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RHÖN-KLINIKUM AG | 23.07.2008

Spatenstich des Dritten Bauabschnitts Universitätsklinikum und Richtfest des Marburger Partikeltherapie-Zentrums

Gemeinsame PRESSEINFORMATION

Hessische Staatskanzlei
Universitätsstadt Marburg
Fachbereich Medizin der Philipps-Universität Marburg
Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH
RHÖN-KLINIKUM AG

Auf den Marburger Lahnbergen fanden sich heute rund 200 interessierte Gäste zum Festakt des Spatenstichs für den Dritten Bauabschnitt des Universitätsklinikums Marburg wie auch zum Richtfest des Marburger Partikel-Therapiezentrums ein.

Der dritte Bauabschnitt wird östlich an den bestehen Klinikbau auf den Marburger Lahnbergen angedockt. In diesem Klinikneubau sollen künftig vor allem ambulante, tagesklinische und teilstationäre Patienten behandelt werden. Zudem werden die Intensiv- und Intermediate-Care-Strukturen des Marburger Universitätsklinikums hier deutlich erweitert. Mit der Inbetriebnahme dieses Bauteils – im Verlauf des Jahres 2010 – werden auch die bislang an den Standorten Lahntal und Ortenberg verbliebenen somatischen Kliniken komplett am Standort Lahnberge konzentriert. Diese Baumaßnahme umfasst knapp 40.000m2 BGF (Brutto-Geschoss-Fläche), mit Einrechnung der medizintechnischen Investitionen sowie der im Zuge der Neubauerrichtung durchzuführenden Stationssanierungen in den bestehenden Baukörpern investiert die Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH hier in den nächsten Jahren rund 105 Mio. €.

Bürgermeister Franz Kahle, der heute der Geschäftsführung der Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH die Baugenehmigung für den dritten Bauabschnitt übergab, verwies in seinem Grußwort auf die große Bedeutung der Investitionen auf den Marburger Lahnbergen. „Der heute vorgenommene Spatenstich für den dritten Bauabschnitt des Universitätsklinikums sowie das zeitgleich begangene Richtfest für das Partikel-Therapiezentrum auf den Lahnbergen sind ein tatkräftiges Zeichen für die Aufbruchsstimmung und die Zukunftsfestigkeit der Marburger Universitätsmedizin. Als Bürgermeister freut mich dieses Engagement im Hinblick auf die Verbesserung der Behandlungsmöglichkeiten für schwer erkrankte Patienten ebenso wie die Schaffung zusätzlicher, hochqualifizierter Arbeitsplätze in unserer Universitätsstadt.“

Im Anschluss an den symbolischen Spatenstich, der von Herrn Ministerpräsidenten Roland Koch, Herrn Bürgermeister Dr. Franz Kahle, dem Architekten, Herrn Bernd Kriesche, Herrn Gerald Meder, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung des Universitätsklinikums Gießen und Marburg, Herrn Dr. Mein, dem Marburger Klinikgeschäftsführer sowie Herrn Wolfgang Pföhler, dem Vorstandsvorsitzenden der RHÖNKLINIKUM AG vorgenommen wurde, fand im Rohbau des rund 500 Meter entfernten Partikel-Therapiezentrums das Richtfest statt.

Mit diesem Zentrum wird den Patienten ein neuartiges und in der Präzision und in der biologischen Wirksamkeit innovatives Verfahren zur Bekämpfung von Krebsleiden zur Verfügung stehen. Der Vorteil des hier anwendbaren Verfahrens liegt in der weitestgehend nebenwirkungsfreien Bestrahlung von Tumoren, die mit den bisher zur Verfügung stehenden strahlentherapeutischen Methoden schlecht kontrollierbar sind.

In seiner Begrüßung stellte Gerald Meder, der Vorsitzende der Geschäftsführung der Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH die herausragende Bedeutung des heutigen Tages hervor: „Heute setzen wir erneut zwei Meilensteine, die unseren festen Willen zur Entwicklung der Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH an die Spitze der deutschen Gesundheitsversorgung unterstreichen. Neben der baulichen Optimierung der Klinikstrukturen können wir hier – rund ein Jahr nach der Grundsteinlegung – heute das Richtfest unseres Marburger Partikel-Therapiezentrums feiern.“

Der Hessische Ministerpräsident Roland Koch verwies in seiner Festansprache auf die Entscheidung der Landesregierung zur Privatisierung der beiden Universitätskliniken und die Bedeutung der heute sichtbar gewordenen Investitionen: „Wir sind froh und dankbar, mit der RHÖN-KLINIKUM AG einen finanzkräftigen und verlässlichen Betreiber für die beiden Universitätskliniken gefunden haben. Die heute symbolisch begonnene Baumaßnahme des Dritten Bauabschnitts des Marburger Klinikums wird die Behandlungsmöglichkeiten für die Patienten weiter verbessern und die Marburger Universitätsmedizinische Kompetenz weitgehend am Standort Lahnberge konzentrieren. Gemeinsam mit dem hier entstehenden Partikel-Therapiezentrum wird hier in wenigen Jahren ein weiterer Leuchtturm der Versorgung von schwer erkrankten Patienten entstehen, der weit über die hessischen Grenzen hinaus sichtbar ist.“

Frau Prof. Dr. Rita Engenhart-Cabillic unterstrich die Bedeutung der Partikel-Therapie für die Behandlung von Tumorpatienten. „Bei dieser modernen Therapieoption kann man für die betroffenen Patienten tatsächlich von einem Quantensprung sprechen. Während bei der herkömmlichen Photonentherapie aufgrund der strahlenphysikalischen Eigenschaft stets ein Teil der Energie an der Oberfläche der Haut bzw. am Weg zum kranken Gewebe verloren geht, können wir hier die Energieentladung ´punktgenau´ steuern. Damit ist diese Art der Strahlentherapie praktisch nebenwirkungsarm.“ Frau Prof. Engenhart-Cabillic verlieh ihrer Hoffnung Ausdruck, dass diese Form der Strahlentherapie in Zukunft möglichst vielen Patienten helfen kann.

Wolfgang Pföhler, Vorstandsvorsitzender der RHÖN-KLINIKUM AG, hob in seinen Grußworten die „Strahlkraft“ der neuen Partikel-Therapie-Anlage hervor: „Gute Medizin lebt von gezielten Investitionen in Innovationen. Mit diesem Leuchtturmprojekt beweisen wir, dass wir verlässliche Partner für Politik und Wissenschaft sind und vertrauensvoll gemeinsame Ziele in der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung verfolgen. Mit den rund 120 Mio. Euro, die wir in die Anlage investieren, schaffen heute die Grundlage für die gute Medizin von morgen und neue Perspektiven für die onkologische Versorgung der Patienten in ganz Hessen und darüber hinaus.“

Der Studiendekan des Fachbereichs Medizin der Philipps-Universität Marburg, Prof. Dr. Klaus J. Klose, betonte in seinem Grußwort die Aufwertung, die der Forschungsstandort Lahnberge in den letzten Jahren erfahren hat: „Neben dem neuen BSL4-Labor für die Virologie, dem 2006 in Betrieb gegangenen neuen Mutter-Kind-Zentrum sowie dem jetzt in Angriff genommenen 3. Bauabschnitt des Klinikums entsteht hier eine Partikeltherapie-Anlage, die sowohl eine Bestrahlung mit Protonen als auch mit Schwerionen zulässt. Damit wird der Medizin-Forschungsstandort Marburg weit über die regionale Grenzen hinaus aufgewertet.“


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Ihre Ansprechpartner:
Hessische Staatskanzlei
Staatssekretär Dirk Metz, Sprecher der Landesregierung
Tel: 0611-32-3918
presse(at)stk.hessen.de
RHÖN-KLINIKUM AG
Frau Dr. Irmgard Stippler, Bereichsleiterin Unternehmenskommunikation
Mail: irmgard.stippler(at)rhoen-klinikum-ag.com
Tel: 09771-65-1321
Universitätsstadt Marburg
Bürgermeister Dr. Franz Kahle
Mail: buergermeister(at)marburg-stadt.de
Tel: 06421-201-202
Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH
Herr Gerald Meder, Vorsitzender der Geschäftsführung
Mail: gf.ukgm(at)rhoen-klinikum-ag.com
Tel.: 06421 – 28-66001
Frau Prof. Dr. Rita Engenhart-Cabillic, Leiterin Strahlentherapie
Mail: engenhar(at)med.uni-marburg.de
Tel: 06421-58-66434
Fachbereich Medizin der Philipps-Universität Marburg
Herr Studiendekan Prof. Dr. Klaus J. Klose
Mail: studdek(at)med.uni-marburg.de
Tel: 06421-58-66200

Weitere Informationen zum Marburger Partikeltherapie-Zentrum finden Sie auch unter
http://www.rhoen-klinikum-ag.com/rka/cms/ptm/deu/index.html.

RHÖN-KLINIKUM AG
Kontakt: Dr. Irmgard Stippler
Bereichsleiterin Unternehmenskommunikation
Schlossplatz 1
97616 Bad Neustadt/Saale
Telefon: (09771) 65-1321
Telefax: (09771) 65-1306
E-Mail: irmgard.stippler(at)rhoen-klinikum-ag.com

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