English
A A A
Bereichsnavigation
Vorherige
Zentralklinik Bad Berka | 02.10.2014

700 TAVI-Operationen in der Zentralklinik Bad Berka - Erfolgreicher Ersatz für defekte Aortenklappen

Bad Berka, 02. Oktober 2014 --- Das Team des Herzzentrums der Zentralklinik Bad Berka hat ein Jubiläum zu feiern – in dieser Woche ist die 700. TAVI Operation in der Zentralklinik erfolgreich durchgeführt worden. Der kathetergestützte Aortenklappenersatz, der als TAVI bezeichnet wird, ist eine minimal-invasive Behandlungsmethode einer verengten und verkalkten Aortenklappe (sog. Aortenklappenstenose). Dieser Eingriff wird mithilfe einer speziellen Katheterklappe durch die Leistengefäße bzw. über die Herzspitze durchgeführt. Die Operation wird ohne Durchtrennung des Brustbeins und am schlagenden Herzen durchgeführt.

In den letzten Jahren hat sich die Methode zu einem Routineeingriff bei älteren Patienten mit vielen Begleiterkrankungen entwickelt, die ein sehr hohes Risiko für eine offene konventionelle Herzoperation besitzen. Aufgrund der minimal-invasiven Vorgehensweise werden heutzutage schwerstkranke Patienten mit einer symptomatischen Aortenklappenstenose behandelt, die vor zehn Jahren noch keine alternative Behandlungsmöglichkeit hatten. Das spiegelt sich auch in den seit der Einführung der Methode kontinuierlich steigenden Zahlen der TAVI-Prozeduren in der Zentralklinik wider. Aktuell werden im Jahr etwa 200 Eingriffe dieser Art im Herzzentrum der Zentralklinik Bad Berka durchgeführt. Bei jüngeren Patienten ist diese Methode derzeit nicht vorgesehen, da sie aufgrund des niedrigeren OP-Risikos und krankheitsspezifischer anatomischer Besonderheiten nicht erforderlich ist und bisher keine Langzeitergebnisse vorliegen.

Die Durchführung der TAVI-Operationen erfordert eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit innerhalb des Herzzentrums und mit den benachbarten Fachabteilungen. Die Behandlung dieser Patienten wird durch ein festes Team innerhalb des Herzzentrums durchgeführt, zu dem Spezialisten der Klinik für Herzchirurgie (Chefarzt Dr. med. Thomas Kuntze), der Klinik für Kardiologie (Chefarzt Prof. Dr. med. Bernward Lauer) sowie des Zentrums für Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin (Chefärzte Prof. Dr. med. Waheedullah Karzai und PD Dr. Torsten Schreiber) gehören. Jeder Patient, der mit der Diagnose einer Aortenklappenstenose in die Zentralklinik kommt, wird von erfahrenen Ärzten untersucht und beraten, um die bestmögliche Behandlungsmethode anhand der aktuellen Leitlinien zu gewährleisten. Die Vorbereitung und Durchführung der TAVI-Prozedur und die Nachbetreuung der Hochrisiko-Patienten beinhaltet viele medizinische Besonderheiten und Herausforderungen an die gesamte ärztliche und pflegerische Mannschaft. Nach 700 Eingriffen schaut das Team des Herzzentrums heute zufrieden auf eine erfolgreiche Entwicklung der Behandlungsmethode.