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RHÖN-KLINIKUM AG | 30.06.2006

Qualitätsbericht 2005 vorgelegt

Subsidiaritätsprinzip als Handlungsmaxime

Bad Neustadt a. d. Saale, den 30. Juni 2006 ------ Die RHÖN-KLINIKUM AG legt am 30. Juni 2006 ihren Qualitätsbericht für das Berichtsjahr 2005 vor. Gleichzeitig erscheinen die Qualitätsberichte ihrer Konzernkliniken. Die Veröffentlichung von Qualitätsberichten war für die deutschen Akutkrankenhäuser erstmals im Jahre 2005 für das Berichtsjahr 2004 gesetzlich vorgeschrieben. Die RHÖN-KLINIKUM AG und alle ihre Konzernkliniken veröffentlichen über diese Pflicht hinaus einen jährlichen Qualitätsbericht, da die durch die Berichterstattung erzeugte Transparenz und Verbindlichkeit zu den Grundelementen ihres Qualitätsmanagements gehört.

Der Konzern-Qualitätsbericht fasst zum einen die wesentlichen Aussagen und Informationen der Klinikberichte zusammen und legt damit im Überblick Rechenschaft über die Aktivitäten und Ergebnisse medizinischen Qualitätsmanagements im RHÖN-KLINIKUM Konzern und seinen Konzernkliniken im Jahre 2005 ab.

Für das Qualitätsmanagement im Jahre 2005 galten die zuvor definierten Grundsätze unverändert: "Gefühlte" Qualität reicht nicht aus, sondern Qualität muss planbar und sichtbar gemacht werden im Sinne der Verlässlichkeit und der Verbindlichkeit. Qualitätsmanagement wird in der RHÖN-KLINIKUM AG als integraler Bestandteil der klinischen Arbeit angesehen. Die Sicherung der Behandlungsqualität erfolgt auf drei Ebenen: der Abteilungsebene, der Klinikebene und der Konzernebene. Dabei liegt die wesentliche inhaltliche Verantwortung bei den Abteilungen und Kliniken. Das Qualitätsmanagement des Konzerns arbeitet überwiegend subsidiär.

Das Jahr 2005 stand im Zeichen der Routinisierung und des Verbindlichmachens der eingeführten Instrumente. Zur breiten Anwendung kommen vorrangig vier Werkzeuge: die systematische Ergebnismessung, die Prozessbeschreibung, die Arbeit in fachspezifischen konzernweiten Qualitätszirkeln und die interne und externe Berichterstattung.

Qualitätsergebnismessung: Es wurde eine Systematik etabliert, in jedem Fach sowie fachübergreifend ausgewählte Qualitätsindikatoren routinehaft und verbindlich zu erheben, um diese anschließend klinikintern zu bewerten und Konsequenzen abzuleiten. Hauptfunktion der Indikatoren ist es, systematisch Verbesserungsprozesse anzustoßen. Die Kliniken haben in ihren Qualitätsberichten in zum Teil erheblichem Umfang qualitätsrelevante Messergebnisse präsentiert – im Unterschied zum Gros der im vergangenen Jahr in Deutschland erschienenen gesetzlich vorgeschriebenen Qualitätsberichte.

Prozessbeschreibung: In allen Kliniken wird an der Standardisierung wichtiger Prozesse beziehungsweise klinischer Behandlungspfade gearbeitet, zum Beispiel in Zusammenhang mit Zertifizierungen, Rezertifizierungen oder der Bildung fachübergreifender Organisationseinheiten (interdisziplinäre Notaufnahme, Brustzentrum). Den Grundsätzen der Dezentralität folgend existieren keine konzernweiten, sondern nur abteilungsinterne und klinikinterne Pfade und Standards, die aber im Konzern zum Austausch zur Verfügung gestellt werden.

Qualitätszirkel: Die Qualitätszirkel stellen qualitätsbezogene Fachgruppen dar, die sich aus den Fachvertretern der Konzernkliniken zusammensetzen und sich etwa zweimal im Jahr treffen. Die Qualitätszirkel dienen der Weiterentwicklung fachbezogener Qualitätsindikatoren, der Abstimmung fachspezifischer Prozessbeschreibungen, der Organisation qualitätssichernder Weiterbildung und der qualitätsbezogenen Weiterentwicklung der Fachabteilungen.

Berichterstattung: Neben der Ergebnisdarstellung nutzen die Kliniken die Berichte dazu, nach innen und außen Transparenz herzustellen. Auch orientieren sich klinikindividuelle Zielplanungen an den dort angekündigten Qualitätsmanagementprojekten. Entsprechend wurden im Jahre 2005 unter der Moderation des Konzern-Qualitätsmanagements in jeder Konzernklinik Zielvereinbarungen zu qualitätsrelevanten Projekten getroffen.

Der Konzernbericht und alle Einzelberichte sind vom 30. Juni 2006 an als PDF im Internet unter www.rhoen-klinikum-ag.com/qb/ abzurufen und in fast allen Kliniken auch als Druckversion erhältlich. Die Deklaration zur Generierung der Messergebnisse findet sich ebenfalls im Internet.

Die RHÖN-KLINIKUM AG ist der führende deutsche private Krankenhausbetreiber mit dem Schwerpunkt auf Akutkrankenhäusern. Sie hat im Jahre 2005 ihr Wachstum fortgesetzt. Der Konzern verfügte zum 31.12.2005 über 41 Kliniken. Im Jahre 2005 wurden 410.585 Patienten akutstationär, 529.860 Patienten ambulant und 8.931 Patienten in der Rehabilitation und in sonstigen Bereichen behandelt. Nach der Integration der Frankenwaldklinik Kronach, des Heinz-Kalk-Krankenhauses Bad Kissingen und des Universitätsklinikums Gießen und Marburg werden 45 Kliniken an 34 Standorten mit 14.620 Betten beziehungsweise Plätzen betrieben, und es sind 30.967 Mitarbeiter beschäftigt.
RHÖN-KLINIKUM AG
Prof. Dr. Martin L. Hansis
Bereichsleiter Qualitätsmanagement/Konzern
Schlossplatz 1
97616 Bad Neustadt a. d. Saale