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Zentralklinik Bad Berka GmbH
Bad Berka, 15. Februar 2010 --- In der Eingangshalle der Zentralklinik Bad Berka sind vom 15. Februar 2010 bis zum 18. März 2010 Gemälde von Albert Wagner aus Hünfeld (Hessen) zu sehen. Albert Wagner kam über das technische Zeichnen und die Fotografie zur Malerei. So erscheint es verständlich, dass in seinen Bildern zunächst die „Farben“ schwarz und weiß vorherrschten. Auch die geometrischen Formen, die er nach wie vor verwendet, fanden hier ihren Ursprung. Dazu war und ist es ihm wichtig, in den Bildern eine Reduzierung des Gesehenen auf einfache geometrische Formen vorzunehmen und doch eine – wenn auch oft verfremdete – Wiedererkennung zuzulassen. Erst der vermehrte Umgang mit der Verfremdung von Fotografien – auch farblich – führten dazu, dass der Umgang mit Farben einen immer breiteren Raum in den gemalten Bildern einnahm. Zu dem Endprodukt „Bild auf Leinwand“ gelangt Albert Wagner in erster Linie auf zwei Wegen: Zuerst und vielfach über den Weg des eigenen Fotos, das immer weiter reduziert und abstrahiert wird. Oder über den Weg der konkreten Konstruktion eigener Vorstellungen und Wahrnehmungen aus der Umwelt. Ein weiterer Weg wird anhand von Zitaten (nicht Kopien) vorhandener Gemälde verfolgt, wobei auch hier die Reduzierung als Mittel eingesetzt wird. Das Bemühen Albert Wagners ist, Spannungen zu erzeugen, indem Flächen und Farben so angeordnet oder eingesetzt werden, dass dem Betrachter unterschiedliche Wahrnehmungsmöglichkeiten offen bleiben bzw. er in seiner Wahrnehmung des Dargebotenen verunsichert wird. Gestaltet werden, trotz flächiger und monochromer Malweise, räumliche Illusionen. Die Gestalt gebenden Flächen sind scharf konturiert; Gegenständliches wird auf einfache geometrische Formen reduziert. „In Opposition zu der Gestalttheorie, dass der Mensch anhand seiner Erfahrung immer gewillt ist, eine „geschlossene Gestalt“ zu sehen, werden in meinen Bildern mindestens zwei Betrachtungsweisen angeboten. Dadurch wird die Wahrnehmung mehr oder weniger stark verunsichert und es kommt selten zu einer Eindeutigkeit, eher aber zu einer mentalen Konstruktion von Wirklichkeit. Eine Festlegung des Betrachters auf eine Sichtweise wird außerdem dadurch verhindert, dass meine Bilder selten einen Titel bekommen.“, so Albert Wagner über seine Werke. Der 1947 in Koblenz geborene Künstler war ursprünglich Kfz-Mechaniker und Techniker und hatte sich neben seiner beruflichen Tätigkeit voll und ganz dem Leistungssport verschrieben. 1974 wechselte Albert Wagner seine berufliche Ausrichtung und studierte Sozialpädagogik und anschließend Psychologie. Zusätzlich absolvierte er eine Ausbildung zum Kreativitätstrainer und verschiedene Therapieausbildungen. 1979 erhielt er das erste Sportverbot, das für ihn zwangsläufig den Abschied vom Leistungssport bedeutete. 1984 bekam er dann ein endgültiges Sportverbot. Damals nahm ihn seine Arbeit als leitender Therapeut in einer Suchtklinik derart in Anspruch, dass er weniger Zeit für seine eigenen künstlerischen Tätigkeiten außer der Fotografie fand. Erst im Jahr 2002 begann Albert Wagner, Wochenendkurse in Acrylmalerei zu nehmen. Danach unternahm er die ersten autodidaktischen Versuche mit Farbe und Leinwand. In den folgenden Jahren absolvierte er immer wieder Kurse in Acrylmalerei und Zeichnen und besuchte die freie Malschule Kleinsassen. Seit er im Jahr 2006 aus gesundheitlichen Gründen in den vorzeitigen Ruhestand gehen musste, widmet er sich verstärkt seinem künstlerischen Schaffen. So entstanden seither Holz- und Specksteinplastiken, Malereien, Acryl auf Leinwand und Kohlezeichnungen. Seit dem Jahr 2009 sind Albert Wagners Arbeiten auch für die Öffentlichkeit zugänglich. So zeigte er seine Werke bereits in Ausstellungen in Hünfeld, Bad Hersfeld und Hungen.
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