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Zentrum für Neuroendokrine Tumore

Abb.1 Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Seit März 2011 ist das Zentrum für Neuroendokrine Tumore zertifiziertes Exzellenzzentrum der "European Neuroendo-crine Tumor Society" (ENETS). 

Neuroendokrine Tumoren sind eine seltene Erkrankung, die durch Vielfältigkeit und Komplexität des Krankheitsbildes eine umfassende und enge interdisziplinäre Betreuung  benötigen. Um die Diagnose und Behandlung von NET Patienten unter einem Dach zu verwirklichen haben sich die Klinik für Molekulare Radiotherapie/Zentrum für Molekulare Bildgebung (PET/CT) (Prof. Dr. R. P. Baum), die Klinik für Innere Medizin, Gastroenterologie und Endokrinologie (Prof. Dr. D. Hörsch), die Klinik für Allgemeine Chirurgie/ Viszeralchirurgie (PD Dr. M. Hommann), das Zentrum für diagnostische Radiologie (Dr. med. J. Leonhardi) und interventionelle Radiologie (Dr. med. A. Petrovitch), interdisziplinäre Schmerz-therapie (Dr. med. J. Lutz) und Klinik für Palliativmedizin (Leitung: Dr. B. Will) zusammengeschlossen. Die enge interdisziplinäre Zusammenarbeit der verschiedenen Fachrichtungen hat das Ziel, den Patienten mit neuroendokrinen Tumoren die beste maßgeschneiderte Diagnose und Therapie zu bieten. Dabei wird besonderer Wert auf wöchentliche Tumorboards gelegt, denn alle Mitglieder des Zentrums begreifen die Komplexität der neuroendokrinen Tumore als eine interdisziplinäre Herausforderung.

Hier finden Sie aktuelle Informationen über neue Diagnose- und Therapieverfahren bei neuroendokrinen Tumoren.

Das Zentrum bietet modernste Diagnose- und Therapieverfahren für Patienten mit neuroendokrinen Tumoren an. Im PET-Zentrum werden auf 68-Gallium basierende Somatostatinrezeptor Positronenemissionstomographien (PET) und 18-Fluordeoxyglucose PETs mit einem Ganzkörper-CT kombiniert.

Auf der nuklearmedizinischen Therapiestation werden peptidrezeptorvermittelte Radiotherapien mit 90-Yttrium und 177-Lutetium und andere nuklearmedizinische Therapieverfahren durchgeführt. Das Zentrum für diagnostische und interventionelle Radiologie verfügt über ein zwei leistungsfähige Kernspingeräte und zwei schnelle und genaue mehrzeilige CTs (10 Zeilen und 64 Zeilen) sowie über die Möglichkeit der interventionellen Radiologie wie SIRT, TACE und RFA.

In der Klinik für Gastroenterologie und Endokrinologie kann die komplette endoskopische Diagnostik des Magen-Darm-Traktes (Gastroskopie, Koloskopie sowie die pull-und-push Enteroskopie des Dünndarms) durchgeführt werden. Daneben umfasst das Leistungsspektrum endoskopische Eingriffe an Gallenwegen und am Pankreas einschließlich Zystenpunktion und Stenteinlagen, endosonographische Diagnostik und Probenentnahme sowie einen leistungsfähigen Ultraschall mit Kontrastverstärkung und eine komplette Funktionsdiagnostik einschließlich Manometrie.

 
Abb. 2 PET   Abb. 3 TACE   Abb. 4 Endosono

In der Klinik für Allgemeine Chirurgie/ Viszeralchirurgie wird das gesamte umfassende Spektrum viszeralchirurgischer (bauchchirurgischer) Operation ausgeführt, insbesondere Resektionen an der Leber, der Bauchspeicheldrüse, am Darm. Einen besonderen Schwerpunkt stellen laparoskopische/ minimal-invasive Eingriffe einschließlich Thermoablation an der Leber dar. Im Speziellen kommt zur genaueren Suche nach Tumorherden und Metastasen eine Gammasonde zum Einsatz, um während der Operation eine bestmögliche Tumorkontrolle zu gewährleisten.

 
Abb. 5 Offen chirurgische und minimal-invasive RFA von Lebermetastasen   Abb. 6 Minimal-invasiver Ultraschall der Leber vor RFA und kosmetisches Ergebnis der Operation

Neue Therapien für Patienten mit neuroendokrinen Tumoren werden dringend benötigt. Unser Studienzentrum betreut mehrere internationale Studien sowie eine hauseigene Studie um unseren Patienten immer die neuesten Therapie- und Diagnoseverfahren anzubieten. Zur Qualitätskontrolle und wissenschaftlicher Validierung der durchgeführten Therapien werden Patienten mit neuroendokrinen Tumoren nach Einholung des Einverständnis in einer hauseigener Datenbank, die mehr als 400 Einzelpunkte umfasst, erfasst. Wir sind dem deutschen Register für neuroendokrine Tumore (NET-Register der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie) und der Arbeitsgemeinschaft Register Peptidradiorezeptortherapie der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin angeschlossen.

Mehr über aktuell durchgeführte Studien und klinische Studien für Patienten mit neuroendokrinen Tumoren erfahren Sie hier.

Auf unserer Homepage haben wir für Ärzte aktuelle Informationen zur Pathogenese und Einteilung der neuroendokrinen Tumore zusammengestellt sowie eine tabellarische Zusammenfassung des TNM Systems. Eine Übersicht über die Diagnose und die Therapie der neuroendokrinen Tumoren des gastro-enteropankreatischen System wird ergänzt durch eine gesonderte Darstellung der neuroendokrinen Tumore der Lunge. Die Aspekte der chirurgischen Therapiemodalitäten und die Möglichkeiten der lokal ablativen Therapie werden umfassend abgehandelt. Über aktuelle Entwicklungen auf der ENETS und dem ASCO werden Sie hier ebenso informiert wie über den neuesten NET-NEWSLetter, unsere Zeitschrift für interessierte Ärzte.

Die Informationseiten für Patienten beinhalten ebenfalls Darstellungen zur Einteilung der neuroendokrinen Tumore einschließlich der vererbbaren Formen. In verständlicher Form werden Diagnose- und Therapieverfahren, Chirurgie und lokale ablative Therapie zusammengefasst. Weiterhin finden Sie Informationen zur Durchführung der Radiorezeptortherapie, Ernährung, Schmerztherapie, Palliativmedizin sowie der molekularen Therapie. Hier finden Sie auch Darstellungen der Selbsthilfegruppen mit einem Link zu den Homepages sowie die Ausgaben des Karzinoidbotens, einer Zeitschrift für Patienten.

Wir hoffen, dass Ihnen diese Informationen weiterhelfen und sind immer offen für Anregungen oder Kritik.
Sie erreichen uns unter folgender Adresse: gast@zentralklinik-bad-berka.de

Ihr Team des Zentrums für Neuroendokrine Tumore

 


v.l.n.r.: Dr. Hommann, Dr. Petrovitch, Prof. Dr. Baum, Prof. Dr. Hörsch

 

First World Congress on Gallium-68 and Peptide Receptor Radionuclide Therapy (PRRNT) - THERANOSTICS - on the Way to Personalized Medicine

Zum ersten Weltkongress seiner Art hatten der Chefarzt der Klinik für Molekulare Radiotherapie/Zentrum für Molekulare Bildgebung (PET/CT), Prof. Dr. Richard P. Baum, und der Leiter des Instituts für Kernchemie der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, Prof. Dr. Frank Rösch, - die seit vielen Jahren eng zusammen arbeiten - gemeinsam eingeladen. Vom 23. - 26. Juni 2011 kamen rund 400 deutsche und internationale Ärzte und Wissenschaftler in der Zentralklinik Bad Berka zusammen und zeigten in wissenschaflichen Vorträgen und Diskussionen den Weg in eine "personalisierte Medizin" auf.

Weitere Informationen finden Sie auf der Kongresswebseite sowie eine Übersicht der Videobeiträge.

 

Center for neuroendocrine tumors Bad Berka (english version)


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