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RHÖN-KLINIKUM AG | 17.06.2013

RHÖN-KLINIKUM AG entwickelt semantische Spracherkennung für die Medizin

Forschungsprojekt „semanticVOICE“ erhält Fördermittel vom Bund

Bad Neustadt a. d. Saale, den 17.06.2013

Das Forschungsprojekt ”semanticVOICE – Semantische Spracherkennung für die Medizin” wird im Rahmen der Fördermaßnahme Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) mit Bundesmitteln unterstützt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gab dies den Projektpartnern des Verbundprojektes am 10.06.2013 bekannt.

Erkennt ein Computer nicht nur die Wörter, sondern versteht auch deren Bedeutung, dann spricht man von semantischer Spracherkennung. Somit werden die Technologien zur Spracherkennung zunehmend leistungsstärker und ausgereifter. Damit bieten sich unterschiedlichste Einsatzmöglichkeiten dieser Technologie im Gesundheitswesen. Spracherkennung im Allgemeinen und semantische Konzepte im Besonderen ermöglichen umfangreiche Mehrwert-Anwendungen in der Medizin.

Das Projekt „semanticVOICE“ zielt auf die vollständige Erfassung ärztlich diktierter Befunde und auf die Interpretation des erfassten Textes, nach Maßgabe digital hinterlegter Wissensstrukturen. Somit resultiert aus den erfassten Texten abgeleitetes Wissen (abgeleitete Hinweise), welches die medizinische Dokumentation zum Patienten deutlich verbessert. Der Arzt bekommt einen unsichtbaren Helfer, der im Hintergrund alle Aspekte seiner diktierten Texte analysiert und ihm dieses Wissen zur besseren Dokumentation und Versorgung des Patienten vorhält.

Aber auch in den administrativen Prozessen erhält der Arzt durch dieses Projekt Unterstützung. Aus dem Erkennen und Interpretieren des Textes lässt sich für die spätere Kodierung der Leistungsdaten eine Art ,,automatische Vorkodierung’’ elektronisch ableiten.

„semanticVOICE“ bringt also umfangreiche Verbesserungen für die Krankenhäuser und auch die niedergelassenen Ärzte. Die Anreicherung der medizinischen Dokumentation mit vielschichtig interpretiertem medizinischem Wissen (einschließlich der Plausibilitäten) verbessert den Behandlungsrahmen und optimiert auch den administrativen Prozess im Patientenkontext. Automatische Vorkodierung und interpretierte Hinweise auf Vollständigkeit der Abrechnung mindern das Risiko fehlerhafter oder unvollständiger Abrechnungen. All die genannten Aspekte optimieren den Versorgungsprozess und befreien den Arzt darüber hinaus von einigen administrativen Aktivitäten, was wiederum mehr Zeit des Arztes für den Patienten bedeutet.

Das Projektkonsortium besteht aus der Averbis GmbH und der RHÖN-KLINIKUM AG in Kooperation mit den Verbundkliniken im Konzern. Das Projekt startet zum 01.07.2013 und wird über einem Zeitraum von 2 Jahren mit rund 1.2 Millionen Euro inkl. Eigenmittel der Projektbeteiligten umgesetzt.

Ansprechpartner / Projektverantwortlicher:

Julian Laufer
RHÖN-KLINIKUM AG
Schlossplatz 1
97616 Bad Neustadt a. d. Saale
Telefon: 09771 65-1525
E-Mail: julian.laufer@rhoen-klinikum-ag.com

               

Die RHÖN-KLINIKUM AG ist einer der größten Gesundheitsdienstleister in Deutschland. Unternehmensziel ist qualitativ hochwertige Medizin für jedermann. Aktuell gehören zu unserem Konzern bundesweit 54 Kliniken an 43 Standorten. Wir beschäftigen mehr als 43.000 Mitarbeiter. In den Einrichtungen des Klinikverbunds wurden im Geschäftsjahr 2012 über 2,5 Millionen Patienten behandelt.

Ihr Kontakt:

Sascha Schiffler
Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Konzern
RHÖN-KLINIKUM AG
Schlossplatz 1
97616 Bad Neustadt a. d. Saale
Telefon: 09771 65-1327
Telefax: 09771 65-1820
E-Mail: kommunikation(at)rhoen-klinikum-ag.com