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RHÖN-KLINIKUM AG | 16.07.2003

Hauptversammlung 2003

2002: Umsatz 879,5 Mio € / Konzerngewinn 67,4 Mio € / 168,3 Mio € Investitionen / Operativer Cash-Flow 131,3 Mio / Gewinn 2,60 € je Stamm- und 2,62 € je Vorzugsaktie / Eigenkapital 429,4 Mio € / sieben neue Krankenhäuser in 2002 konsolidiert / 473.775 Patientenbehandlungen / 12.852 Mitarbeiter / Dividendenausschüttung von 0,58 € je Stamm- und 0,60 € je Vorzugsaktie

2003: Erstes Halbjahr - Umsatzerlöse mit 465,8 Mio € im Rahmen der Planungen / Konzerngewinn 36,5 Mio € / Ergebnis je Aktie 1,41 € / 63,5 Mio € Cash-Flow / Investitionen 31,9 Mio € / Eigenkapital 450,7 Mio € / 253.598 Patientenbehandlungen / 12.904 Mitarbeiter / Abrechnung bei 18 von 29 Kliniken derzeit nach DRGs (Fallpauschalen) bei neutralisierten Auswirkungen / Konsolidierung Stadtkrankenhaus Cuxhaven ab Juli 2003

Ausblick: Qualifiziertes Wachstum weiterhin im Focus / Konzept Tele-Portal-Klinik geht in Realisierungsphase / Entwicklung zukunftsträchtiger Konzepte und Technologien


Bad Neustadt a.d. Saale/Frankfurt am Main, den 16. Juli 2003 ----- Auf der heutigen Ordentlichen Hauptversammlung des börsennotierten Klinikkonzerns aus der Rhön spielten die Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres nur eine untergeordnete Rolle: Die wichtigsten Kennzahlen wurden bereits im Mai anlässlich der diesjährigen Bilanzpressekonferenz vorgestellt und diskutiert und können auch im Internet (www.rhoen-klinikum-ag.com) nachgesehen werden: 38 % mehr Patientenbehandlungen ( = 473.775, Vj.: 343.582 Patienten), Umsatzsteigerung um 26 % auf 879,5 (Vj.: 697,0) Mio €, Erhöhung des Konzerngewinns um 2 % auf 67,4 (Vj.: 66,1) Mio €, Gewinn je Vorzugsaktie 2,62 (Vj.: 2,56) € / je Stammaktie 2,60 (Vj.: 2,54) €, Rückgang der Eigenkapitalquote in Höhe von 42,8 (Vj.: 44,7) % aufgrund hoher Investitionen, deutliche Verbesserung des Cash-Flow auf 131,3 (Vj.:109,5) Mio €. Insgesamt zeigte sich der Vorstand zufrieden, die unerwartet aufgetretenen Effizienzverluste zu Beginn des Jahres 2002 und im weiteren Verlauf die hochwasserbedingten Schwierigkeiten und Ausfälle in Sachsen gut gemeistert zu haben. „Die von uns eingeleiteten Maßnahmen führten im zweiten Halbjahr 2002 zu einer sichtbaren Trendumkehr und zur Zielerreichung“, so Eugen Münch, Vorstandsvorsitzender der RHÖN-KLINIKUM AG.

Die Hauptversammlung stimmte dem Dividendenvorschlag des Vorstandes zu, wonach insgesamt 15.206.400 € des Bilanzgewinnes in Form einer Dividende von 0,58 je Stammaktie (10.022.400 €/ 17.280.000 Stücke) und 0,60 € je stimmrechtslose Vorzugsaktie (5.184.000 € / 8.640.000 Stücke) ausgeschüttet werden.

Halbjahresergebnisse bestätigen Jahresprognose 2003

Wie in den Vorjahren legte die RHÖN-KLINIKUM AG zur Hauptversammlung den Halbjahresbericht 2003 vor.

Mit den im ersten Halbjahr erreichten Umsatzerlösen in Höhe von 465,8 (Vj.: 431,9) Mio € zeigte sich die Konzernspitze zufrieden. „Sie liegen im Rahmen der Konzernplanungen, ebenso der Konzerngewinn in Höhe von 36,5 (Vj.: 28,7) Mio €“, so Eugen Münch. „Die Ergebnisverbesserung beträgt 7,8 Mio € (27 %), was 1,41 (Vj.: 1,10) € je Aktie entspricht. Unter Bereinigung der Sondereinflüsse im letzten Jahr verbleibt eine Verbesserung um 4,1 Mio € (14%).“

Das im zweiten Quartal 2003 erzielte Ergebnis in Höhe von 18,1 Mio € ( = 0,70 € je Aktie) liegt zwar um 0,3 Mio € unter dem Konzerngewinn des ersten Quartals 2003, relativiert sich jedoch bei Bereinigung außerordentlicher Entwicklungen (Schadensersatzleistungen Hochwasser Freital), so dass eine Verbesserung in Höhe von 0,5 Mio € zu verzeichnen ist.

Die im ersten Halbjahr 2003 getätigten Investitionen betrugen - nach Abzug von Fördermitteln nach KHG) 31,9 Mio € und wurden vollständig aus dem Cash-Flow in Höhe von 63,5 (Vj.: 61,0) Mio € finanziert. Bei einem Eigenkapital in Höhe von 450,7 (Vj.: 414,2) entsprechen die Finanzstrukturen des Konzerns in solider Weise der Entwicklung des Konzerns.

In den ersten sechs Monaten 2003 wurden konzernweit insgesamt 253.598 (Vj: 229.342) Patienten behandelt. Am 30. Juni 2003 waren im Konzern 12.904 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (30.06.2003: 12.239) beschäftigt und mit einer Summe von 35,8 Mio € am Ergebnis der Konzernunternehmen beteiligt.

Für das laufende Geschäftsjahr haben 18 von 29 Konzernkliniken dafür votiert, nach dem neuen Entgeltsystem (DRG = Diagnosis Related Groups/Fallpauschalen) abzurechnen, allerdings werden die Auswirkungen noch neutralisiert.

Das Ende Juni erworbene Stadtkrankenhaus Cuxhaven (286Betten, 613 Mitarbeiter) wird ab dem dritten Quartal 2003 konsolidiert. Das Stadtkrankenhaus Cuxhaven ist das maßgebliche Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung der Stadt und als Akademisches Lehrkrankenhaus mit der Medizinischen Hochschule Hannover verbunden.

„Die Halbjahresergebnisse bestätigen unsere Jahresprognosen - ohne Berücksichtigung eventuell hinzukommender Neuerwerbungen“, erklärte Eugen Münch. Der Zielumsatz liegt bei 936 Mio € bei einem erwarteten Konzerngewinn von über 70 Mio €.


Ausblick / Zukunftsstrategie

Die politischen Perspektiven und deren Einfluss auf den Krankenhaussektor standen im Focus der strategischen Ausführungen des Vorstandsvorsitzenden der RHÖN-KLINIKUM AG. Als deutlich sichtbare stabile Parameter in der Zukunft definierte Münch die „alternde Bevölkerung mit enorm steigendem Bedarf an den von uns erzeugten Leistungen.“

Die vornehmste Aufgabe des Krankenhausunternehmens ist, die nachgefragte Leistung in hoher Qualität zu Preisen zu erzeugen, die der zu versorgenden Bevölkerung die Inanspruchnahme ermöglicht und dem Konzern die Gewinne für Kapitalbedienung, Wachstum und Investitionen sichert. Mit einer solchen Leistung lässt sich die passive Abhängigkeit von einer unsteten Politik in aktive Mitgestaltung verwandeln. Es wäre unternehmerisch falsch wie paralysiert als ängstlicher Beobachter auf die Entscheidungen oder Nichtentscheidungen der Politik zu warten, da diese langfristig dem Bedarf gerecht werden muss oder selbst scheitert,

In diesem Zusammenhang beschrieb Münch auch die aktuelle Wachstumsstrategie des Konzerns, die sich keinesfalls darauf beschränkt, lediglich nominales (Umsatz-) Wachstum anzustreben, wenn dies nicht mit zukunftsträchtigen Konzepten unterlegt ist. „Uns geht es bei Akquisitionen weniger um den nominalen Kaufpreis, denn der ist nur Kalkulationsfaktor, sondern um die Rahmenbedingungen einer Übernahme, also die weiteren Verpflichtungen - z.B. Unveränderbarkeit im Personalbestand - und unseren Handlungsspielraum, um Wandel beim Übernahmeunternehmen überhaupt zu bewirken. Wohl wissend, dass wir möglicherweise dem kurzfristigen Wachstumsgedanken nicht gerecht werden, haben wir unsere Strategie darauf ausgerichtet, Übernahmen nur dann zu forcieren, wenn wir unsere entstehenden Konzepte integrieren und die notwendigen Veränderungen bewirken können. Wir halten das Risiko, durch entwicklungsblockierte Kliniken aufgehalten zu werden, für größer als heute auf den einen oder anderen Wachstumsschub bei Übernahmen zu verzichten“, so Münch. Er beschrieb verschiedene im Unternehmen und seinem Umfeld entwickelte Konzepte und Ideen, Technik und Lösungen - und die finanziellen Ressourcen, um den zukünftigen Leistungsbedarf und die Nachfrage nach altersgerechter und kaufkraftadäquater Gesundheitsversorgung zu decken.

Zu den Konzepten, deren Realisierungsphase begonnen hat, zählt das in seiner Grundidee im vergangenen Jahr vorgestellte Konzept der Tele-Portal-Klinik. Innerhalb der nächsten drei Jahre sollen einige Prototypen gebaut und ans Netz gebracht werden. Dabei handelt es sich um die Errichtung von Grundversorgungskrankenhäuser, die zukünftig ihrem regionalen Versorgungsauftrag in einer Breite und Qualität entsprechen, der nach heutigem Muster kaum realisierbar ist. Über ihre High-Tech-Ausstattung bei den Bild gebenden Verfahren sind sie via Datentransfer mit Spezialisten in Großkliniken und Fachkrankenhäusern verbunden. Die Expertise dieser Kliniken kommt, deshalb der Name Portal-Kliniken, auf diesem Weg zum Patienten und ergibt ein Optimum von Kundennähe unter idealen Kosten-/ Nutzen-Relationen. Das Modell wird sehr schnell auch den direkten Eingang von sehr komplexen Großkliniken erobern, weil diese auf rationalen Fluss ausgerichtet dazu neigen, für den Patienten unübersichtlich zu werden“, erklärte Münch. Die Modernität und Originalität dieses Konzepts hat bei Brancheninsidern Aufsehen und einen gewissen Nachahmereffekt erregt . „Der Erfolg hat bekanntermaßen viele Väter“, meinte Münch lakonisch. „Wichtig ist, dass sich die Kliniklandschaft in dieser Richtung verändert. Letztendlich ist es dann gleichgültig, wer den Anschub hierfür lieferte. Wir glauben, dass es an dem Tag, an dem die Neuausrichtung wirksam wird, die Wandlung der Krankenhäuser zum vernetzen System beginnt und nicht eingebundene Häuser nur noch in Versorgungsnischen existieren können. Die Vernetzung nach ärztlich inhaltlichen Strukturen wird der heute von Kassen und Regierung diskutierten fiskalischen Vernetzung qualitativ und preislich überlegen sein.“.

Es entsprach deshalb dem vorwärts drängenden Naturell des Vorstandsvorsitzenden, dass er den Dank an Mitarbeiter, Betriebsräte, Führungskräfte für die Zusammenarbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr mit der Bitte im eigenen Interesse verknüpfte, „sich nicht dem deutschen Bandscheibenvorfall hinzugeben und vor jeder Bewegung Angst zu haben“. Sein besonderer Dank galt dem aus Altersgründen scheidenden Aufsichtsratmitglied, Herrn Dr. Richard Trautner, der „kein bequemer, sondern ein wichtiger Mann in Aufsicht und mit Rat“ beim Börsengang der ersten deutschen Krankenhausaktiengesellschaft gewesen sei. Die Hauptversammlung wählte als neues Mitglied des Aufsichtsrates Herrn Michael Mendel, München.

 

RHÖN-KLINIKUM AG
Kontakt: Dr. Irmgard Stippler
Bereichsleiterin Unternehmenskommunikation
Schlossplatz 1
97616 Bad Neustadt/Saale
Telefon: (09771) 65-1321
Telefax: (09771) 65-1306
E-Mail: irmgard.stippler(at)rhoen-klinikum-ag.com

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