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Klinikum Hildesheim

Laser-OP verkleinert Mandeln um die Hälfte

 Hildesheim, 21.01.2010 ---- Laser-OP verkleinert Mandeln um die Hälfte

Wenn häufige Infekte zu Atemaussetzern führen, kann der HNO-Arzt helfen

Die Gaumenmandeln (Tonsillen) haben eine wichtige Funktion im Körper: sie gehören zum Abwehrsystem des Menschen. Doch an den Mandeln können sich Entzündungen ergeben, die durch Bakterien (Streptokokken, Staphylokokken, Haemophilus influenzae, Pneumokokken) verursacht werden. Kinder oder junge Erwachsene sind von dieser Erkrankung am stärksten betroffen. Wenn Mandelentzündungen mehrmals hintereinander auftreten oder chronisch werden, raten Ärzte nicht selten zur operativen Mandelentfernung. Diese kann jedoch erst ab dem  fünften Lebensjahr stattfinden, da die Mandeln für die Ausbildung der körpereigenen Abwehr des Kindes sehr wichtig sind.

Behinderung der Atmung

Besonders kleine Kinder können stark an häufig wiederkehrenden Infekten leiden, die zur Behinderung der nächtlichen Atmung bis hin zu Atemaussetzern führen können. Dr. Morad Ilbagian und Dr. Frank-Peter Bauer sind Chefärzte am Klinikum mit HNO-Facharztpraxis im Medicinum, und verfügen über große Expertise im Bereich der Mandelverkeinerung.  Dr. Ilbagian erklärt, in welchen Fällen die Verkleinerung der Mandeln sinnvoll sein kann: „Die Mandeln sind im Lebensalter von zwei bis fünf Jahren besonders aktiv, es kann dazu kommen, dass sie sich soweit vergrößern, dass es zu Beeinträchtigungen des Kindes führen kann. Die Hauptsymptome vergrößerter Mandeln sind Nasenatmungsbehinderung, häufige Infekte der oberen Atemwege oder Mittelohrerkrankungen. Mit Vergrößerung der Mandeln kann es zu einer ausgeprägten Schnarchsymptomatik kommen, die auch zu nächtlichen Atemaussetzern führen kann. Die Kinder sind dann tagsüber häufig müde, erschöpft und quengelig, weil der Schlaf nicht erholsam war.“

Was kann der HNO-Arzt tun?

Die moderne Lasertechnik hat sich inzwischen in der Medizin etabliert und auch im HNO-Bereich neue Operationsmethoden ermöglicht. Seit einigen Jahren wird die Mandelverkleinerungs- OP zur Reduktion vergrößerter Mandeln durchgeführt- meist bei Kindern.
Nach sorgfältiger Abklärung der Indikation wird hierbei im Unterschied zur vollständigen Mandelentfernung nur der Teil des Mandelgewebes mit dem Laser abgetragen, der überschüssig ist. So bleibt genügend Mandelgewebe erhalten und die kindliche Körperabwehr wird möglichst wenig beeinträchtigt.
Seit der Neueröffnung der HNO Klinik am Klinikum im Oktober 2007 hat Dr. Ilbagian unlängst seinen 1000. Patienten behandelt. Auch hier war es eine Mandelverkleinerung, denn der Dreijährige hatte nach vielen immer wiederkehrenden Infekten im Hals-Nase- Ohrenbereich und nachts häufig Atemaussetzer, welche die Eltern stark beunruhigten. Eine Beeinträchtigung der Sprachentwicklung zeichnete sich ebenfalls ab. Dr. Ilbagian schildert den Eingriff: „Eine Mandelverkleinerung ist eine kurze Operation, ein ca. dreitägiger Krankenhausaufenthalt zur Beobachtung ist sicherheitshalber erforderlich.“

Kontakt zur Klinik für HNO-Heilkunde und Kopf- Halschirurgie
Tel. 05121 - 912915-0


Klinikum Hildesheim GmbH
Dr. Gabriela Teichmann
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Norddeutschland
Weinberg 1
31134 Hildesheim
Tel  05121 89-4681
Fax 05121 89-4110
Mail: gabriela.teichmann@klinikum-hildesheim.de

 

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