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Ausgezeichnetes Qualitätsmanagement: Medizinische Qualität ist planbar

Jeder Patient hat Anspruch auf die bestmögliche medizinische Versorgung – an jedem Tag, rund um die Uhr. Das ist die zentrale Leitlinie unseres medizinischen Qualitätsmanagements. Dabei folgen wir strikt einem ganzheitlichen Ansatz: klinisches Risikomanagement, Medizincontrolling und Krankenhaushygiene sind hierbei die wichtigsten Elemente. Aufgrund des regelmäßigen Austauschs der thematisch verwandten Disziplinen mit dem „klassischen“ Qualitätsmanagement entsteht so ein stabiles und tragfähiges System – das Qualitätskonzept der RHÖN-KLINIKUM AG.

Wir verstehen Qualitätsmanagement als Daueraufgabe, der wir uns bewusst und gerne stellen. Es ist unser kontinuierlicher Anspruch, die Qualität der Versorgung weiter zu steigern. Daran wollen wir uns messen lassen.

In unseren Qualitätsberichten machen wir die Wirklichkeit hinter diesem Anspruch transparent. Unsere konsequente und umfassende Veröffentlichung der Ergebnisse gibt Patienten, Angehörigen, einweisenden Ärzten und Krankenkassen die Möglichkeit, sich umfassend über die Behandlungsqualität in den Standortkliniken zu informieren. 

Unser Qualitätskonzept

Qualität baut auf Wissen: Informationsaustausch steigert die Qualität

<b>Qualität baut auf Wissen</b>: Informationsaustausch steigert die Qualität

Damit alle Patienten vom gesammelten Know-how unserer Kliniken profitieren, verbessern wir kontinuierlich den dazu notwendigen konzernweiten Informationsaustausch. Dabei kommen verschiedene Netzwerke zum Einsatz: Neben dem Medical Board gibt es dreizehn fachspezifische Expertenpanels, die die Vernetzung konsequent umsetzen. Spitzenmediziner und Spezialisten aller Standorte treffen sich regelmäßig zum intensiven Austausch über die Weiterentwicklung ihrer Fachbereiche.

Dieser wechselseitige Transfer gewährleistet zum einen den direkten Informationsfluss zwischen klinischer Praxis und Unternehmensführung, zum anderen können strategische Entscheidungen so zielgerichteter getroffen und zügiger umgesetzt werden. Gemeinsam wollen sie Lösungen finden, die zu einer weiteren Verbesserung der Behandlungsqualität und damit der Patientenversorgung führen. Diese Zusammenarbeit ermöglicht dem Klinikverbund, sich auf strategisch wichtige Zukunftsthemen, wie beispielsweise das zunehmende Alter der Patienten oder die Digitalisierung des Klinikalltags, vorzubereiten.

Klinisches Risiko- und Qualitätsmanagement: Bestmögliches Ergebnis und reibungslose Abläufe im Fokus

<b>Klinisches Risiko- und Qualitätsmanagement</b>: Bestmögliches Ergebnis und reibungslose Abläufe im Fokus

Wir streben für jeden unserer Patienten den größtmöglichen Behandlungserfolg an. Darum legen wir im klassischen Qualitätsmanagement unser Hauptaugenmerk auf die medizinische Ergebnisqualität: Wir messen diese, werten die Daten objektiv aus und sorgen für eine transparente Darstellung in der Öffentlichkeit.

Wir sind einer der ersten Klinikkonzerne, der an beiden bedeutenden Qualitätsinitiativen deutscher Kliniken – Initiative Qualitätsmedizin (IQM) und Qualitätskliniken.de – aktiv beteiligt ist. Diese repräsentieren zusammen etwa 500 deutsche Krankenhäuser und haben es sich als gemeinsamer Verein unter dem Namen Stiftung Initiative Qualitätsmedizin (SiQ!) zur Aufgabe gemacht, sich in die Arbeit des Instituts für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG), dessen Auftrag die Entwicklung von verbindlichen Qualitätsindikatoren ist, einzubringen.

Jährlich veröffentlichen die Kliniken der RHÖN-KLINIKUM AG ihre Ergebnisse zu rund 280 von extern vorgegebenen Qualitätsindikatoren in ihren Berichten. Als Mitglied der trägerübergreifenden Initiative Qualitätsmedizin (IQM) veröffentlichen wir zudem unsere IQM-Qualitätsergebnisse zu über 350 Qualitätskennzahlen für 64 relevante Krankheitsbilder und Behandlungsverfahren.

Darüber hinaus legen unsere Ärzte und Qualitätsmanager eigene, über marktübliche Standards hinaus gehende, Kriterien und Maßstäbe an die Qualität an. Eigens dafür entstand das RHÖN Qualitäts-Cockpit. Das lernende System informiert regelmäßig bei auffälligen Veränderungen und ermöglicht so ein noch zielgerichteteres Aufdecken und schnelles Beheben von Fehlerquellen.

Die Weiterentwicklung des Qualitäts- und klinischen Risikomanagements hat in unserem Unternehmen höchste Priorität. Halbjährlich treffen sich im Rahmen eines Expertenpanels die Qualitätsmanagementbeauftragten des Konzernbereichs Patientensicherheit, Qualitätsmanagement und Hygiene und unserer Kliniken mit den Leitern der jeweiligen Abteilung Medizincontrolling. Darüber hinaus werden bis Mitte 2018 aus allen Standorten bis zu 30 Mitarbeiter aus dem klinischen Bereich zu klinischen Risikomanagern ausgebildet, die zukünftig unter anderem die Audits zur Identifizierung und Bewertung von klinischen Risiken durchführen sollen. Mit diesen Maßnahmen werden nicht nur die gesetzlichen Anforderungen erfüllt, sondern sie sind auch ein wichtiger Beitrag für noch mehr Sicherheit für unsere Patienten und Mitarbeiter.

Die Zufriedenheit unserer Patienten stets im Blick

Doch nicht nur die objektiv gemessene Qualität von Diagnostik und Therapie, sondern auch der subjektive Eindruck des Patienten ist wichtig. Je zufriedener ein Patient ist, desto eher ist er bereit, zu seinem behandelnden Arzt eine vertrauensvolle Beziehung aufzubauen, die für den Behandlungserfolg entscheidend sein kann. Da die objektive, medizinische Ergebnisqualität nicht immer der subjektiven Patientenzufriedenheit entspricht, haben wir die Erfassung der Patientenzufriedenheit neben die klassische Ergebnismessung gestellt. Damit kann die Meinung unserer Patienten direkt zur Bewertung und zur Verbesserung der internen Abläufe und der Dienstleistungsqualität beitragen.

Medizincontrolling: Sorgfältige Dokumentation und sachgerechte Kodierung medizinischer Leistungen

<b>Medizincontrolling</b>: Sorgfältige Dokumentation und sachgerechte Kodierung medizinischer Leistungen

Zentrale Maßgabe dieser integrierenden Funktion ist es, über die vollständige und plausible medizinische Dokumentation der Behandlung des Patienten nicht nur eine sachgerechte Leistungsvergütung zu erreichen, sondern auch die diagnostischen und therapeutischen Prozesse zu optimieren und als Grundlage für eine Verbesserung der Behandlungsqualität nutzbar zu machen. Damit werden die Grundlage einer korrekten Leistungsabrechnung und eine solide Informationsbasis für die Budgetverhandlungen mit den Kostenträgern (Krankenkassen) geschaffen.

Vor dem Hintergrund der Zunahme der Einzelfallprüfungen durch die Kostenträger wurde das sogenannte „MDK-View“ weiterentwickelt. Dadurch können Prüfschwerpunkte und Ursachen von Prüfverlusten noch differenzierter ermittelt und Maßnahmen zur Verbesserung der Prozess- und Dokumentationsqualität gezielter abgeleitet und umgesetzt werden.

Bestandteil des Medizincontrollings ist außerdem die Dokumentation und Erfassung hochaufwendiger Pflegeleistungen (Pflegekomplexmaßnahmen-Score, PKMS). Über den regelmäßigen PKMS-Bericht können sowohl eine zunehmende Stabilisierung bei der Dokumentation als auch Verbesserungspotenziale abgeleitet werden. Die Kliniken der RHÖN-KLINIKUM AG erfüllen diese abrechnungsrelevanten Anforderungen zur Pflegedokumentation.

Für die Umstellung auf das pauschalierende Entgeltsystem für psychiatrische und psychosomatische Einrichtungen (PEPP) hat der Gesetzgeber die Voraussetzungen geschaffen. Die Vorbereitungen für die Umstellung auf das ab 2017 verpflichtende PEPP in den psychiatrischen und psychosomatischen Akutkliniken wurden getroffen.

Hygienemanagement: Paradigma der medizinischen Behandlungsqualität

<b>Hygienemanagement</b>: Paradigma der medizinischen Behandlungsqualität

Krankenhaushygiene ist ein Gütesiegel der medizinischen Praxis und fester Bestandteil des Qualitätskonzepts der RHÖN-KLINIKUM AG. Da weltweit die Infektionsraten steigen, ist es unverzichtbar, unsere Patienten und Mitarbeiter wirksam vor Infektionsrisiken zu schützen – an jedem Tag, rund um die Uhr und in allen Klinik-Bereichen.

Unser konzernweites Hygienemanagement ist eine Mischung aus dezentraler und zentraler Organisation. Schwerpunkte der dezentralen Organisation sind die Erfassung und die systematische, kontinuierliche Überwachung von Problemkeimen ebenso wie deren Vergleich mit nationalen Referenzdaten (Surveillance), die Auswertung des Händedesinfektionsmittel- und Antibiotikaverbrauchs sowie weiterer hygienerelevanter Daten. Diese Daten werden zentral im Expertenpanel Hygiene zusammengetragen, wo sie unter anderem als Grundlage für Verbesserungsmaßnahmen dienen.

Kontinuierlich passen wir unsere Struktur an sich ändernde gesetzlichen Anforderungen an. Dabei geht es konkret um Themen wie Personalkonzept zum Hygienefachpersonal, Flächendesinfektion, Aufbereitung von Medikalprodukten, Screening, Ausbruchsmanagement und Antibiotic Stewardship. Im Rahmen der Treffen des Expertenpanels Hygiene werden Erfahrungen aus den Kliniken zusammengetragen und so weit möglich vereinheitlicht. 

Initiative Qualitätsmedizin

Das Engagement der RHÖN-KLINIKUM AG geht weit über die bestehenden gesetzlichen Anforderungen zur Qualitätssicherung hinaus. 2015 ist das Unternehmen freiwillig der trägerübergreifenden Initiative Qualitätsmedizin (IQM) beigetreten, deren Ziel es ist, Verbesserungspotenziale in der Behandlung sichtbar zu machen und zum Wohle der Patienten durch ein aktives Fehlermanagement die medizinische Behandlungsqualität zu steigern.

2017 veröffentlichen wir so turnusgemäß erstmals die IQM-Qualitätsergebnisse für die wichtigsten Krankheitsbilder bzw. Operationen aus der Liste der IQM-Qualitätsindikatoren für das abgelaufene Ergebnisjahr 2016. 

Informationen zu den einzelnen Klinikstandorten finden Sie auf den jeweiligen Websites der Häuser (s. rechte Spalte) . Eine Gesamt-Übersicht der Qualitätsergebnisse auf Konzernebene finden Sie hier: