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Zentralklinik Bad Berka | 13.10.2014

EndoProthetikZentrum der Zentralklinik Bad Berka erfolgreich zertifiziert

Bad Berka, 13. Oktober 2014. --- Vor wenigen Tagen wurde die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie der Zentralklinik Bad Berka zum EndoProthetikZentrum ernannt. Die Bildung von EndoProthetikZentren ist eine freiwillige Initiative der beiden Fachgesellschaften Deutsche Gesellschaft für Orthopädie (DGO) und Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie (DGOOC) und wird von einer unabhängigen Stelle (Clarcert) überprüft. Zertifiziert werden Kliniken, bei denen u. a. eine nachweislich hohe Behandlungsqualität bei niedriger Komplikationsrate vorliegt, deren Operateure eine besondere Expertise aufweisen und deren Klinik besondere Strukturvoraussetzungen erfüllen. Bei Endoprothesen handelt es sich um implantierte künstliche Gelenke, die dauerhaft im Körper verbleiben und das geschädigte Gelenk ganz oder teilweise ersetzen.

Aufgrund der Schwere der Operationen fordern die Fachgesellschaften, dass diese Eingriffe zukünftig vor allem in ausgewiesenen Zentren durchgeführt werden. Dazu wurde nun auch die Zentralklinik ernannt, die die hohen Anforderungen erfüllt. Ziel des Zertifizierungsprozesses ist nachzuweisen, dass Qualitätsstandards und vorgeplante Behandlungspfade eingehalten werden, um die Patienten nach erfolgter Operation in eine Rehabilitationsmaßnahme entlassen zu können.

Professor Dr. med. Olaf Kilian, Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie der Zentralklinik, erklärte dazu: „Wichtigste Voraussetzungen für eine solche Anerkennung als Endoprothetikzentrum sind insbesondere der notwendige hohe Ausbildungsstand der Operateure und des gesamten OP-Personals sowie genau festgelegte Abläufe während und nach der OP. Hinzu kommen noch spezielle technische und hygienische Anforderungen an den Operationssaal, um z. B. Infektionen während des Eingriffs zu vermeiden.“ Aber auch auf die regelmäßige Schulung des ärztlichen und pflegerischen Personals legt Professor Kilian größten Wert.

Jährlich werden in der Zentralklinik etwa 300 endoprothetische Operationen durchgeführt. Die zunehmende Zahl der Wechseloperationen früher implantierter Ersatzgelenke ist damit zu erklären, dass diese aufgrund von Verschleiß nach etwa 20 Jahren oder aufgrund anderer Probleme, wie Spätlockerung, gewechselt werden müssen. „So tauschen wir zur Zeit Hüftprothesen aus, die Anfang der 1990er Jahre eingesetzt worden sind“, erläuterte Professor Kilian. Die Daten sämtlicher Operationen werden im Rahmen der internen Qualitätssicherung erfasst, ausgewertet und u a. an das Endoprothetikregister Deutschland gemeldet. Hier werden die Daten registriert und ausgewertet und dienen der externen Qualitätssicherung durch die Fachgesellschaften.

„Die erfolgreiche Zertifizierung unseres Endoprothetikzentrums ist eine besondere Auszeichnung für unsere Klinik, denn sie setzt nachweislich hohe Standards voraus, die zwingend eingehalten werden müssen. Wir erfüllen diese und können somit einen wichtigen Beitrag zur Patientenversorgung in unserer Region leisten“, freute sich Professor Olaf Kilian über den erfolgreichen Abschluss des Prüfungsverfahrens.