English
A A A
Bereichsnavigation
Vorherige
RHÖN-KLINIKUM AG | 19.07.2000

Hauptversammlung

1999:
Erfolgreicher Abschluss für 1999 / Geschäftsstrategie des qualifizierten Wachstums erneut bestätigt / Dividendenausschüttung von 0,33 EUR je Stamm- und 0,35 EUR je Vorzugsaktie

2000:
Guter Start ins Jahr 2000 / Halbjahresergebnisse im geplanten Wachstumskorridor / Umsatzsteigerung um 14 % / Ergebnis nach Steuern + 22,5 % / Zahl der behandelten Patienten um 16,5 % erhöht / Ausblick Gesamtjahr 2000: Umsatzerlöse bei 660 Mio EUR / Überproportionale Erlös- und Cash-Flow-Entwicklung

Zukunftsstrategie:
Spitzenposition behaupten und ausbauen / Fortsetzung der Akquisitionsstrategie / Privatisierungsstau bei öffentlichen Krankenhäusern / Modell "Public-private Partner-ship sui generis" für Übernahmen / Karriere-Plattform für Führungskräfte / Durch aktives Change Management zu "Distance Medicine"

Bad Neustadt a.d. Saale/Frankfurt am Main, den 19. Juli 2000 ----- Mit einer kräftigen Steigerung nahezu aller betriebswirtschaftlichen Kennziffern verwies der Klinikkonzern aus der Rhön auf der heutigen Hauptversammlung in Frankfurt auf den erfolgreichen Abschluss des Geschäftsjahres 1999: Umsatzsteigerung um 25 % auf 615,8 (Vj.: 492,3) Mio EUR, Erhöhung des Konzernüberschusses um 23 % auf 46,9 (Vj.: 38 ) Mio EUR, Verbesserung des DVFA/SG-Ergebnisses um 10,1 % auf 45,8 (Vj.: 41,6) Mio EUR, insgesamt 277.550 (+42 %; Vj.: 194.900) Patientenbehandlungen in den Kliniken des Konzerns. "Seit über einem halben Jahrzehnt haben wir alljährlich zweistellige Zuwachsraten erreicht. Das Umsatzwachstum im abgelaufenen Geschäftsjahr resultierte zu 85 % aus 1999 realisierten Krankenhausübernahmen, dennoch kam das "Sahnehäubchen" beim Ertrag aus bereits längerfristig zum Konzern gehörigen Einrichtungen. Diese erfreuliche Entwicklung bestätigte erneut unsere Strategie des qualifizierten Wachstums", so Eugen Münch, Vorstandsvorsitzender der RHÖN-KLINIKUM AG.

Den Ausführungen des Vorstands war zu entnehmen, dass die Akquisitionen des abgelaufenen Geschäftsjahres aufgrund bekannt ungünstiger Kostenstrukturen allerdings 1999 (noch) nicht zum Ertragswachstum beigetragen haben. In Korrelation zu den Klinikübernahmen entwickelten sich die Mitarbeiterzahlen: Die Zahl der Mitarbeiter stieg bis zum Jahresende 1999 um 41 % auf 9.145 (Vj.: 6.459).

Die Aktionäre begrüßten die jeweils um 21 % gestiegene Dividende von je 0,33 EUR je 1-EUR-Stück-Stammaktie und je 0,35 EUR je 1-EUR-Stück-Vorzugsaktie.

Halbjahresergebnisse liegen im geplanten Wachstumskorridor

In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres wurde die positive Wachstumsstrategie erneut bestätigt. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres konnten die Umsatzerlöse um 14 % auf 327,9 (Vj.: 287,9) Mio EUR gesteigert werden. Das Leistungs- und Umsatzwachstum ist vorrangig auf die Übernahmen im Jahresverlauf 1999 zurückzuführen. "Bei den meisten unserer schon länger im Klinik-Portfolio befindlichen Häuser ist das Wachstum zum einen durch hohe Kapazitätsauslastung begrenzt und zum anderen durch eine faktische Erlösbegrenzung auf 2 % eingeschränkt (Grundsatz der Beitragssatzstabilität)", erläuterte Manfred Wiehl, Finanzvorstand des Klinik-Konzerns. Das Halbjahresergebnis nach Steuern wird mit 29,9 (+ 22,5 %; Vj.: 24,4) Mio EUR ausgewiesen. Die Zahl der behandelten Patienten nahm um 16,5 % auf 157.806 (Vj.: 135.445) zu. Zum 30. Juni 2000 waren im Konzern 9.038 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

Ausblick Gesamtjahr 2000

Für das gesamte Geschäftsjahr erwartet die Konzernleitung – ohne Berücksichtigung weiterer möglicher Übernahmen von Krankenhäusern – Umsatzerlöse in Höhe von 660 Mio EUR, da erfahrungsgemäß die Wachstumskurve aufgrund spezifischer Gegebenheiten im Krankenhaus im dritten Quartal vergleichsweise zum ersten Halbjahr etwas flacher verläuft. "Insgesamt gehen wir davon aus, dass wir im Jahr 2000 eine im Verhältnis zu den Umsatzerlösen überproportionale Steigerung von Ertrag und Cash-Flow erreichen", so Wiehl.

Zukunftsstrategie – Spitzenposition behaupten und ausbauen

Wie bereits vielfache Praxis in den Vorjahren, sind auch für das Jahr 2000 – und darüber hinaus – erhebliche "Investitionen in die Zukunft" geplant. Das umfasst ebenso die Investitionen zur permanenten Überholung, Aufrüstung oder Erweiterung der bereits im Klinik-Portfolio befindlichen Häuser als auch die Akquisition neuer Einrichtungen.

Über die Investitionen in "materielle Einrichtungen" hinaus wird im Konzern permanent zukunftsträchtig in Know-How und Leistungsqualität investiert. "Mit unserem patienten- und qualitätsorientierten Leistungsangebot haben wir uns frühzeitig gegenüber unseren Wettbewerbern abgegrenzt und einen hohen Rang im Markt der Krankenhaus-Versorgungsleistungs-Anbieter erreicht. Diese Spitzenposition wollen wir behaupten – und soweit es von uns abhängig und beeinflussbar ist – weiter ausbauen", erklärte Münch. Beispiele für diese Art der Investitionen finden die Aktionäre im aktuellen Geschäftsbericht. Rechtzeitig zur Hauptversammlung wurde auch der Umweltbericht 1999 vorgelegt.

Privatisierungsstau bei öffentlichen Krankenhäusern

Die Akquisitionsstrategie wird seitens der RHÖN-KLINIKUM AG fortgesetzt. Derzeit werden mit unterschiedlicher Intensität Übernahmeverhandlungen mit sehr vielen öffentlichen Trägern geführt. "Wir stehen vor einem Übernahmestau", erklärte Münch und erläuterte die politischen und sonstigen Umfeldbedingungen, die bei der Privatisierung von Krankenhäusern zunehmend eine Rolle spielen und die durch erfolgreich praktizierte Übernahmen durch den RHÖN-KLINIKUM Konzern mit be-einflusst werden. "Da wir zur Speerspitze der Privatisierung im Gesundheitswesen gehören, laufen natürlich alle Gegner an den Stellen zusammen, an denen wir in Verhandlungen eintreten und aktiv werden. Da es aber keine Alternativen zu unseren oder ähnlichen Lösungsansätzen gibt, wird die Kraft des Faktischen nicht aufzuhalten sein. In diesem Prozess kommt uns also so etwas Ähnliches wie die Rolle des Technologieführers oder des Wegbereiters zu", meinte er lakonisch und ergänzte: "Dies eröffnet zwar Gestaltungsfreiräume, verbraucht aber auch viel Kraft, Zeit und Kreativität."

An Letzterem mangelt es dem RHÖN-KLINIKUM Vorstand nicht: Münch skizzierte einen neuen Lösungsansatz.

Modell "Public-private Partnership sui generis" für Übernahmen

Das Modell einer "Public-private Partnership sui generis" hat der RHÖN-KLINIKUM Vorstand als neue Lösungsalternative für Übernahmen von öffentlichen Krankenhäusern entwickelt: Kapital-Beteiligung (=Minderheitsbeteiligung) des bisherigen öffentlichen Trägers, der Führungskräfte und der Mitarbeiter des jeweiligen Krankenhauses an der neuen Gesellschaft sowie spätere Börsennotierung – möglicherweise mit regionaler Streuung - dieser Neugründung nicht ausgeschlossen. "Das hat den Charme der öffentlichkeitswirksamen Transparenz aller Geschehnisse von Anfang an und der leistungssteigernden Motivation durch Erfolgsbeteiligung", ist man bei der RHÖN-KLINIKUM AG überzeugt.

Karriere-Plattform für Führungskräfte

Der Erfolg und die Zukunftsträchtigkeit eines Unternehmens – auch des eigenen – sind nicht nur abhängig von der strategischen Konzeption, den finanziellen Ressourcen und sonstigen rein wirtschaftlichen Fakten, sondern vom Vorhandensein qualifizierter Führungskräfte und Mitarbeiter und dem diesbezüglichen Entwicklungspotenzial, weiß man im RHÖN-KLINIKUM.

Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen von Mitarbeitern sind Bestandteil der hauseigenen Tarifverträge. Zur Entwicklung von Nachwuchsführungskräften gibt es seit 1998 die Kooperation mit der Universität Bayreuth. Als Zukunfts-Plattform für den Medizinischen Bereich steht die Gründung einer Medizinischen Hochschule bevor. Neuorientierung gibt es auch auf der Vorstandsebene: "In Bekenntnis zur Dezentralität werden jedem Vorstandsmitglied, das für die regionale Krankenhaus-Leitung zuständig ist, künftig – je nach Größe des regionalen Gebietes – ein bis drei Bereichsleiter zur Seite gestellt. Die neue Bereichsleiterebene ist die Karriere-Plattform für die nächste Vorstands-Generation", war den Ausführungen des Vorstandsvorsitzenden zu entnehmen. "In diesem Bereich werden wir viel bieten, aber auch hart selektieren", kündigte Münch an.

Durch aktives Change Management zu "Distance Medicine"

Als großes und sehr wichtiges, zukunftsträchtiges Veränderungsprojekt wird der strategische Einsatz der neuen Kommunkationsmedien im RHÖN-KLINIKUM Konzern definiert. Derzeit erfolgt der konzerninterne Intranet-Ausbau. Davon verspricht sich die Konzernleitung völlig neue Denk- und Arbeitsweisen, die zunehmend in der praktischen Anwendung Platz greifen werden. Parallel hierzu wurde ein neues Konzept der Internet-Präsenz für den Klinikkonzern entwickelt. Beide Konzeptionen – miteinander verzahnt – dienen dem Ziel, via ‘Distance Medicine’ den virtuell Informations- und Behandlungssuchenden zukünftig real Antworten und Leistung mit hohen Qualitätsstandards zu bieten. "Wir werden uns von Informationshändlern dadurch unterscheiden, dass wir neben der virtuellen Welt in immer mehr Städten und Gemeinden mit unserem jeweiligen dort ansässigen Krankenhaus und mit der realen Arbeit, die dort gemacht wird, eine ‘Kathedrale’ haben, die man eben braucht, wenn die Zwiesprache mit dem Computer nicht mehr reicht – nämlich bei akutem Therapiebedarf im Krankheitsfall. Und der Tag kommt bei fast jedem", erklärte Münch abschließend.


RHÖN-KLINIKUM AG
Kontakt: Dr. Irmgard Stippler
Bereichsleiterin Unternehmenskommunikation
Schlossplatz 1
97616 Bad Neustadt/Saale
Telefon: (09771) 65-1321
Telefax: (09771) 65-1306
E-Mail: irmgard.stippler(at)rhoen-klinikum-ag.com