
Die Urologie ist die Fachgruppe, die sich mit Veränderungen und Erkrankungen der Nieren und der ableitenden Harnwegen beschäftigt. Zu den ableitenden Harnwegen gehören die Nieren, die beiden Harnleiter, die Blase und die Harnröhre. Des weiteren werden Gesundheitsstörungen, die durch Veränderungen der Prostata (Vorsteherdrüse des Mannes) entstehen behandelt, sowie Erkrankungen der männlichen Geschlechtsorgane (Hoden, Nebenhoden und Penis).
Zudem kann weitestgehend die gesamte Diagnostik sowie ein großer Teil der Therapie bösartiger, urologischer Erkrankungen (Nierenkrebs, Blasenkrebs, Prostatakrebs und Hodenkrebs) durchgeführt werden. Für die Diagnostik der urologischen Erkrankungen stehen sämtliche moderne Einrichtungen wie Röntgenanlagen, Computertomographie und Ultraschallgeräte zur Verfügung. Operativ werden die gängigen endoskopischen Eingriffe wie die Resektion der Prostata durch die Harnröhre (TUR Prostata) sowie die Resektion von Harnblasentumoren durchgeführt.
Aufgrund hoch auflösender Bildschirme ist eine genaue Resektion (Videoresektion) möglich. Zudem steht mit der seit einigen Wochen zur Verfügung stehenden Elekrovaporisation der Prostata ein der Laseroperation nahezu gleichwertiges, blutarmes Verfahren zur Verfügung. Auch im Bereich der Steinbehandlung ist mit der ESWL (Steinzutrümmerung mittels Stoßwellen) ein unblutiges Verfahren im St. Petri-Hospital etabliert. Durch diese Behandlungsmethode können dem Patienten aufwändige Schnittoperationen erspart werden. Der Einsatz des mobilen Gerätes zur Steinzertrümmerung hat sich bestens bewährt, wie zufriedene Patienten zurückmelden. Die Vorteile für den Patienten sind u.a., dann durch die Miete des mobilen Geräters immer nur die neuestens am Markt verfügbare Techniken zu Einsatz kommen. Zudem bleibt der Patient in Behandlung seines einweisenden Urologen, so dass ein geschlossener Behandlungsprozess entsteht. Für die Harninkontinenz der Frau steht mit der Einlage eines Bändchens um die Harnröhre (TVT), ein minimal invasives Operationsverfahren zur Verfügung, welches einen nur 3 – 4 tägigen stationären Aufenthalt erfordert.
Zum weiteren Aufgabenbereich gehören alle gängigen Operationen von Harnröhre und äußerem Genitale (Hoden und Nebenhoden). Hierzu zählen auch die Eingriffe bei Kindern (Leistenhoden, Phimose = Vorhautverengung), die zum Teil ambulant erbracht werden können. Beim stationären Aufenthalt von Kindern stehen selbstverständlich Mutter-Kind- bzw. Vater-Kind-Zimmer zur Verfügung.
Für die Durchführung der Operationen und die anschließende Betreuung stehen sowohl ein geschultes Operationsteam als auch ein erfahrenes Pflegeteam in der urologischen Abteilung zur Verfügung. Auf der urologischen Station kann ein 24 Stunden Bereitschaftsdienst vorgehalten werden.
Für die in Zukunft anstehenden medizinischen Herausforderungen und für die Fortsetzung der urologischen Diagnostik und Therapie auf höchstmöglichen Niveau, sind die urologischen Belegärzte in St. Petri-Hospital Warburg durch regelmäßige Weiterbildung und Schulungen bestens vorbereitet.