Das Rondell
– zentrale Ambulanzen – zentrale Terminvergabe – zentrales Belegungsmanagement
Seit dem 8.11.2010 hat das Klinikum eine neue zentrale Anlaufstelle für alle Patienten, die mit Termin ins Krankenhaus kommen. Nicht zu übersehen befindet sich in der Mitte des Foyers unseres Klinikneubaus ein runder, offen gestalteter Arbeitsplatz: das Rondell. Hier werden von derzeit vier Mitarbeiterinnen ambulante und stationäre Patienten aus allen Fachabteilungen betreut. Zwei Mitarbeiterinnen managen das organisatorische, d.h. Termine vergeben, Untersuchungen anmelden, Patienten weiterleiten und dafür sorgen, dass möglichst schnell der entsprechende Arzt für die Untersuchung zur Verfügung steht, ist es die Aufgabe der anderen beiden Mitarbeiterinnen die Patienten pflegerisch in den Untersuchungsräumen zu versorgen und den Ärzten der einzelnen Fachrichtungen zu assistieren. Alle vier Mitarbeiterinnen zeichnen sich neben ihrer fachlichen Qualifikation durch ihre freundlich und ruhige Art aus und sind Patienten und ihren Angehörigen kompetente und offene Ansprechpartner, auch wenn sich teilweise über 150 Patienten an einem Arbeitstag am Rondell einfinden.

Die Patienten kommen nicht nur zu den unterschiedlichen Sprechstunden aller Fachrichtungen inklusive BG-Sprechstunde zum Rondell, sondern auch zur prästationären und poststationäre Behandlung, werden ärztlich aufgeklärt und prämediziert oder bekommen hier Termine zur Weiterbehandlung oder zur stationären Aufnahme. Aber auch einbestellte (elektive) Patienten werden am Rondell ärztlich und pflegerisch versorgt bevor sie auf Station weiter gehen.
Nur Kinder und Schwangere ab der 20.Woche bilden eine Ausnahme und werden in den Räumlichkeiten im 1.OG medizinisch betreut. Viele Krankenhäuser - so auch unser Klinikum - richten derzeit ihre Prozesse (Untersuchungs- und Behandlungsabläufe) neu und funktionsorientiert aus. In einer Zeit der Reformen, Gesetzesänderungen und Umbrüche haben nur Unternehmen Erfolg, die bereit sind, sich zu verändern. Dabei fordert die neue Situation innovative Abläufe und auf den Patienten ausgerichtete Prozesse. Das Krankenhaus der Zukunft wird hierbei prozessorientiert und nicht mehr abteilungsorientiert arbeiten. Dies erfordert von uns allen ein Umdenken und Loslassen häufig liebgewonnener Arbeitsgewohnheiten. Im Klinikneubau wurden die baulichen Voraussetzungen geschaffen für eine interdisziplinäre, ablauforientierte Patientenversorgung. So verfügen wir jetzt über eine interdisziplinäre Zentrale Notaufnahme, eine interdisziplinär Intensivstation und eine interdisziplinär IMC. Ergänzt wird dieses Konzept von interdisziplinären Ambulanzen bzw. Sprechstunden und einer interdiziplinär angelegten zentralen Patientenaufnahme, dem Rondell.
Unterstützt werden die Mitarbeiterinnen des Rondells bei der Terminvergabe durch die Sekretariate der einzelnen Fachabteilungen und durch einen zentralen Terminkalender. Hier laufen alle Patienten-Termine der einzelnen Fachabteilungen zusammen, sogar die OP-Planung kann schon erfolgen bevor der Patient überhaupt das Klinikum betritt. Im Hintergrund können die patientenbezogenen Dokumente und Daten abgefragt werden und eine Bettendisposition kann erfolgen.

Ziel ist es eine bestmögliche patientenorientierte Ablauforganisation zu gewährleisten.
Um den „Patientenfluss“ besser zu planen und unsere Ressourcen (Zeit, Mitarbeiter, Räume, Material, Know-how) bestmöglich einzusetzen sind ein zentrales Belegungsmanagement mit einer zentralen Patientenaufnahme für elektive Patienten sowie eine zentral organisierte Sprechstundeneinheit und eine gemeinsame patientenorientierte Terminplanung der richtige Weg.