Gießen, den 15.04.2010 --- Als "bedauerlichen Versuch, den falschen Eindruck zu erwecken, dass die medizinische Versorgung der Patienten in der Kinderklinik nicht zu jedem Zeitpunkt auf hohem Niveau gewährleistet" sei, hat der Vorsitzende der Geschäftsführung des Universiätsklinikums Gießen und Marburg (UKGM), Joseph Rohrer, die Darstellung der Frankfurter Rundschau vom Dienstag in aller Deutlichkeit zurückgewiesen. "Das Gegenteil ist der Fall. Die Sicherheit unserer Patienten und eine hohe medizinische Versorgungsqualität ist zu jedem Zeitpunkt gewährleistet", stellte Rohrer richtig.
Prof. Dr. Maier, Leiter der Marburger Kinderklinik, betont: "Die Oberärzte haben sich am heutigen Tage gegen die presseöffentliche Instrumentalisierung ihres Schreibens verwehrt und klargestellt, dass dieses nicht von ihnen beabsichtigt war. Vielmehr sollte der Brief als interne Diskussionsgrundlage mit der Geschäftsführung dienen. Ich verstehe dieses Schreiben als Ausdruck eines außerordentlichen Engagements für die Patientenversorgung, die wir miteinander auf dem gewohnt hohen Niveau weiterhin sicherstellen wollen." Joseph Rohrer führt aus, dass die Oberärzte auf Schwierigkeiten aufmerksam gemacht haben, die entstehen könnten, wenn die organisatorischen Themen nicht angepackt würden. "Diese Hinweise nehmen wir sehr ernst und werden in enger Abstimmung mit den Ärzten die organisatorische Situation erläutern und dort, wo es notwendig wird, gemeinsam lösen. Unsere Patienten können sich auf uns und die Arbeit unserer Mitarbeiter verlassen.", so Rohrer. Die Marburger Kinderklinik ist im Rahmen unterschiedlicher interner und externer Qualitätssicherungssysteme aktiv. Zum Beispiel in der hessischen Neonatalerhebung und in der bundesweiten Erhebung von nosokomialen Infektionen von Frühgeborenen. Im Vergleich zu anderen Perinatalzentren sind die Ergebnisse überdurchschnittlich gut.
Der Klinikdirektor Prof. Dr. Maier und der Ärztliche Direktor, Prof. Dr. Moosdorf stellten klar, dass zu keinem Zeitpunkt gegen rechtliche Vorschriften verstoßen wurde. Die Auflagen des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) hinsichtlich der Qualifikation als Perinatalzentrum Level I seien erfüllt, erst im März wurde dem Zentrum ein sehr positives mündliches Zeugnis ausgestellt. Die von den Oberärzten angesprochenen vakanten Stellen im Bereich der Kinderonkologie stünden in unmittelbarem Zusammenhang mit der generellen, bundesweiten Knappheit von Kinderonkologen.
Prof. Dr. Maier betont: "Die Sicherheit unserer Patienten in der Marburger Kinderklinik war und ist zu jedem Zeitpunkt gewährleistet – hohe medizinische Behandlungsqualität ist für uns selbstverständlich."