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Schilddrüsenbehandlung

Anatomie und Aufgabe der Schilddrüse

Die Schilddrüse hat die Form eines Schmetterlings und liegt unterhalb des Kehlkopfes direkt auf der Luftröhre auf. Sie reguliert den Energiestoffwechsel der Zellen mit Hilfe des von ihr produzierten Schilddrüsenhormons. Ihre Wirkung besteht zum Beispiel in einer Erhöhung von Puls und Blutdruck, einer Erweiterung der Blutgefäße und einem Anstieg der Körpertemperatur. Fehlen diese Hormone gänzlich, kann sogar Schwachsinn die Folge sein und aus dem Tierreich ist bekannt, dass die Entwicklung einer Kaulquappe zum ausgewachsenen Frosch nicht stattfindet. Die Schilddrüse ist somit ein eminent wichtiges Organ, dass bis hin zur Stimmung unser tägliches Leben bestimmt.

Erkrankungen

Erkrankungen der Schilddrüse können sich in ihrer Beschaffenheit (Knotenbildung oder Vergrößerung), Funktionsstörung (Über- oder Unterfunktion), Entzündung, bösartiger Erkrankung oder auch in einer Kombination dieser Auffälligkeiten darstellen. Hinzu kommen die Erkrankungen der neben der Schilddrüse liegenden 4 Nebenschilddrüsen, die den Parathormonspiegel steuern und damit den Kalziumhaushalt regeln.

Diagnostik

Für die Diagnostik der Schilddrüse stehen uns inzwischen zahlreiche technische Möglichkeiten zur Verfügung, wie:

  • Labor
  • Ultraschall
  • Szintigraphie
  • Computertomographie  / Kernspintomographie
  • und die Probengewinnung


Daneben sind die Krankheitsgeschichte, die klinische Untersuchung und die Untersuchung durch den Hals-Nasen-Ohrenarzt wichtig.
Bei der Diagnostik und Therapie arbeiten wir sehr eng mit der Praxis Dr. Graf / Helmich-Kapp in Lüneburg zusammen.

Operation

In der Bundesrepublik Deutschland werden jährlich über 100.000 Menschen an der Schilddrüse operiert. Es ist dies damit die fünfthäufigste Operation. Im Wesentlichen besteht der Operationsgrund bei:

  • Vergrößerung (Struma)
  • Überfunktion (Hyperthyreose; oder auch beim Morbus Basedow)
  • Bösartige Neubildung (Schilddrüsenkrebs)
  • Nebenschilddrüsenüberfunktion (primär und sekundär)

Neuromonitoring

Da neben den Nebenschilddrüsenkörperchen auch der Stimmbandnerv (Nervus recurrens = der „Zurücklaufende“) in unmittelbarer Nachbarschaft liegt, kann dieser durch die Operation in Mitleidenschaft gezogen werden. Dieser Nerv ist teilweise hauchdünn und kann leicht übersehen werden. Um diese Gefahr der Verletzung weitestgehend auszuschließen, werden unsere Operationen grundsätzlich unter dem so genannten Neuromonitoring durchgeführt. Dabei wird mit einer Sonde der Stimmbandnerv oder sein größerer Hauptstamm (Nervus vagus) gereizt und über spezielle Messsonden am Beatmungsschlauch die Funktion überprüft.

 

  
Tubus mit Testsonde für das Neuromonitoring

Endergebnis


Narbe, 10 Wochen nach Schilddrüsenoperation.
Es ist eine weitere Verbesserung in den nächsten Wochen zu erwarten.


Auch bei einer alten Dame sollte die Narbe ( hier nach einem halben Jahr ) möglichst unscheinbar sein


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