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Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH

Maßgeschneiderte Lösungen: Beim künstlichen Kniegelenk setzt Orthopädie der Gießener Uniklinik auf den Einsatz „personalisierter Instrumente“

Als eine der ersten Kliniken bundesweit bieten die Orthopäden am UKGM die neueste Technik für den Kniegelenkersatz an

Gießen, 08. März 2012. Wenn das Knie nur noch schmerzt, die Bewegung eingeschränkt ist oder das Gelenk langsam steif wird und alle nicht-operativen Möglichkeiten ausgeschöpft sind, dann hilft oft nur noch ein künstliches Kniegelenk. Schätzungsweise rund 150.00 Patienten sind pro Jahr davon betroffen. Ursachen hierfür sind meist der Verschleiß des Knorpels (Arthrose), Gelenkentzündungen wie z.B. Rheuma, Verletzungen oder aber auch Fehlstellungen (O-Beine, X-Beine), durch die das Kniegelenk dauerhaft falsch belastet wird.

Um das künstliche Kniegelenk einzusetzen, muss, nach dem Standardverfahren, zu Beginn der Operation gemessen werden, wie viel Millimeter Knochen sowohl vom Oberschenkel als auch vom Schienbein entfernt werden müssen, damit die Prothese passgenau dort eingesetzt werden kann. Dazu sind mehrere verschiedene Schritte nötig. Beim Einsatz personalisierter Instrumente ist diese Planung bereits vor der OP abgeschlossen.
Grundlage dafür ist eine Röntgenaufnahme des betroffenen Beins durch Computertomographie. Der orthopädische Chirurg legt dann fest, wie viel Knochen entfernt werden muss und welche Größe das Implantat haben soll. Anhand der Aufnahme und der errechneten Maße produziert ein medizintechnisches Unternehmen (bislang nur in den USA) genauestens auf den Patienten abgestimmte Schablonen (personalisierte Instrumente). Die Schablonen setzt der Chirurg dann bei der OP an Ober– und Unterschenkel an und kann so exakt, ohne weitere Messverfahren, die Knochenflächen bearbeiten. Die Schablonen passen immer nur für diesen einen Patienten und sind deshalb auch mit dem Namen des Patienten und einer entsprechenden Kennnummer versehen.  Vorteile für den Patienten: die Operationszeit verkürzt sich auf die Hälfte, die Narkosebelastung ist dadurch geringer und die Prothese kann mit größter Genauigkeit angepasst werden.
Dieses neue Verfahren kommt grundsätzlich für jeden Patienten in Frage. Ausnahme sind lediglich Patienten, die etwa unfallbedingt schnell auf einen kompletten Kniegelenkersatz angewiesen sind, da die computergestützte Planung eine Vorlaufzeit von sechs Wochen hat.

An der Gießener Orthopädie wird das Verfahren seit vergangenem November durch Oberarzt Dr. Oliver Bischel eingesetzt. Somit war die Orthopädie am UKGM unter den ersten drei Kliniken bundesweit, die sich auf den Einsatz von personalisierten Instrumenten beim Kniegelenkersatz in dieser Form spezialisiert hat.

Kontakt

Dr. med. Oliver Bischel
Oberarzt
Tel.: 0641 - 985 - 42 925
Mail: Oliver.Bischel@ortho.med.uni-giessen.de

Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH (UKGM)

Klinik und Poliklinik für
Orthopädie und Orthopädische Chirurgie
Direktor: Prof. Dr. med. Markus Rickert
Klinikstraße 33
35392 Gießen
Tel.: 0641-985-42911

 

 


Christine Bode
Kommunikation
 
Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH (UKGM)
Rudolf-Buchheim-Straße 8
D-35392 Gießen
 
Telefon: (0641) 985-40013
E-Mail: christine.bode@uk-gm.de
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