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Medizincontrolling

Das ökonomische Pendant zum Qualitätsmanagement ist das Medizincontrolling. Die Medizincontroller beraten intern sowohl Mediziner als auch Verwaltung. Im operativen Medizincontrolling erfassen und dokumentieren sogenannte Kodierfachkräfte die Leistungen für jeden einzelnen Patienten, andere wiederum kontrollieren die Dokumentation. So wird die Grundlage einer korrekten Leistungsabrechnung und eine solide Informationsbasis für die Budgetverhandlungen mit den Kostenträgern (Krankenkassen) geschaffen.

Vor dem Hintergrund der Zunahme der Einzelfallprüfungen durch die Kostenträger wurde das sogenannte „MDK-View“ weiterentwickelt. Dadurch können Prüfschwerpunkte und Ursachen von Prüfverlusten noch differenzierter ermittelt und Maßnahmen zur Verbesserung der Prozess- und Dokumentationsqualität gezielter abgeleitet und umgesetzt werden.

Bestandteil des Medizincontrollings ist außerdem die Dokumentation und Erfassung hochaufwendiger Pflegeleistungen (Pflegekomplexmaßnahmen-Score, PKMS). Über den regelmäßigen PKMS-Bericht können sowohl eine zunehmende Stabilisierung bei der Dokumentation als auch Verbesserungspotenziale abgeleitet werden. Die abrechnungsrelevanten Anforderungen zur Pflegedokumentation wurden ohne eine zeitaufwendige Mehrfacherfassung in den Kliniken erfüllt.

Für die Umstellung auf das pauschalierende Entgeltsystem für psychiatrische und psychosomatische Einrichtungen (PEPP) hat der Gesetzgeber die Voraussetzungen geschaffen. Die Vorbereitungen für die Umstellung auf das ab 2017 verpflichtende PEPP in den psychiatrischen und psychosomatischen Akutkliniken wurden getroffen.