik II (Gastroenterologie, Diabetologie, Onkologie + Hämatologie), Klinik für Kinder und Jugendliche / Kinderchirurgie, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Augenklinik, Neurologie und Urologie.
Das Klinikum verfügt über moderne technische Ausstattung, wie z.B. Mehrzeilen-Computertomographie, Kernspintomographie, Nuklearmedizin, Elektroenzephalographie (EEG), Elektromyographie (EMG), Herzkatheter- und Herzschrittmacherlabor.

Im Pforzheimer Klinikum mit seinen 1.360 Mitarbeitern werden jährlich deutlich über 20.000 Patienten behandelt.

Direkt im Anschluss an die – für die Sozialgeschichte der Stadt Pforzheim historische – Gemeinderatssitzung und die förmliche Anhörung des Personalrats des Klinikums werden die Verträge durch den Notar im Ratssaal beurkundet. Danach folgen noch die Bemühungen um die Genehmigung durch die Rechtsaufsicht und die Aufnahme der Erwerbergesellschaft in den Landeskrankenhausplan – doch solange wird die Rhön-Klinikum AG bereits die Geschäfte führen. Mit der endgültigen Wirksamkeit der Verträge wird im Oktober diesen Jahres gerechnet – und dann wird der jetzige Krankenhausdezernent Andreas Schütze die Stadt in der neuen Klinikums-GmbH vertreten.
RHÖN-KLINIKUM AG
Kontakt: Dr. Irmgard Stippler
Bereichsleiterin Unternehmenskommunikation
Schlossplatz 1
97616 Bad Neustadt/Saale
Telefon: (09771) 65-1321
Telefax: (09771) 65-1306
E-Mail: irmgard.stippler(at)rhoen-klinikum-ag.com

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