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Lieferantenmanagement

Qualität, Lieferzuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit: Diese drei Aspekte stehen beim Lieferantenmanagement der RHÖN-KLINIKUM AG im Vordergrund. Material für medizinische Einrichtungen und den medizinischen Bedarf wird fast ausschließlich über externe Lieferanten beschafft. Das bedeutet für den laufenden Klinikbetrieb gewisse Risiken, beispielsweise durch Lieferengpässe oder Qualitätsprobleme. Konzernweit stellen wir durch kontinuierliche Markt- und Produktbeobachtung sicher, dass sich die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten, Produkten und Dienstleistern in engen Grenzen hält. Zudem arbeiten wir prinzipiell für jede Produktgruppe mit mindestens zwei Lieferanten zusammen, um die Ausfallwahrscheinlichkeit so gering wie möglich zu halten.

Das Lieferantenmanagement wird, von wenigen Ausnahmen abgesehen, zentral betrieben. Um Produkte und Dienstleistungen, die nur an einem Standort benötigt werden, kümmert sich die jeweilige Klinik in der Regel selbst. Die Konzern-Produkt bzw. -Lieferantenverantwortung für bestimmte Produktgruppen wie Knie- und Hüftprothesen, Herzklappen, Defibrillatoren oder Herzschrittmacher wird in der Regel von zwei Materialwirtschaftsleitern aus unterschiedlichen Kliniken wahrgenommen.

Die Verfügbarkeit von Medizinprodukten und Pharmazeutika bedeutet für die medizinischen Einrichtungen der RHÖN-KLINIKUM AG eine dauerhafte Herausforderung. Häufig werden nach Unternehmensfusionen oder –übernahmen bestimmte Produkte aus Margen- oder Wettbewerbsgründen nicht mehr vertrieben. Hier gilt es, schnellstmöglich für Ersatz zu sorgen, um unsere Behandlungsqualität weiterhin aufrechterhalten zu können. Ähnlich verhält es sich, wenn Nachfolgeprodukte mit einem höheren Preis verbunden sind. Im Sinne der Wirtschaftlichkeit sind wir hier auf Alternativen und Wettbewerber angewiesen.

Der Transport sämtlicher Produkte für die RHÖN-KLINIKUM AG wird per Lkw, Bahn, Flugzeug und Schiff abgewickelt. Da die Materiallieferungen von Spediteuren übernommen werden, haben wir auf deren Transportemissionen keinen Einfluss. Allerdings achten wir bei der Auswahl der Dienstleister auf das Vorhandensein zertifizierter Umweltmanagementsysteme. Weitere Transportemissionen, z. B. aus Geschäftsreisen oder den Arbeitswegen der Beschäftigten, erfassen wir wegen des unverhältnismäßig hohen Aufwands nicht. Der Materialaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um 103,3 Mio. Euro bzw. 24,3 Prozent auf 321,8 Mio. Euro (Vj. 425,1 Mio. Euro) zurückgegangen – im Wesentlichen bedingt durch den im Vorjahr erfolgten Verkauf von Gesellschaften. Die Materialquote stieg bedingt durch die Verwendung material- und sachkosten intensiver Artikel in unseren Einrichtungen von 28,1 Prozent auf 29,0 Prozent an.