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RHÖN-KLINIKUM AG | 17.05.2001

Bilanzpressekonferenz in Frankfurt/Main

Jahresergebnisse 2000

  • Übergang auf IAS verdeutlicht Finanzkraft
  • Umsatzsteigerung um 9 % auf 669,1 Mio €
  • Konzerngewinn um 39 % auf 61,9 Mio € gestiegen
  • 13 % mehr Patientenbehandlungen

Quartalsergebnisse bestätigen Jahresprognose 2001

  • Entwicklung erwartungsgemäß
  • Umsatzerlöse in Höhe von 174,7 Mio € realisiert
  • 16,7 Mio € als Ergebnis nach Ertragsteuern erwirtschaftet
  • Insgesamt 86.051 Patientenbehandlungen in den Konzernkliniken

Prognose der weiteren Entwicklung im Geschäftsjahr 2001

  • Weitere Entwicklung im Wachstumskorridor
  • Umsatzerwartung liegt bei 690 Mio €
  • Ertrag und Cash-Flow werden überproportional steigen

Ausblick auf 2002 ... und mehr

  • Akquisitionsstrategie wird fortgesetzt
  • Entwicklung in Europa verstärkt im Blick

Bad Neustadt a.d. Saale/Frankfurt am Main, den 17. Mai 2001 ----- Auf der heutigen Bilanzpressekonferenz in Frankfurt am Main präsentierte der börsennotierte Klinikkonzern aus der Rhön Zahlen, die für sich sprechen. Die Rechnungslegung wurde anlegerorientiert an den International Accounting Standards (IAS) angepasst. Diese international vergleichbare Grundlage für die Bewertung des Konzerns führt zu einem wesentlich höheren Ausweis des Konzerngewinns und des Eigenkapitals als die Ermittlung nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften (HGB) und verdeutlicht die Finanzkraft des Unternehmens.

Um rund 9 Prozent stiegen die Umsatzerlöse auf 669,1 (Vj.: 615,0) Mio €. Der Konzerngewinn erhöhte sich um 38,7 Prozent auf 61,9 (Vj.: 44,6) Mio €; außerordentlich positiv wirkte sich hierbei die Änderung des Körperschaftsteuersatzes von 40 auf zukünftig 25 Prozent aus. Die Finanzkraft ist gestiegen. Die Eigenkapitalquote beträgt 41,1 (Vj.: 36,3) Prozent. Nach IAS wird das Eigenkapital mit 319,0 (Vj.: 265,8) Mio € (+ 20 %) beziffert. Langfristiges Vermögen ist nahezu vollständig durch Eigenkapital und langfristige Verpflichtungen gedeckt.

Den Ausführungen des Vorstands war zu entnehmen, dass die in 1999 übernommenen Krankenhäuser erfolgreich in den Konzern integriert werden konnten. Bereits vor der Fertigstellung der beabsichtigten und notwendigen Investitionen haben sie den turn around geschafft und schreiben schwarze Zahlen. Die Nettoinvestitionen beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 92,3 (Vj.: 94,2) Mio €. Bei der Neuinvestition des Krankenhauses Dippoldiswalde (150 Betten) wurden mit Fördermitteln nach KHG finanzierte Sachanlagen in Höhe von 12,6 Mio € übernommen. Insgesamt wurden die Investitionen aus dem Cash-Flow (105,0 Mio €; Vj.: 86,2 Mio € / + 22 %) und dem Abbau liquider Mittel finanziert.

Im vergangenen Geschäftsjahr stiegen in den Konzernkliniken die Patientenbehandlungen um 36.590 Behandlungsfälle (+ 13 %) auf 314.140 (Vj.: 277.550). Zum Konzern gehörten zum Jahresende 22 Kliniken (5.743 Betten) an 15 Standorten in sieben Bundesländern. Stichtagsbezogen wurden am 31. Dezember 2000 im Konzern 9.357 (Vj.: 9.145) Mitarbeiter beschäftigt. "In einem deutlich wettbewerbsintensiveren Markt haben unsere motivierten Mitarbeiter erneut einen erheblichen Beitrag zur Durchsetzung unserer patientenorientierten, prozessoptimierten Konzeption geleistet. Ihnen gehört unser Dank", so Eugen Münch, Vorstandsvorsitzender der RHÖN-KLINIKUM AG.

Quartalsergebnisse bestätigen Jahresprognose 2001

Die Entwicklung in den ersten drei Monaten bestätigt die Prognosen für das laufende Geschäftsjahr. Die Einrichtungen des RHÖN-KLINIKUM Konzerns konnten Umsatzerlöse in Höhe von 174,7 (Vj.: 167,3) Mio € realisieren. Wiederum war das interne Wachstum durch gesetzliche Restriktionen eingeschränkt, d.h. durch eine faktische Erlösbegrenzung auf 2,5 Prozent. Rund ein Drittel des mit +4,4 Prozent realisierten Umsatzwachstums stammt aus der im vergangenen Geschäftsjahr übernommenen Klinik. Ebenso ist rund drei Viertel der Zunahme der behandelten Patienten auf das 2000 hinzugekommene Haus der Grund- und Regelversorgung zurückzuführen. Insgesamt behandelten die Kliniken des Konzernverbundes in den ersten drei Monaten 2001 86.051 (Vj.: 79.498) Patienten (+ 8 %).

Die betrieblichen Aufwendungen entwickelten sich insgesamt unterproportional. Im ersten Quartal 2001 wurde daher ein Ergebnis nach Steuern und Anteilen fremder Gesellschafter in Höhe von 16,7 (Vj.: 12,5) Mio € erwirtschaftet. Das entspricht einem Ergebnis pro Aktie in Höhe von 0,65 (Vj.: 0,48) €.

Die Investitionen in Höhe von 18,2 Mio € konnten aus freier Liquidität und einem Cash-Flow von 26,3 Mio € finanziert werden. Insgesamt entfielen von den Investitionen 13,5 Mio € auf Baumaßnahmen in Leipzig, Freital, Herzberg und Attendorn.

Im Geschäftsjahr 2000 wurden folgende Baumaßnahmen abgeschlossen:

  • Erweiterungsbau der DKD - Deutsche Klinik für Diagnostik in Wiesbaden
  • Zweite Ausbaustufe der Klinik Waltershausen-Friedrichroda.

Im Bau sind derzeit:

  • die erste Ausbaustufe des Krankenhauses St. Barbara, Attendorn
  • die Erweiterungsbauten in Freital und Herzberg
  • der Neubau der Somatischen Klinik des Park-Krankenhaushauses Leipzig-Südost
  • der Neubau Psychiatrische Klinik des Park-Krankenhauses Leipzig-Südost.

Die Baumaßnahmen werden gegen Ende des laufenden Geschäftsjahres beziehungsweise Anfang 2002 abgeschlossen sein.

Prognose für die weitere Entwicklung im Geschäftsjahr 2001

Weiterhin kontinuierliche Steigerungen im Wachstumskorridor werden für das laufende Geschäftsjahr prognostiziert. Die Konzernleitung erwartet – ohne Berücksichtigung weiterer möglicher Übernahmen von Krankenhäusern – für das gesamte Geschäftsjahr 2001 eine Steigerung der Umsatzerlöse (gegenüber 2000) um drei Prozent auf 690 Mio €; für Ertrag und Cash-Flow wird mit einer überproportionalen Steigerung gerechnet.

Ausblick auf 2002 ... und mehr

Wie Eugen Münch, Vorstandsvorsitzender der RHÖN-KLINIKUM AG, ausführte, ist der Klinik-Konzern weiterhin auf Wachstum programmiert, "auch wenn es mit der einen oder anderen Akquisition nicht so klappt, wie wir uns das wünschen. Der 'Akquisitionswettbewerb im Krankenhausmarkt' ist härter geworden", so Münch. Er erläuterte, dass die Gesellschaft zur Gewinnung von öffentlicher Akzeptanz für das Thema der Privatisierung mit Referaten und in veröffentlichten Beiträgen die Zielsetzung, Wege und Techniken einer Rhön-Klinikum AG-Privatisierung beschrieben hat. Da es sich um ein Erfolgskonzept handelt, wird es heute von anderen Krankenhausträgern adaptiert und mindestens in den verbalen Zusagen in ähnlicher Weise eingesetzt. "Bei Akquisitionsverhandlungen setzt die hohe Transparenz unsereres Privatisierungskonzepts in besonderem Maße die Gegner in ein gute Position und erschwert unsere Position bei denjenigen, die durch eine Übernahme von uns Veränderungsschmerzen zu erwarten haben." Trotz dieses Handicaps soll weiter geradlinig und offen verfahren werden.

Die Unternehmensspitze schätzt den potenziellen Vertrauensverlust für den Fall, dass mit verdeckten Karten gespielt würde, grundsätzlich auf lange Sicht als nachteiliger ein als eine offene und direkte Verhaltensweise; "auch wenn wir dadurch nicht immer zum Zuge zu kommen", sagte der Vorstandsvorsitzende.

Im Interesse zukünftiger Leistungsfähigkeit werden vom Vorstand bei Zugeständnissen, die mit der Bestandswahrung zu tun haben und die zukunftsgerechte Entwicklungen behindern, enge Grenzen gezogen. Im Falle der verlorenen Akquisition Berlin Buch wurde versucht, die Gegner mit kalkulierbaren Kaufpreisbeträgen anstatt mit unkalkulierbaren und nie endenden Altlasten und Altstruktursicherungen, die von deren Seite zugestanden wurden, zu kompensieren. Dieser Versuch war nicht von Erfolg gekrönt. "Wir glauben, dass es sich nur um einen temporären Wettbewerbsnachteil gehandelt hat", so Münch. Unabhängig hiervon wird die Notwendigkeit gesehen und an Konzepten gearbeitet, die Kommunikation zu den von der Übernahme teilweise auch negativ Betroffenen zu verbessern. Münch stellte abschließend fest, "Um Berlin Buch zu gewinnen, wäre der Kaufpreis noch gestaltbar gewesen, die vom Gegner akzeptierten Zusagen in Bestandsicherung halten wir für uns nicht für akzeptabel, weil sie dem Versuch, Hochsprung mit Bleischuhen zu praktizieren, gleichkämen."

Die Umstellung auf die gesetzlich verordnete zukünftige Abrechnung von Krankenhausleistung nach den DRG's (Diagnosis Related Groups) nimmt derzeit in den Kliniken des RHÖN-KLINIKUM Konzerns breiten Raum ein. Während in den seit längerem zum Konzern gehörenden Kliniken bereits reichhaltige Erfahrungen mit pauschalierten Abrechnungsverfahren vorliegen, bedarf es bei den zuletzt übernommenen Kliniken erheblicher Umstellungen. In Projektgruppenarbeit werden praktikable Lösungen erarbeitet. In verschiedenen Bereichen und Kliniken befindet sich das neue Bewertungssystem bereits in der Testphase.

Zunehmend ergeben sich Übernahmechancen von privaten Klinikunternehmen im europäischen Ausland. "Im Hinblick auf das Zusammenwachsen Europas auch im Gesundheitswesen, wird diese Entwicklung von uns genau beobachtet. Zu einem entscheidenden Wachstumsschritt in diesem Bereich konnten wir uns bisher nicht entschließen, weil die Konzeption, insbesondere von Privatklinikketten in Westeuropa, sehr stark von unserem Geschäft abweicht. Unser Versorgungsansatz heißt Leistung für jeden zu jeder Zeit; das führt zu hohen Patientenzahlen und schafft Rationalisierungsfähigkeit. Dieser Ansatz steht im Gegensatz zu den vom Sozialversorgungssystem abgesetzten Privatkliniken. Wir sehen die Zeit nur langsam, aber stetig reifen, in der unser Klinikmodell in diesen Ländern erfolgsträchtig wird", erklärte Münch abschließend.

 

RHÖN-KLINIKUM AG
Kontakt: Dr. Irmgard Stippler
Bereichsleiterin Unternehmenskommunikation
Schlossplatz 1
97616 Bad Neustadt/Saale
Telefon: (09771) 65-1321
Telefax: (09771) 65-1306
E-Mail: irmgard.stippler(at)rhoen-klinikum-ag.com