

Wir streben für jeden unserer Patienten den größtmöglichen Behandlungserfolg an. Darum legen wir im klassischen Qualitätsmanagement unser Hauptaugenmerk auf die medizinische Ergebnisqualität. Wir messen sie quartalsbezogen anhand von 59 konzerneinheitlichen Qualitätsindikatoren – davon 45 aus dem Verfahren nach § 137 SGB V (BQS-Verfahren) und 14 aus DRG-Daten, d.h. aus Daten, die zur Abrechnung erhoben werden (z.B. Diagnosen, Prozeduren, Verweildauer) und damit eine objektive Grundlage für die Qualitätsbeurteilung medizinischer Leistungen darstellen. Deshalb werden wir diese Basis unserer Qualitätssicherung weiter ausbauen und erarbeiten darüber hinaus ein konzerninternes Benchmarking auf Basis von Routinedaten: Wir entwickeln in enger Abstimmung mit den Chefärzten unserer Kliniken Indikatorensets ständig weiter, die wir in 2008 zudem um weitere Kennzahlen zur Patientensicherheit und aus den Projekten des Bundesverband Deutscher Privatkliniken e.V. (BDPK) und dem Verband der Universitätsklinika Deutschlands (VUD) erweitern werden.
Beim Umgang mit Kennzahlen sind „harte“ Ergebnisdaten von sogenannten „hinweisenden Indikatoren“ zu unterscheiden:
Erstere geben direkt, ohne weitere Erläuterung, über die Ergebnisqualität eines Bereichs Auskunft (z.B. Mortalitätsraten) – auch im Rahmen eines Rankings oder Benchmarkings. Voraussetzung ist eine weitestgehend konkretisierte Fragestellung bzw. eine angemessene Risikoanpassung.
Zur Verbesserung medizinischer Abläufe sind die Ergebnisdaten allerdings weniger geeignet: schließlich sagt eine erhöhte Mortalitätskennziffer einer Fachabteilung noch nichts darüber aus, welche Schritte im Diagnose- und Behandlungsablauf verbessert werden können. Dazu bedarf es einer nachgehenden Analyse. Genau hier setzen die „hinweisenden Indikatoren“ (z.B. Eingriffsdauer oder Komplikationsraten) auf: Sie zeigen Fälle an, deren Behandlungsabläufe möglicherweise noch verbessert werden können und die darum genauer untersucht werden sollten.
Mit Blick auf bestmögliche medizinische Abläufe in unseren Kliniken werten wir die jeweils klinik- bzw. abteilungsbezogenen Ergebnisse vor Ort kontinuierlich aus. So führt etwa der Qualitätsmanagementbeauftragte vor Ort gemeinsame Aktenreviews mit dem jeweiligen Chefarzt durch. Das Qualitätsmanagement–Konzern steht für die Reviews bei Bedarf unterstützend zur Verfügung. Nicht immer muss die Auswertung zu einer Änderung der Abläufe vor Ort führen. Die Analyse hilft ebenso, die Aussagekraft bestehender Indikatoren kontinuierlich zu überprüfen und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen.
Dieses standardisierte Vorgehen ermöglicht es uns, Leitlinien für medizinische Abläufe systematisch zu verbessern. Dabei gilt unser spezielles Interesse den vor allem interdisziplinären Leistungsbereichen, die per se viele Schnittstellen aufweisen und daher eine intelligente Ablauforganisation erfordern.
Dank zusätzlicher Systemauditierungen erreichen wir Teil- oder Komplettzertifizierungen medizinischer Spezialbereiche, z.B. onkologischer Zentren wie Brust-, Prostata- oder Darmzentren. Parallel hierzu lassen wir die hohe medizinische Qualität dieser Leistungszentren zusätzlich extern durch die entsprechenden Fachgesellschaften (etwa der Leitlinien der Deutschen Krebsgesellschaft) bestätigen.
Die Zufriedenheit unserer Patienten stets im Blick
Behandlungserfolg ist mehr als objektiv gemessene Qualität von Diagnostik und Therapie. Die subjektive Bewertung der Krankenhausbehandlung durch den Patienten ist hier ebenfalls eine wichtige Größe. Denn nur ein zufriedener Patient ist bereit, zu seinem behandelnden Arzt eine auf Vertrauen und Nachhaltigkeit basierende Beziehung aufzubauen, die für den Behandlungserfolg entscheidend sein kann.
Da objektive, medizinische Ergebnisqualität und subjektive Patientenzufriedenheit voneinander abweichen können, haben wir die Erfassung der Patientenzufriedenheit neben die klassische Ergebnismessung gestellt.
Die erfassten Daten gehen – wie die Daten der Ergebnisqualität – in ein konzernweites regelmäßiges Benchmarking ein. Damit machen wir die Einschätzung unserer Patienten direkt zur Verbesserung interner Abläufe nutzbar.