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Apotheke

Leistungsspektrum

Wie alle großen Krankenhäuser verfügt auch die Zentralklinik Bad Berka über eine eigene Apotheke.
Die Apotheke versorgt neben den Patienten und Mitarbeitern der Zentralklinik Bad Berka auch die Patienten des Krankenhauses Waltershausen-Friedrichroda, der Median-Kliniken in Bad Berka und der MediClin Klinik am Rennsteig in Tabarz. Großer Wert wird dabei auf eine umfängliche Beratung zum Umgang mit Arzneimitteln gelegt.

Die Apotheke der Zentralklinik Bad Berka stellt jährlich ca. 1,3 Millionen Packungen Arzneimittel und Infusionslösungen bereit.
Um ein ständig aktuelles, den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen entsprechendes Sortiment an Wirkstoffen vorrätig zu haben, wird mehrmals jährlich von der Arzneimittelkommission, einem Gremium aus Ärzten und Apothekern, eine inhaltliche Überarbeitung der Liste vorrätig gehaltener Arzneimittel vorgenommen.

Die Apotheke hält ständig ca. 1300 verschiedene Fertigarzneimittel und Medizinprodukte vorrätig. Im Rahmen der täglichen Belieferung von Stationen und Patienten wird das Sortiment immer wieder den aktuellen medizinischen Anforderungen angepasst. Kontinuierlich finden auch Verhandlungen mit den Lieferanten aus pharmazeutischer Industrie und Großhandel statt.

Neben der Auswahl, dem Einkauf und der Abgabe von Medikamenten werden in der Apotheke auch individuelle Medikamente hergestellt. Insgesamt werden jährlich ca.12.000 Individualrezepturen und Defektur-Arzneimittel hergestellt.

Seit einigen Jahren ist ein besonderer Service etabliert. Für mehrere  Stationen werden durch klinische Pharmazeuten Arzneimittelanamnesen direkt beim Patienten am Tag der Aufnahme durchgeführt.

In der Apotheke erfolgt ein Interaktionscheck aller anamnestisch ermittelten Arzneimittel pro Patient untereinander bzw. mit den geplanten diagnostischen bzw. therapeutischen Maßnahmen. Die pharmazeutisch geprüften Arzneimittelanamnesen stehen den behandelnden Ärzten zeitnah zur Verfügung.  Falls Interaktionen ermittelt werden, die einer Intervention bedürfen, werden die erforderlichen Maßnahmen im klinischen Team aus Ärzten und Apothekern beraten und umgesetzt.  Desweiteren  wird eine Unit-Dose-Versorgung mit Arzneimitteln aus der Apotheke etabliert.  Dazu werden alle Medikamente mit einer  speziellen Verschreibungssoftware im Computer geführt, täglich aktualisiert, auf Interaktionen geprüft und pharmazeutisch validiert. Ein Verpackungsautomat stellt die Medikamente dann  patientenindividuell zusammen. Die genaue Beschriftung der Medikamententütchen  mit Patientenname, Präparatename, Einnahmezeitpunkt und Einnahmehinweisen erleichtert die Anwendung und machen sie sicherer.

Bei Entlassung erhalten die Patienten und Patientinnen der pharmazeutisch betreuten Stationen einen persönlichen Arzneimittelpass zur Vorlage bei ihrem Hausarzt oder ihrer Hausapotheke, der alle aktuell notwendigen Arzneimittel mit Wirkstoff, Darreichungsform und Dosierung und, wenn nötig, mit besonderen Hinweisen zur richtigen Arzneimittelanwendung enthält. 
 
Es konnte nachgewiesen werden, dass durch die pharmazeutische Betreuung Verordnungs- bzw. Dokumentationsfehler bei Arzneimitteln vermieden werden können und die Qualitätsverbesserung der Pharmakotherapie zu einer Kostenreduktion führt!

Zur Versorgung der onkologischen Patienten werden ca. 5.000 Zytostatika individuell für jeden Patienten zubereitet. Dazu ist in der Apotheke ein spezieller Laborbereich eingerichtet. Die dort tätigen pharmazeutischen Mitarbeiter verfügen über die dafür erforderliche spezielle Ausbildung und besitzen das Zertifikat zur Herstellung von Zytostatika von der Thüringer Landesapothekenkammer. Neben der Herstellung erfolgt stets eine Validierung der Zytostatikazubereitung.

Bei der Arzneimittelanlieferung wird als wichtige interne Qualitätssicherungsmaßnahme regelmäßig auf pharmazeutische Qualität und Vollständigkeit der gelieferten Arzneimittel und Ausgangsstoffe geprüft. Ebenso werden die vorhandenen Arzneimittel in der Apotheke und auf den Stationen bezüglich Verfallsdatum und korrekter Lagerbedingungen überwacht.

Die im Team der Klinikapotheke beschäftigten Apotheker sind für die Beratung der Ärzte, die Arzneimittelanamnesen, den Einkauf und die organisatorische und fachliche Leitung der Arzneimittelherstellung verantwortlich. Pharmazeutisch-Technische Assistentinnen unterstützen die Apotheker insbesondere bei der Herstellung und patientenorientierten Verblisterung von Arzneimitteln.

Die Apotheke ist Weiterbildungsstätte für Klinische Pharmazie. Damit wird Apothekern die Möglichkeit geboten, eine dreijährige Weiterbildung zum Fachapotheker für Klinische Pharmazie zu erwerben.

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