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RHÖN-KLINIKUM AG | 11.01.2010

Gemeinsame Initiative für hausärztlichen Nachwuchs

Bessere Betreuung und Planungssicherheit für Weiterbildung von Allgemeinmedizinern

Berlin, 11. Januar 2010 – „Die Rahmenvereinbarung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der RHÖN-KLINIKUM AG trägt Früchte. Ich freue mich, dass wir gemeinsam konkrete Maßnahmen auf den Weg bringen konnten, um jungen Ärzten in der Allgemeinmedizin attraktive Perspektiven zu bieten. Krankenhäuser und Praxen ziehen damit an einem Strang, um die hausärztliche Versorgung in Zukunft sicherzustellen.“ So hat Dr. Carl-Heinz Müller, Vorstand der KBV, eine neue Weiterbildungsinitiative beider Organisationen begrüßt.

Im Verbund mit den Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) Niedersachsen und Thüringen sowie Lehrstühlen der Allgemeinmedizin ist ab sofort eine Weiterbildung zum Allgemeinmediziner in allen niedersächsischen und thüringischen Rhön-Kliniken möglich.

Bereits im Jahr 2008 hatten die KBV und die RHÖN-KLINIKUM AG ein Rahmenabkommen erarbeitet. Auf dessen Basis wurden nun Vereinbarungen mit den beiden KVen geschlossen, die gewährleisten, dass junge Mediziner neben den stationären Inhalten der Weiterbildung die ambulanten Abschnitte in geeigneten Hausarztpraxen absolvieren können. Hierzu erklärte Regina Feldmann, erste Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen: „Inhalt der Verträge in Thüringen ist die sogenannte Block¬weiterbildung, die es dem Arzt in Weiterbildung ermöglicht, die gesamte Weiterbildung an einem Standort zu absolvieren.“

„Damit fokussiert die RHÖN-KLINIKUM AG auf dem Gebiet der ärztlichen Weiterbildung ihr Ziel einer wohnortnahen und bezahlbaren, qualitativ hochwertigen Medizin für jedermann und setzt zukünftig auf die Zusammenarbeit der medizinischen Fachdisziplinen“, sagte Dr. Christoph Straub, Vorstand der ambulant-stationären Grund- und Regelversorgung des Konzerns.

Besonderen Wert lege der Konzern dabei auf die individuelle Gestaltung der Weiterbildungspläne und auf attraktive Zusatzleistungen für die jungen Mediziner: Die stationären Weiterbildungsabschnitte in den unterschiedlichen Fächern werden mit den Ärzten in Weiterbildung  geplant und festgelegt. Zusätzlich bietet die RHÖN-KLINIKUM AG eine Kostenübernahme für Fortbildungen sowie eine Freistellung der angehenden Fachärzte vom Dienst für den Besuch von Seminaren an. Außerdem wird für die individuelle Betreuung der zukünftigen Hausärzte ein Mentorensystem aufgebaut.

„Die Einbeziehung der Rhön-Kliniken in dieses Verbundkonzept bietet allen Beteiligten Vorteile. So können in einem Zuge etwa 20 gesicherte Weiterbildungsstellen angeboten werden“, erklärte Eberhard Gramsch, Vorstandsvorsitzender der KV Niedersachsen und ergänzte: „Durch die Einrichtung und kontinuierliche Nachbesetzung dieser Stellen erhalten wir eine gesicherte Weiterbildungsplattform für die so dringend benötigten Hausärzte.“

Das Kooperationsmodell soll demnächst in allen Bundesländern zum Tragen kommen. Dies garantiert, dass genügend qualifizierte Praxen und Kliniken für die Weiterbildung zur Verfügung stehen. Die jungen Ärzte werden von Koordinierungsstellen vor Ort betreut und erhalten Planungssicherheit über die verschiedenen Weiterbildungs¬abschnitte. Des Weiteren haben die KBV, die Deutsche Krankenhausgesellschaft und der Spitzenverband der Krankenkassen sich darauf geeinigt, dass die Bezahlung der jungen Ärzte in Weiterbildung während der stationären und ambulanten Stationen künftig einheitlich sein soll.