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RHÖN-KLINIKUM AG | 28.07.2011

Marburger Partikeltherapieanlage sollte jetzt Forschung dienen – Technik erlaubt derzeit keinen klinischen Dauerbetrieb – Neue Wege in der Krebsbekämpfung durch Comprehensive Cancer Center

Bad Neustadt a. d. Saale, den 28. Juli 2011 --- „Der Behauptung des hessischen SPD-Landtagsabgeordneten Dr. Thomas Spies, wonach die Marburger Partikeltherapieanlage für Patienten zur Verfügung gestellt werden könnte, müssen wir entschieden widersprechen: Ein klinischer Dauerbetrieb ist derzeit technisch nicht möglich“, sagte heute der Sprecher der RHÖN-KLINIKUM AG, Hans-Jürgen Heck, und verwies auf die gemeinsame Presseerklärung der Siemens AG und der RHÖN-KLINIKUM AG von vergangener Woche Montag. „Die Anlage kann aber und sollte der Forschung dienen.“

Die Behauptung des Abgeordneten, Betrieb oder Nicht-Betrieb sei nur eine ökonomische Frage der Gewinnerwartung, entbehrt jeder Grundlage. „Wir bedauern zutiefst, diese Form der Strahlentherapie, die wir jahrelang begleitet haben, nicht anbieten zu können. Wir hätten unsere Patienten gerne mit diesem neuen Verfahren behandelt. Aber die notwendigen technischen Voraussetzungen für den klinischen Routinebetrieb ließen sich nicht herstellen“, so Heck.

Der Partner der RHÖN-KLINIKUM AG hatte zur Partikeltherapie folgendes erklärt: „Die Partikeltherapie ist eine Pioniertechnologie der medizinischen Forschung“, so Hermann Requardt, CEO des Sektor Healthcare der Siemens AG. „Im Verlauf der Entwicklungsarbeit haben wir jedoch festgestellt, dass wir bei der wirtschaftlichen Umsetzung dieser Technologie in der Breitenversorgung zu ambitioniert waren. Daher wollen wir uns jetzt stärker auf die Forschung konzentrieren. In diesem Sinne haben wir gemeinsam eine neue Vertragsgrundlage definiert, in der die Anlage in Marburg ausschließlich als Forschungs- und Entwicklungsanlage für Siemens dient“.

Heck: "Wir bedauern sehr diese Einschätzung von Siemens, dass eine klinische Versorgung nicht möglich ist, hoffen aber, dass die nunmehr fertig errichtete Anlage für Forschungszwecke genutzt werden kann. Darauf arbeiten wir hin. Im Übrigen hat Siemens heute mitgeteilt, dass der Sektor Health Care für die Zukunft plant, den Schwerpunkt der Partikeltherapieprojekte in erster Linie auf die Forschung zu legen.“

Nach Aussage des Konzernsprechers gehe die RHÖN-KLINIKUM AG, vom Universitätsklinikum Gießen und Marburg aus, mit der von ihr initiierten bundesweiten Initiative Comprehensive Cancer Center (CCC) neue Wege in der Krebsbekämpfung. „Wir freuen uns, bei diesem zukunftsweisenden Projekt mit Siemens einen zuverlässigen Partner an unserer Seite zu haben“, so Heck. „Unser Ziel ist es, allen unseren Patienten in Deutschland, auch in ländlichen Gebieten, die Versorgungsqualität einer Uniklinik zu ermöglichen. Durch sein breites Produktspektrum sowie durch leistungsstarke telemedizinische Anwendungen kann uns Siemens dabei hervorragend unterstützen.“ Um diesem Ziel einen wichtigen Schritt näher zu kommen, sollen im Rahmen des CCC-Projektes neben der Bereitstellung von innovativen IT-Lösungen, wie z.B. die Elektronische Patientenakte sowie ärztliche Kommunikationsplattformen für die Telemedizin, vor allem Verfahren in der Krebsdiagnostik und -therapie gemeinsam weiterentwickelt werden.

RHÖN-KLINIKUM AG
Hans-Jürgen Heck
Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Konzern
Schlossplatz 1
97616 Bad Neustadt a. d. Saale
Telefon: 09771/ 65 - 1322
Telefax: 09771/ 65 - 1820
E-Mail: hans-juergen.heck@rhoen-klinikum-ag.com