Um eine bestmögliche Patientenversorgung zu gewährleisten, ist eine moderne medizinisch-technische Ausstattung unserer Kliniken für uns selbstverständlich. Mit dem technologischen Fortschritt in der Medizin nimmt der Einsatz von Informationstechnologie (IT) und diagnostischen Großgeräten im Krankenhaus zu und führt damit zu einem erhöhten Energiebedarf. Der höhere Stromverbrauch von Großgeräten wie Computer- und Magnetresonanztomographen zieht auch einen Mehrbedarf an Kälte nach sich. Ähnlich wie bei einem Computer wandelt sich die elektrische Energie während des Gerätebetriebs in Wärme um. Diese muss dann wieder abgeführt bzw. heruntergekühlt werden.
Damit zwischen unserem Anspruch an ein nachhaltiges Energiemanagement und der Verpflichtung zu einer bestmöglichen Patientenversorgung kein Widerspruch entsteht, setzen wir auf Innovation und investieren kontinuierlich in Forschung und Entwicklung energieeffizienter Verfahren – etwa im Rahmen unserer Feldversuche zum Einsatz von Brennstoffzellen [Link].
Um die notwendige Kühlung sowohl medizinisch-technischer Geräte als auch der Serverräume in unseren Kliniken sicherzustellen, setzen wir neben elektrisch betriebenen Kältemaschinen Absorptionskältemaschinen ein. Da diese Maschinen hauptsächlich mit Heizwärme aus Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (Blockheizkraftwerken) betrieben werden, handelt es sich hier um ein ideales Verbundkonzept. Darüber hinaus ist die eigene Energieerzeugung für uns von be-sonderer Bedeutung.
Eigene Stromerzeugung
In den vergangenen Jahren haben wir insbesondere die Nutzung von Blockheizkraftwerken (BHKW) mit Anlagen zur Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung an unseren Kliniken vorangetrieben. Diese Technologie hat den Vorteil, dass die im BHKW bei der Stromproduktion entstehende Wärme unmittelbar für die Beheizung, Warmwasserbereitung sowie über Absorptionskältemaschinen für die Kälteerzeugung genutzt werden kann. Durch sehr hohe Wirkungsgrade ist dies ein Ressourcen schonendes und höchst effizientes Verfahren, bei dem im Vergleich zur konventionellen Energiebereitstellung deutlich weniger Treibhausgase anfallen.
Seit 2001 erproben wir zudem den Einsatz von Brennstoffzellen an unseren Kliniken und setzen damit schon heute den ersten Schritt auf dem Weg zur Energieversorgung der Zukunft.