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RHÖN-KLINIKUM AG | 15.08.2002

Hochwasser in Sachsen - Patientenversorgung gesichert - Konzernverbund bewährt sich - Mitarbeiter stehen zusammen

Leipzig / Freital / Dippoldiswalde, den 15. August 2002 ----- Die Rhön-Klinikum AG hat mit ihrer Tochtergesellschaft, dem Krankenhaus Freital, ein Krankenhaus im sächsischen Katastrophengebiet. Die vom Montag bis vergangene Nacht ständig steigenden Wassermassen des Flusses Weißeritz, der wenige Meter vom Krankenhaus zu normalen Zeiten als Bach vorbeifließt und nun einen um 5 Meter höheren Pegel erreichte und damit zum reißenden Strom wurde, zwangen die Geschäfts- und Konzernleitung, das Klinikum stillzulegen und die Patienten zu evakuieren.

In einer beispiellosen Aktion der Klinik-Mitarbeiter, die das Krankenhaus selbstlos und bis an die Grenzen der Erschöpfung - teilweise unter Verlassen und Riskieren eigenen gefährdeten Hab und Gutes - mit Unterstützung der Katastrophenhelfer (Freiwillige Feuerwehr Freital, Deutsches Rotes Kreuz, Polizei, Landkreis, Stadt, Bundesgrenzschutz sowie der Bundeswehr) und sogar durch spontan angebotene Hilfe und aktiven Einsatz der Nachbarn des Krankenhauses, wurde es möglich, alle nicht entlassbaren, im Hause befindlichen 262 Patienten – ihrer Pflegebedürftigkeit entsprechend - schadlos in sichere und qualifizierte Obhut zu bringen sowie das Keller- und Erdgeschoß der Klinik soweit als möglich zu beräumen.

Dank der guten Verbindung mit der Universitätsklinik der Technischen Universität Dresden wurden einige besonders schwierige Intensivpatienten von dieser übernommen. Weitere intensivpflichtige Patienten wurden in das Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt sowie die Bavaria Klinik Kreischa verlegt. Weitere Patienten wurden in der nahe gelegenen konzerneigenen Klinik in Dippoldiswalde aufgenommen. Die Klinik in Dippoldiswalde, die ebenfalls im Katastrophengebiet liegt, bekam zusätzlich infolge des Hochwassers ein Problem mit dem Trinkwasser. Dieses konnte dank umsichtigem Verhalten von Mitarbeitern und den konzernweit eingesetzten Verbindungen gelöst werden.

Die „normalpflegebedürftigen“ Patienten wurden in das Berufsschulzentrum Freital-Burgk verbracht. Diese 144 Patienten wurden nach einer dort verbrachten Nacht - nachdem auch dort die Trinkwasserversorgung nicht mehr gegeben war - unversehrt mit Spezial-Großraumtransportflugzeugen der Bundeswehr und Großhubschraubern nach Leipzig geflogen und in der überwiegenden Zahl (111 Patienten) vom ebenfalls dem Konzern angehörenden Park-Krankenhaus, das vor weniger als einem halben Jahr in einen Neubau gezogen ist, übernommen.

Daneben wurden 10 Intensivpatienten aus Dippoldiswalde aufgrund der dortigen – ebenfalls prekären Situation – hier aufgenommen. Die - noch vom eigenen Umzug erfahrenen Mitarbeiter des Park-Krankenhauses - haben die Patienten, obwohl auch dieses Haus voll belegt, aber als Neubau über ein großzügiges Raumangebot verfügt, mit musterhaftem Einsatz aufgenommen.

Das Krankenhaus Freital unterhält dennoch – heute noch im Berufsschulzentrum, ab morgen im Krankenhaus Freital - kontinuierlich eine Notaufnahme für ärztliche Hilfe benötigende Patienten.

Der Vorstandsvorsitzende, Eugen Münch, erklärte, dass die bisherige Beobachtung bei der Bewältigung der Katastrophensituation eindeutig zeigt, welche enormen Leistungen mit qualifizierten und hilfs- und leistungsbereiten Mitarbeitern und umsichtigen, verantwortungsbewussten Führungskräften möglich sind. Der im elektrotechnisch und elektronischen Bereich entstandene Schaden ist versicherungsgedeckt, die zweifellos entstandenen Schäden am Gebäude (Wasser im Mauerwerk) werden mit den eingeleiteten Maßnahmen in Grenzen gehalten. Der Betriebsausfall reduziert sich durch die Leistung, die von den Schwesterkliniken zusätzlich erbracht werden. Trotzdem wird der verbleibende Schaden nicht unter 1 Mio. € liegen. Die Konzernleitung geht weiter davon aus, dass es ihr gelingt, das Vorjahresergebnis zu erreichen.

Wie der aktuellen Berichterstattung zu entnehmen war, hat sich inzwischen auch für Dresden die Hochwassersituation zugespitzt. Der Vorstandsbereich Sachsen der RHÖN-KLINIKUM AG hat deshalb bereits gestern den zuständigen Stellen des Universitätsklinikums Dresden, der Stadt Dresden und der Bundeswehr das Angebot zur Aufnahme von Patienten unterbreitet, damit diese nicht in zu weit von ihrem Wohnort gelegene Kliniken verbracht werden müssen. Die ersten intensivbehandlungbedürftigen Patienten werden bereits seit Stunden in den konzerneigenen Kliniken Herzzentrum Leipzig – Universitätsklinik – und Park-Krankenhaus betreut. Für die Mittagsstunden wurden in den Leipziger Konzernkliniken weitere Patienten aus Dresden angekündigt. Insgesamt wurde angeboten, regulär in den Leipziger Konzern-Kliniken Herzzentrum, Park-Krankenhaus Somatik und Psychiatrie sowie Soteria-Klinik bis zu 184 Patienten unterzubringen und weitere 325 durch Einsatz von Feldbetten aufnehmen zu können. Zusätzlich wurde die Nutzung des alten Klinikgeländes in Dösen angeboten, wenn hierzu entsprechend Personal von Dresden mit abgestellt wird.

Fotos von der Hochwassersituation rund ums Freitaler Krankenhaus können per e-mail - sallwey(at)rhoen-klinikum-ag.com - angefordert werden.

Im Auftrag der
RHÖN-KLINIKUM AG
Vorstandsbereich Sachsen
Strümpellstr. 39
D 04289 Leipzig