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Park-Krankenhaus Leipzig
PressekonferenzPsychiatrische Versorgung gefährdet Krankenhausgesellschaft Sachsen und PKL-Chefarzt schlagen Alarm Leipzig, den 21. Januar 2010 --- Die Krankenhausgesellschaft Sachsen befürchtet eine massive Verschlechterung der ambulanten Versorgung von psychiatrischen Patienten in Sachsen. Auch Prof. Kallert, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am Park-Krankenhaus Leipzig und Ärztlicher Direktor der Soteria Klinik Leipzig hat Anlass zu massiven Bedenken bezüglich der Aufrechterhaltung einer bestehenden Gesundheitsversorgung im Freistaat Sachsen. Hintergrund ist derVerhandlungsstand von Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV), dem Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) zur Vereinbarung gemäß § 118 Abs. 2 SGB V. Diese konterkarieren die notwendige Versorgungssituation im Freistaat Sachsen. Psychiatrische Instituts-Ambulanzen (PIAen) gibt es an 20 Allgemein-Krankenhäusern mit angeschlossener Fachabteilung und an zehn Fachkrankenhäusern in Sachsen. Diese versorgen im Jahr insgesamt ca. 80.000 Patienten. Die Fallzahlen und Patientenkontakte nehmen stetig zu. Allein für den Bereich der Erwachsenenpsychiatrie gibt es von 2007 auf 2008 ein Fallzahlanstieg in Höhe von 23 %. Im gleichen Zeitraum stieg die Inanspruchnahme der Institutsambulanzen für Kinder- und Jugendpsychiatrie um ca. 20 %. Die vertragsärztliche psychiatrische Versorgung insbesondere in den ländlichen Versorgungsräumen bricht zunehmend weg. Die Wartezeiten für eine Erstbehandlung oder Krisenintervention im niedergelassenen Bereich betragen teilweise 6 - 9 Monate. Die PIA ist daher häufig die einzige Anlaufstelle für eine ambulante Konsultation. Sollte die Vereinbarung auf Bundesebene gemäß § 118 Abs. 2 SGB V für die PIAen in der letzten Fassung zustande kommen, wird es zu einer enormen Verschlechterung der ambulanten Versorgung von psychiatrischen Patienten kommen. Die genauen Hintergründe und die zu befürchtenden gesellschaftlichen Auswirkungen werden in einer Pressekonferenz erläutert.
Alle Medienvertreter sind recht herzlich eingeladen. Für unsere Planung bitte ich um eine Anmeldung.
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