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RHÖN-KLINIKUM AG | 19.05.1999

Presseinformation

1998: * Aufwärtstrend erneut bestätigt
1999: * 10jähriges Börsenjubiläum
* Umsatz-Milliardengrenze wird deutlich überschritten
* Derzeit mit 18 Kliniken in 7 Bundesländern vertreten
* Investitions- und Innovationskraft als Säulen des Erfolges
2000 ...
und mehr: * Die Zukunft nicht auf morgen vertagen
* Positive Perspektiven sind Resultate gegenwärtigen Handelns

Bad Neustadt a.d. Saale/Frankfurt am Main, den 19. Mai 1999 -------- Auf der diesjährigen Bilanzpressekonferenz in Frankfurt am Main konnte der börsennotierte Klinikkonzern aus der Rhön mit Zahlen aufwarten, die für sich sprechen: Die Kennziffern Umsatz, Jahresüberschuß und Cash-Flow sind die Fakten, an die sich der private Krankenhausbetreiber hält - und sie weisen wiederum allesamt nach oben.

Aus dem Vergleich mit dem Vorjahr ergeben sich - wie auch in den vergangenen Jahren - für Umsatzerlös und Ertrag jeweils zweistellige Zuwachsraten. Die Eigenkapitalrendite stieg auf 20,2 (Vj.: 16,9) Prozent. Das Ergebnis je Aktie (nach DVFA/SG) wird mit 9,40 (Vj.: 8,50) DM beziffert. Besonders ins Auge fällt die Steigerung des Konzern-Umsatzes um 11,2 Prozent auf 962,9 (Vj.: 866) Mio. DM, die höher als angenommen ausgefallen ist. Beim Konzern-Jahresüberschuß ergab sich ein überproportionaler Anstieg um 32,4 Prozent auf 74,3 (Vj.: 56,1) Mio. DM; darin sind bereits im Vorjahr angekündigte Sondereinflüsse, wie z.B. Auflösung einer Rückstellung für Pflegesatzrisiken, enthalten.

Die AG-Umsatzerlöse weisen im Verhältnis zum Vorjahr mit 213 (Vj.: 204,6) Mio. DM einen leichten Anstieg auf. Der AG-Jahresüberschuß beläuft sich auf 42,5 (Vj.: 37,5) Mio. DM.

Aufgrund der Ergebnisverbesserung in AG und Konzern wird der Vorstand den Aktionären auf der Hauptversammlung am 15. Juli ’99 den Vorschlag unterbreiten, die Dividende um je 0,15 DM für die Stammaktien auf 1,60 (Vj.: 1,45) DM und für die Vorzugsaktien auf 1,70 (Vj.: 1,55) DM zu erhöhen.

1998 - ein ereignisreiches Jahr für den Klinik-Konzern

1998 war ein ereignisreiches Jahr: 25 Jahre RHÖN-KLINIKUM am Standort Bad Neustadt, erste Roboter-Bypass-Operation in Leipzig, Symposium "Das Krankenhaus der Zukunft" in Leipzig, Klinikübernahmen - all dies sorgte für reichlich Publicity und schlug sich auch im Goodwill für den Klinikkonzern aus der Rhön nieder.

Die neu hinzu gewonnenen Krankenhäuser, die Klinik Waltershausen-Friedrichroda sowie die Kliniken Herzberg und Osterode trugen mit 56,3 Mio. DM zum Umsatzwachstum bei. Die Zahl der im Konzern behandelten Patienten stieg insbesondere durch diesen Faktor auf 195.968 (Vj.: 165.272) Fälle. Die RHÖN-KLINIKUM AG hat sich mit dieser Strategie, Einrichtungen der Grund- und Regelversorgung mit einer Kapazität ab 200 Betten in ihr Klinikspektrum aufzunehmen, ein neues Marktsegment erschlossen.

Internes Wachstum von jeweils rund 12 Mio. DM resultierte im Betrachtungszeitraum vor allem aus drei Bereichen:

1. dem Ausbau der Tagesklinik und des Zentrum für Knochenmarktransplantation an der Deutschen Klinik für Diagnostik
2. der nochmals erhöhten Auslastung des Herzzentrum Leipzig
3. der Eröffnung der Abteilung für Querschnittgelähmte an der Zentralklinik Bad Berka.

Trendfaktoren für 1999:

  • Weitere Übernahmen stehen ins Haus und steigern das Wachstum
  • Investitionen und Innovationen verbessern die Ertragslage
  • operatives Ergebnis in Vorjahreshöhe angestrebt

Für 1999 ist das deutliche Überschreiten der Umsatz-Milliardengrenze inzwischen zur sicheren Gewißheit geworden. Vor allem durch den Erwerb des Park-Krankenhaus Leipzig-Südost, des Kreiskrankenhaus Freital sowie aktuell durch die Übernahme des Städtischen Krankenhauses St. Barbara Attendorn weist die Umsatzentwicklung bereits jetzt deutlich über diese Marke hinaus. Während im Februar diesen Jahres die Umsatz-Trendprognose für 1999 auf 1.120 Mio. DM kam, muß diese Schätzung nun schon wieder nach oben korrigiert werden: 1.155 Mio. DM Umsatz sind unter Berücksichtigung von Attendorn realistisch geworden. Weitere Übernahmeangebote stehen noch im Raum und werden im Laufe dieses Jahres ggf. für zusätzliche Bewegung bei den Zahlen sorgen. Bis dato ist die RHÖN-KLINIKUM AG mit 18 Einrichtungen in sieben Bundesländern vertreten, Tendenz steigend.

1999 steht auch für 10 Jahre RHÖN-KLINIKUM AG an der Börse und bietet Anlaß, die Aktienentwicklung Revue passieren zu lassen: Ein Anleger, der 1989 für DM 50.000,- 100 Stück Vorzugsaktien à 50 DM erwarb, besaß zehn Jahre später DM 398.310,- bzw. 2.343 Stück Vorzugsaktien à 5 DM.

Investitionen sind der Dreh- und Angelpunkt der Geschäftsphilosophie des Klinik-Konzerns aus der Rhön. Ohne Krankenhausübernahmen sind 110 Mio. DM, davon 40 Mio. DM Regelinvestitionen, für 1999 vorgesehen. Die verbleibenden 70 Mio. DM fließen vor allem in Bauprojekte an der Deutschen Klinik für Diagnostik, der Zentralklinik Bad Berka, der Klinik Waltershausen-Friedrichroda, der Klinik in Herzberg sowie in das Park-Krankenhaus Leipzig-Südost. Bis zum heutigen Tag sind durch Übernahmen zusätzliche Investitionen in Höhe von 76,5 Mio. DM disponiert, so daß sich aktuell eine Summe von 186,5 Mio. DM ergibt.

Der Marktanteil der RHÖN-KLINIKUM AG liegt in Bezug auf die Akutkrankenhäuser augenblicklich noch bei 1 Prozent. Geht man jedoch eine Ebene tiefer, zeigt sich bereits ein verändertes Bild: Auf dem Gebiet der Herzchirurgie ist ein 12 prozentiger Anteil an Herzoperationen unter dem Einsatz der Herz-Lungen-Maschine zu verzeichnen, bei Herzkatheteruntersuchungen und Ballondilatationen sind es je 4 Prozent.

"Neue Technologien erfordern zunächst ein hohes Maß an finanziellem Einsatz, der sich jedoch - wenn die Rechnung stimmt - in Schritt eins amortisiert und im Schritt zwei Gewinn abwirft. Diesem Prinzip stehen viele im Krankenhausbereich mit Vorbehalten gegenüber. Schließlich wurde über Jahrzehnte hinweg der non-profit-Charakter dieses Dienstleistungssektors herausgestrichen" so Vorstandsvorsitzender Eugen Münch heute auf die Frage nach dem Grund des Erfolgs seines Klinikkonzerns, vor allem in Zeiten leerer Kassen. Wie ein wirtschaftlich orientiertes Krankenhaus Investitionen in die Zukunft tätigt, sei an drei prägnanten Beispielen erläutert, die in 1999 von Bedeutung sind:

Die DKD Deutsche Klinik für Diagnostik feiert in diesem Jahr 10 Jahre Kindertagesklinik und 5 Jahre Erwachsenentagesklinik. Das hiermit verbundene Pilotprojekt wurde von einer Langzeitstudie im Auftrag des hessischen Gesundheitsministeriums begleitet. Diese kürzlich veröffentlichte Analyse zeigt die sozialen und finanziellen Vorteile der tagesklinischen Schiene gegenüber der stationären Aufnahme auf. Die Tagesklinik an der DKD gilt somit als richtungsweisend, wenn es darum geht, neue, effizient arbeitende und gleichzeitig patientenschonende Strukturen im Gesundheitswesen zu schaffen. Die finanzielle Entlastung der Bevölkerung bei gleichzeitiger Verbesserung der medizinischen Versorgung ist kein Widerspruch, sondern wird tagtäglich in unseren Häusern praktiziert.

Im Herzzentrum Leipzig wurde im Februar 1999 der weltweit erste Experimental-OP für die Entwicklung des Roboter-Einsatzes in der Herzchirurgie sowie für neue Formen der Intervention in der Kardiologie in Betrieb genommen. Dies ist ein "Schritt in das nächste chirurgische Jahrhundert", wie Prof. Dr. med. Friedrich-Wilhelm Mohr dieses Medienereignis definierte. Der Entschluß der RHÖN-KLINIKUM AG zu diesem Schritt basierte auf der Überlegung, Freiräume für die Weiterentwicklung der Roboter-Chirurgie zu schaffen und gleichzeitig den ‘normalen’ OP- Ablauf störungsfrei zu halten.

Die Zentralklinik Bad Berka vereint Tradition und Innovation in vorbildlicher Weise. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude wurde in den 90er Jahren in einen modernen Klinikkomplex umgewandelt. Hier werden in einzigartiger Architektur und besonderem Ambiente gebündeltes medizinisches Know-how und neue Diagnose- und Therapiekonzepte unterstützt durch hochmoderne medizinische High-Tech-Ausrüstung umgesetzt. Im März 1999 konnte das Diagnostikzentrum der Zentralklinik Bad Berka ein weiteres Großgerät vorstellen: Ein Positronen-Emmissions-Tomograph (PET) verfolgt den ‘Dialog der Moleküle’ im Körper und gelangt insbesondere bei onkologischen Krankheiten zu einem früheren und präziseren Befund als herkömmliche Untersuchungsverfahren. Unnötige Behandlungskosten, die sonst aus Fehldiagnosen oder Spätdiagnosen resultieren, werden eingespart.

Konzerninterne Weiterbildungsmaßnahmen tragen erste Früchte. Das Management-Trainee-Programm ist in Kürze für die erste Mitarbeitergeneration abgeschlossen und der Führungsnachwuchs wird an den vorgesehenen Stellen zum Einsatz kommen.

1999 wird die Steigerung des operativen Ergebnisses und des Jahresüberschusses leicht unter der Umsatzsteigerung liegen. Die Dividendenausschüttung wird für die Aktionäre zufriedenstellend ausfallen und sich an dem Dividendenresultat der Hauptversammlung 1999 orientieren.

Unternehmensziele zum Jahrtausendwechsel: 

  • Die Zukunft des Krankenhaussektors liegt im Jetzt und Heute
  • Zweistellige Zuwachsraten bei Umsatz und Ertrag gelten als sichere Perspektive

Das 21. Jahrhundert hat in den Häusern der RHÖN-KLINIKUM AG längst begonnen. Die Konzernleitung hat vorausschauend gedacht und in den medizinischen und medizin-technischen Fortschritt und neue wirtschaftliche Konzepte investiert. Diese Linie wird auch in Zukunft beibehalten. Das börsennotierte Unternehmen schwimmt dort gegen den Strom der Gesundheitspolitik, wo diese die Interessen der Patienten langfristig sowieso nicht überwinden kann, und bietet gute und preiswerte Lösungen an. Rationalisierung statt Rationierung lautet hier die Devise, eine progressive statt regressive Gangart ist angesagt. Dennoch: Staatliche Restriktionen führen dazu, daß wir als bewegliche private Betreiber von Krankenhäusern mit Kreativität und Investitionsfähigkeit beginnen, die Entwicklungsrichtung zu beeinflussen. Diese Tendenz wird sich solange verstärken, wie es uns gelingt, die Interessen der Bewohner dieses Landes besser zu treffen als dies den öffentlich-rechtlichen Zwängen unterliegenden Krankenhäusern gelingt.

Die Prognosen der RHÖN-KLINIKUM AG haben eine Eigenart: Sie blieben stets verhalten optimistisch und mußten in der Vergangenheit immer wieder nach oben korrigiert werden. Diese Understatement-Performance ist zum Markenzeichen der Unternehmensphilosophie avanciert. In den nächsten Jahren geht der Vorstand von einem zweistelligen Umsatz und Ergebniswachstum aus.

Wichtig ist aus der Sicht von Eugen Münch, "die Zukunft nicht auf morgen zu vertagen. Wir leben, arbeiten und handeln hier und jetzt und heute. Alles, was in der augenblicklichen Gegenwart bewegt wird, zeigt sich in naher Zukunft in seinen Auswirkungen. Statisch gesicherte Besitzstände sind Illusionen. Sie werden von den gedanklichen und Tatsachen schaffenden Entwicklungen der anderen überholt. Deshalb bleiben wir auf der Straße der Innovation und ständigen Veränderung."

Im Jahr 2000 ist Halbzeit für ‘unsere’ Studenten des Diplom-Studiengangs ‘Gesundheitsökonomie’. Der im Herbst 1998 in Kooperation mit der Universität Bayreuth und der Techniker Krankenkasse eingeführte Studiengang dient dazu, dem Führungsnachwuchs im Konzern ‘auf die Sprünge zu helfen’. Bereits jetzt zeichnet sich ab, daß diese Kombination aus Ökonomie und Medizin von den Studenten als chancenträchtiges Berufsbild angenommen wird. Mit diesen jungen Menschen ist die Verwirklichung eines an modernen Wirtschaftsprinzipien orientierten Krankenhausmanagements möglich.

Dies ist jedoch nicht der einzige Beitrag, den die RHÖN-KLINIKUM AG in Sachen Zukunft leistet:

  • Es gilt F & E unter gezieltem Ressourcen-Einsatz zu optimieren und Mittel am richtigen Ort, zur richtigen Zeit und beim richtigen Thema zu plazieren, um die vorhandenen Mittel auf das Ziel einer humanen, qualitätsvollen und preiswerten Leistung zu fokussieren. Neuen patientenschonenden OP-Konzepten (z.B. minimal invasive Chirurgie), Untersuchungs- und Behandlungsmethoden stehen wir offen gegenüber.
  • Die Vision des rationellen und menschlichen Krankenhauses läßt sich noch stärker als bisher in die Tat umsetzen.

 

RHÖN-KLINIKUM AG
Kontakt: Dr. Irmgard Stippler
Bereichsleiterin Unternehmenskommunikation
Schlossplatz 1
97616 Bad Neustadt/Saale
Telefon: (09771) 65-1321
Telefax: (09771) 65-1306
E-Mail: irmgard.stippler(at)rhoen-klinikum-ag.com