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Hygienemanagement

Krankenhaushygiene ist ein Gütesiegel der medizinischen Praxis und fester Bestandteil des Qualitätskonzepts der RHÖN-KLINIKUM AG. Da weltweit die Infektionsraten steigen, ist es für einen Klinikbetreiber von entscheidender Bedeutung, seine Patienten und Mitarbeiter wirksam vor Infektionsrisiken zu schützen. Das konzernweite Hygienemanagement ist eine Mischung aus dezentraler und zentraler Organisation. Schwerpunkte der dezentralen Organisation sind die Erfassung und die systematische, kontinuierliche Überwachung von Problemkeimen ebenso wie deren Vergleich mit nationalen Referenzdaten (Surveillance), die Auswertung des Händedesinfektionsmittel- und Antibiotikaverbrauchs sowie weiterer hygienerelevanter Daten. Diese Daten werden zentral im Expertenpanel Hygiene zusammengetragen, wo sie unter anderem als Grundlage für Verbesserungsmaßnahmen dienen.

Zu den relevanten Themenfeldern der Krankenhaushygiene wurde 2016 die Struktur an die geänderten gesetzlichen Anforderungen angepasst. Dabei geht es konkret um Themen wie Personalkonzept zum Hygienefachpersonal, Flächendesinfektion, Aufbereitung von Medikalprodukten, Screening, Ausbruchsmanagement und Antibiotic Stewardship. Im Rahmen der Treffen des Expertenpanels Hygiene wurden Erfahrungen aus den Kliniken zusammengetragen und so weit möglich vereinheitlicht. So soll beispielsweise das Aufnahme-Screening von Patienten nach den Risikoeinstufungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) erfolgen. Trotz unterschiedlicher, länderspezifischen Anforderungen, konnte ebenso die Beteiligung an der Überwachung von Krankenhausinfektionen (KISS = Krankenhaus-Infektions-Surveillance-System) vereinheitlicht werden.