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WebEPA: Patientenorientierung 2.0
Interdisziplinäre Vernetzung trägt wesentlich zu einer noch besseren und schonenderen Patientenversorgung bei. Deswegen haben wir es uns zu einer Kernaufgabe gemacht, eine reibungslose Kommunikation und Information aller an einer Behandlung beteiligten Ärzte zu ermöglichen – auch über Einrichtungsgrenzen hinweg.
Unsere Lösung: die Web-basierte Elektronische Patientenakte, kurz: WebEPA. Sie kann alles enthalten, was auch in der traditionellen Patientenakte aus Karton steckt: Befunde, Röntgenbilder, Laborergebnisse, bisherige Therapien, Notfallinformationen über Allergien, Blutgruppe oder chronische Erkrankungen.

Anders aber als die greifbare Vorgängerin kann sie nicht nur die Informationen jeweils eines »Leistungserbringers« – also eines Haus- oder Facharztes, eines Krankenhauses, einer radiologischen Praxis – sammeln, sondern den Patienten über alle Stationen seiner Behandlung begleiten.

Damit lassen sich Doppeluntersuchungen, zum Beispiel Röntgenaufnahmen, ebenso vermeiden wie Doppelverschreibungen oder gar Kollisionen neuer mit bereits verordneten Medikamenten. Zudem wissen alle Ärzte in der Behandlungskette Bescheid über spezielle Risiken und Unverträglichkeiten.

Mehr wissen – besser behandeln

Genau diese Kenntnisse über mögliche Allergien, Medikamentenunverträglichkeit oder Vorerkrankungen eines Patienten helfen den Ärzten nämlich rasch die richtigen Maßnahmen in die Wege zu leiten.

In der Praxis befinden sich diese lebenswichtigen Informationen oft gut verschlossen in der Kartei eines Hausarztes. Die Unterlagen müssten mühsam erfragt und dann weitergeleitet werden. Oft geben heute Krankenhausärzte oder Spezialisten neue Tests, Röntgenbilder oder Befunde in Auftrag. Wichtige Zeit für den Patienten geht auf Grund organisatorischer Erfordernisse verloren, und die Kosten für Doppeluntersuchungen steigen unnötig an.

Eine elektronische Austauschplattform für Mediziner

Mit der WebEPA haben wir eine elektronische Plattform entwickelt, um mit Zustimmung des Patienten medizinische Daten sicher auszutauschen. Sie dient in erster Linie als zentraler Zugang für sämtliche zur Behandlung notwendigen Daten. Die bereits in einigen Krankenhäusern unseres Verbunds erprobte eHealth-Lösung wurde in Zusammenarbeit mit Siemens Healthcare konzipiert und wird kontinuierlich weiterentwickelt.

Die Vorteile sind enorm: Mit wenigen Mausklicks haben die Mediziner digitalen Zugriff auf Befunde und Diagnosen von Haus- und Fachärzten – seien es Röntgenbilder oder Ergebnisse von Blutunter¬suchungen. Wer in Stations-, Untersuchungs- und Behandlungszimmern schnell und umfassend Informationen über einen Patienten braucht, kann von einem Standard-Computer aus mithilfe seines persönlichen Logins die Akte einsehen, in der möglichst viele Informationen gebündelt sind.

Große Vorteile zum Beispiel für die Versorgung chronisch Kranker

Diese Plattform dient vor allem dem Wohle der Patienten. Insbesondere bei der Versorgung chronisch Kranker steht den Ärzten die Krankengeschichte der Patienten auf diesem Wege möglichst vollständig zur Verfügung. Die Kommunikation zwischen Hausärzten, Klinikmedizinern und Spezialisten wird vereinfacht. Spezialisten an allen Orten der Welt können per Internet befragt werden oder sich im Vorfeld einer persönlichen Vorstellung ein ziemlich genaues Bild vom Zustand und der Krankengeschichte des Patienten machen. Alle an der Versorgung beteiligten Personen haben - wenn sie Teil des aktuellen Behandlungsteams sind – einen schnellen Zugang zu den wichtigen Daten. Sie können Tag und Nacht aktuelle Befunde, Röntgenbilder und Dokumentationen per Computer lesen oder neue Erkenntnisse ergänzen. Diese Zeitersparnis bedeutet einen besseren Service für alle Beteiligten. Hausärzte bleiben über den weiteren Behandlungsverlauf zeitnah informiert, Krankenhäuser sparen am administrativen Aufwand und Patienten gewinnen durch bessere Abläufe und eine beschleunigte Therapie an Lebensqualität.

Ein starkes Netzwerk für eine sichere Patientenversorgung

Die zielgerichtete, sichere Vernetzung ermöglicht den Ärzten in Deutschland eine neue Form der Zusammenarbeit zum Wohle und mit Einverständnis des Patienten. Sie erlaubt es uns, jetzt und in Zukunft, medizinisches Spezialwissen zum Patienten zu bringen, gleichwohl, ob sich dieser Patient in der Praxis eines Niedergelassenen Kooperationspartners oder in einer Klinik inner- oder außerhalb unseres Klinikverbundes befindet.

Mit Einwilligung des Patienten können Informationen wie Einweisungen, Entlassbriefe, Medikationen und Befunde zwischen den an seiner Behandlung beteiligten Ärzten auf einfachstem Wege ausgetauscht werden. Nach der Entlassung aus der Klinik kann die Versorgung vom Hausarzt oder in Medizinischen Versorgungszentren weitergeführt werden, ohne dass wichtige Informationen verloren gehen.

Der Patient bleibt dabei stets Herr bzw. Herrin über die Akte. Nur er oder sie entscheidet selbst, welcher Arzt welche Daten einsehen und einsehbar machen darf. Auf jeden Fall kann der Patient seine Einwilligung jederzeit zurückziehen oder einen Arzt von der Behandlung wieder ausschließen.

In der Vernetzung der medizinischen Behandlung liegt eine große Chance für die sinnvolle und effektive Behandlung der Patienten in der Zukunft. Mediziner und weitere Verantwortliche haben große Pläne und Visionen bei der Weiterentwicklung der WebEPA.