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Zertifizierung
„Für die Behandlung von Brustkrebspatienten ist nicht die Größe der Einrichtung entscheidend, sondern die Spezialisierung auf das Krankheitsbild.“
Am 4. und 5. Juni 2007 erfolgte im Brustzentrum Freital-Pirna das externe Audit durch den TÜV Süd, in dessen Ergebnis das Brustzentrum Freital-Pirna zertifiziert wurde. Die Übergabe der Zertifikate erfolgte am 18.07.2007.

Als Zertifizierung bezeichnet man die Bestätigung von beschriebenen Abläufen auf deren Normenkonformität durch eine unabhängige akkreditierte Zertifizierungsgesellschaft. Das hierzu erforderliche Audit ist eine systematische unabhängige Untersuchung, um festzustellen, ob die qualitätsbezogenen Tätigkeiten und Ergebnisse den Anforderungen entsprechen. 

     

Etwa seit dem Jahr 2000 wurde mit dem Aufbau von Brustzentren in Deutschland begonnen, nachdem bei der Ersten Europäischen Brustkrebskonferenz im Oktober 1998 in Florenz Kerninhalte für Brustzentren festgelegt worden waren. Man erwartete durch die Behandlung von Brustkrebserkrankungen in Zentren eine Qualitätsverbesserung in der Therapie dieser häufigsten Krebserkrankung der Frau.
Von der European Society of Mastology (EUSOMA) wurden 1999 Kriterien für solche Brustzentren erarbeitet und im Jahr 2000 publiziert. Am 19.12.2002 erfolgte in Deutschland die erste Zertifizierung eines Brustzentrums, mittlerweile gibt es deutschlandweit über 170 Brustzentren.

Der Zertifizierungsprozess war der aktuelle Höhepunkt dieser Bemühungen, da er den Erfolg der von den Kliniken in Freital und Pirna ergriffenen Maßnahmen bescheinigt und die Kompetenz der Klinik in der Behandlung dieser Erkrankung dokumentiert.

Verbunden mit der Zertifizierung sind in der Folge ein jährliches Überwachungsaudit und eine Rezertifizierung in drei Jahren. Dadurch wird sichergestellt, dass die Ablauf- und Ergebnisqualität ständig überprüft wird. Das erste erfolgreiche Überwachungsaudit fand am 3. und 4. Juni 2008 statt.

Große Bedeutung hat die Zertifizierung auch im Rahmen des seit 01.10.2007 etablierten Mammographie-Screenings, da sowohl die Freitaler als auch die Pirnaer Frauenklinik damit über alle Voraussetzungen verfügen, Patientinnen zu behandeln, bei denen im Screening ein verdächtiger Befund an der Brust erhoben wurde. Die Mammographie-Screeningeinheit Pirna wird von den niedergelassenen Ärzten Fr. Dr. Große und Herrn Dr. Näke betrieben. In Freital wird das Mammografiescreening von der Radiologischen Gemeinschaftspraxis Dr. Neumann / Dr. Pollak sichergestellt.

Bei dem bundesweiten Mammographie-Screening-Programm handelt es sich um eine gesetzgeberisch unterstützte Früherkennungs-Röntgenuntersuchung der Brust bei Frauen, die keine Beschwerden oder Anzeichen von Brustkrebs haben.

Trotz einer qualitätsgerechten Standardisierung bestimmter Abläufe und wissenschaftlich gesicherter Behandlung, steht die individuelle Betreuung und Begleitung jeder Patientin im Vordergrund des Behandlungskonzeptes im Brustzentrum Freital-Pirna. 

Unterstützt werden die Ärztinnen und Ärzte bei ihrer Tätigkeit im Brustzentrum Freital-Pirna durch die Aussage von Prof. Wallwiener, dem Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Senologie (Lehre von der weiblichen Brustdrüse) und Leiter des Brustzentrums Tübingen: „Für die Behandlung von Brustkrebspatienten ist nicht die Größe der Einrichtung entscheidend, sondern die Spezialisierung auf das Krankheitsbild“.


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