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Zentralklinik Bad Berka | 04.12.2013

Die Erfahrung zählt: 4.000. Radiorezeptortherapie an der Zentralklinik Bad Berka

Bad Berka, 04. Dezember 2013. --- Wenn es um die Behandlung einer seltenen Tumorart geht, ist vielen Patienten kein Weg zu weit. Vor wenigen Tagen erhielt eine Patientin aus Süddeutschland die inzwischen 4.000. Radiorezeptortherapie, die in der Zentralklinik Bad Berka seit 1999 verabreicht wurde.

Die Patientin war vom Bodensee aus angereist, um sich hier in Bad Berka in der Klinik für Molekulare Radiotherapie behandeln zu lassen. Sie leidet an einem neuroendokrinen Tumor, einer eher seltenen Krebsart, die aber häufig zu zahlreichen Metastasen (u.a. in der Leber) neigt. Die junge Patientin wurde mit einer speziellen nuklearmedizinischen Therapie behandelt, die in der Lage ist, den Tumor selektiv zu bekämpfen, da die Strahlung nahezu ausschließlich auf die erkrankten Zellen und nicht das gesunde Gewebe einwirkt. Besonders erfolgversprechend sind diese Radiopeptide bei Patienten, deren Tumore eine bestimmte Art von Rezeptoren (dies sind Haftstellen, die wie kleine Magnete auf der Tumorzelloberfläche sitzen) aufweisen. Diese radionuklidmarkierten Peptide werden in die Blutbahn injiziert und lagern sich dann spezifisch an den Tumorzellen an und zerstören diese durch Betastrahlung.

Die junge Frau erkrankte bereits 2001 an einem neuroendokrinen Tumor und musste sich in den Folgejahren wiederholt verschiedenen Operationen unterziehen. In den Jahren 2008 und 2009 erhielt sie bereits eine erste und zweite Radiorezeptortherapie, die das Krebswachstum über mehrere Jahre zum Stillstand brachte. Nun war sie zu einer erneuten Therapie in der zum Verbund der RÖN-KLINIKUM AG gehörenden Zentralklinik Bad Berka. Chefarzt Professor Dr. med. Richard P. Baum zeigte sich trotz der erneut aufgetretenen Lebermetastasen zufrieden mit dem Verlauf der Erkrankung: „Mich hat besonders gefreut, dass die junge Frau nach den ersten beiden Radiorezeptortherapien schwanger werden und ein gesundes Kind bekommen konnte, das gesund und inzwischen drei Jahre alt ist.“

Professor Baum, der diese spezielle Therapieform (Radiorezeptortherapie) 1997 in Deutschland eingeführt hat, setzt bei der Behandlung der Tumorpatienten auch auf die große Erfahrung von Ärzten und Pflegekräften der Klinik für Molekulare Radiotherapie. „Nur zwei weitere Kliniken in Europa haben bisher eine annähernd hohe Anzahl von peptidvermittelten Radiorezeptortherapien durchgeführt. Aufgrund unserer über 14-jährigen Erfahrung bei der Behandlung von Patienten mit dieser Tumorart sind wir in der Lage, eine auf die jeweilige Situation individuell abgestimmte Therapie zu planen und durchzuführen. Und die guten Behandlungsergebnisse sowie die Tatsache, dass Patienten aus dem ganzen Bundesgebiet, Europa und sogar aus USA und Asien, ja bis hin zu Australien und Neuseeland zu uns kommen, scheint uns recht zu geben“, so Chefarzt Professor Baum abschließend. Die Patientin wird sich im Rahmen der Tumornachsorge im Januar 2014 wieder in der Zentralklinik vorstellen, wobei überprüft wird, wie sich die Tumorabsiedlungen durch die Behandlung verändert haben.

Professor Richard P. Baum leitet seit 1997 die Klinik für Molekulare Radiotherapie/Zentrum für Molekulare Bildgebung (PET/CT), die unter seiner Führung an der Zentralklinik Bad Berka aufgebaut wurde. Er ist Mitglied zahlreicher deutscher und internationaler Fachgesellschaften und ein international anerkannter Arzt und Wissenschaftler auf dem Gebiet der molekularen Bildgebung und molekularen Radiotherapie und derzeit u.a. Präsident der World Association of Radiopharmaceutical and Molecular Therapy (WARMTH).

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