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RHÖN-KLINIKUM AG | 17.04.2015

Bilanzpressekonferenz in Frankfurt am Main

  • Anzahl der Patienten und Geschäftsentwicklung durch Transaktion stark beeinflusst
  • rund 1,22 Mio. Patienten behandelt
  • Umsatz beläuft sich auf 1,51 Mrd. €
  • EBITDA liegt transaktionsbedingt bei 1,41 Mrd. €
  • Konzerngewinn beträgt 1,23 Mrd. €
  • Vorschlag für Dividende in Höhe von 0,80 € je Aktie
  • Ausblick 2015: Umsatz zwischen 1,08 Mrd. € und 1,12 Mrd. €, EBITDA zwischen
    145 Mio. € und 155 Mio. € 

In den Häusern der RHÖN-KLINIKUM AG sind im vergangenen Jahr insgesamt rund 1,22 Mio. Patienten behandelt worden. Ebenso wie die Patientenzahlen wurde auch die Geschäftsentwicklung durch den im Geschäftsjahr 2014 abgeschlossenen Verkauf von insgesamt 43 Kliniken stark beeinflusst. Der Zwischenabschluss für die ersten beiden Monate des Jahres 2014 erfolgte noch unter Vollkonsolidierung des gesamten ehemaligen Portfolios. Im Zuge des schrittweisen Betriebsübergangs der Kliniken veränderte sich ab März das Portfolio des Konzerns signifikant; es umfasst nunmehr zehn maximalversorgungsnahe Einrichtungen an fünf Standorten.

Diese Neustrukturierung des Klinikportfolios sowie Einmaleffekte, die im Wesentlichen durch die Transaktion begründet sind, reduzieren die unmittelbare Vergleichbarkeit der Geschäftszahlen mit den Vorjahren, insbesondere mit 2013. Der Umsatz der RHÖN-KLINIKUM AG beläuft sich vor diesem Hintergrund im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 1,51 Mrd. €. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) liegt durch den Erlös für die veräußerten Kliniken bei 1,41 Mrd. €. Der Konzerngewinn beträgt dementsprechend 1,23 Mrd. €.

„Unter Berücksichtigung der durch die Transaktion entstandene Sondersituation mit ihren Belastungen ist das erzielte Ergebnis für das Jahr 2014 sehr zufriedenstellend. Mit der strategischen Neuaufstellung und der Konzentration auf maximalversorgungsnahe Leistungen haben wir die Voraussetzungen geschaffen, dass unser Unternehmen in einem stark regulierten Wettbewerbsumfeld das attraktive Marktsegment der Spitzenmedizin erfolgreich besetzen und ausfüllen wird", sagte Dr. Dr. Martin Siebert, Vorstandsvorsitzender der RHÖN-KLINIKUM AG.


Vorschlag zur Dividende

Vorstand und Aufsichtsrat werden der diesjährigen Hauptversammlung am 10. Juni vorschlagen, den Bilanzgewinn in Form einer Dividende in Höhe von 0,80 Euro pro Stückaktie an die Anteilseigner auszuschütten. Im Zuge der Ausschüttung des Transaktionserlöses hatten die Anteilseigner im Herbst 2014 über ein Aktienrückkaufprogramm mit anschließender Kapitalherabsetzung die Möglichkeit, ihre Aktien dem Unternehmen anzudienen. Bei einer finalen Andienungsquote von rund 98,4 % wurden über dieses Instrument zusammen mit der letztjährigen Dividende bereits rund 1,67 Mrd. € an die Anteilseigner ausgekehrt. Nach derzeitiger Einschätzung ist geplant, im Zeitraum nach der Hauptversammlung einen weiteren Aktienrückkauf im Wege eines öffentlichen Erwerbsangebots mit börslichem Andienungsrechtehandel durch Ausnutzung der bestehenden Ermächtigung (TOP 4 der Hauptversammlung vom 12. Juni 2014) im Volumen von ca. 10 % des gegenwärtigen Grundkapitals durchzuführen. Eine endgültige Entscheidung von Vorstand und Aufsichtsrat über die Durchführung sowie den genauen Zeitpunkt und die wirtschaftlichen Parameter des Rückkaufs steht noch aus.

Arbeitsplätze 2014

Durch die Veräußerung der insgesamt 43 Kliniken sank auch die Zahl der Arbeitnehmer. Zum 31. Dezember 2014 waren insgesamt 15.602 Mitarbeiter in den Einrichtungen des Unternehmens beschäftigt. Die zehn Kliniken an fünf Standorten zählen jeweils zu den größten Arbeitgebern der Region.

Ausblick 2015

2015 ist für die RHÖN-KLINIKUM AG das erste vollständige Geschäftsjahr mit neu strukturiertem Portfolio. Das Unternehmen rechnet mit einem Umsatz in der Größenordnung zwischen 1,08 Mrd. € und 1,12 Mrd. € sowie einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) zwischen 145 Mio. € und 155 Mio. €. Dabei werden, analog zu 2013 und 2014, auch im laufenden Geschäftsjahr ergebnisseitig Einmaleffekte zum Tragen kommen, wenn auch nicht in einer vergleichbaren Größenordnung wie in den vergangenen zwei Jahren. Diese positiven und negativen Sondereinflüsse bewegen sich im jeweils niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich; sie werden schrittweise über das gesamte Geschäftsjahr 2015 zu Buche schlagen und sich im Zuge dessen teilweise kompensieren. Zu berücksichtigen sind hier regulatorische Eingriffe, Fortschritte bei der Bewältigung größerer Rechtslasten und Effekte aus der bilanziellen Restabwicklung der Transaktion mit Fresenius / Helios.

„Organisches Wachstum, passende Akquisitionen bei entsprechender Opportunität sowie der entschlossene Ausbau der Netzwerkmedizin sind unsere Erfolgsgaranten für die Zukunft. Die RHÖN-KLINIKUM AG wird auch und gerade in der neuen Konstellation und der Konzentration auf Innovation und Behandlungsexzellenz eine bedeutende Rolle in der deutschen Gesundheitswirtschaft spielen", so Dr. Dr. Martin Siebert.