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Umwelt und Energie
Umwelteinflüsse können gesundheitliche Risiken für den Menschen bedeuten. Deshalb ist der schonende Umgang mit der Umwelt ein wichtiger Ansatzpunkt im Rahmen der Gesundheitsvorsorge und damit selbstverständlicher Bestandteil unserer Geschäftstätigkeit als moderner Gesundheitsdienstleister.
Effektives Umweltmanagement ist für uns aber nicht nur ein ökologischer Imperativ: Um steigende Kosten etwa aus gesundheitspolitischen oder tariflichen Entwicklungen aber auch im Bereich der Energieversorgung abzufedern, ist effizientes Energie- und Umweltmanagement auch eine wirtschaftliche Verantwortung, die wir mit Blick auf unser Unternehmensziel einer bezahlbaren und qualitätsvollen Medizin für jedermann natürlich annehmen.
Wir haben unser Umweltmanagement zur Chefsache gemacht: Die Koordinierung des konzernweiten Umweltmanagements der RHÖN-KLINIKUM AG erfolgt durch die Abteilung Technisches Controlling/Umwelt, die dem Vorstandsvorsitzenden direkt zugeordnet ist. Sie unterstützt die in jeder Tochtergesellschaft verantwortliche Technische Leitung bei der operativen Umsetzung des Umweltmanagements. Über Schulungen der dezentralen Abteilungen sowie durch regelmäßige Einsätze der Mitarbeiter des Technischen Controllings vor Ort wird ein effektiver Know-how-Transfer sichergestellt. Mithilfe eines intranetbasierten Wissensmanagements gelingt es uns, die Umweltstandards in unseren Klinken kontinuierlich zu verbessern und einen systematischen Wissensaustausch in unserem wachsenden Unternehmen zu unterhalten. So können neu übernommene Krankenhäuser schnell an die hohen ökologischen Standards des Konzerns herangeführt oder aber – in umgekehrter Richtung – innovative Technik aus neuen Kliniken übernommen werden.

Integrationsmanagement neuer Kliniken: Schwerpunkte Energie und Emissionen
Die Einführung des Controllings in den Bereichen Umwelt mit Schwerpunkt Energie und Emissionen ist ein wichtiger Bestandteil unseres Integrationsmanagements nach der Übernahme eines Krankenhauses. Ausgangspunkt ist eine gründliche Bestandsaufnahme in den Bereichen Strom, Wärme, Wasser sowie Müll in Abhängigkeit zu der Fallzahlenentwicklung der Klinik. Zusätzlich führen Mitarbeiter des technischen Controllings eine vor Ort-Besichtigung durch, wobei sie die bestehenden technischen Anlagen einer kritischen Überprüfung unterziehen. Ist dies erfolgt, wird gemeinsam mit den Verantwortlichen vor Ort ein Maßnahmenkatalog erarbeitet, der für die Dauer der Integration die zentrale Handlungsanleitung auf dem Weg zur schnellstmöglichen Optimierung des technischen Betriebs der Klinik darstellt. Häufige Ansatzpunkte im Bereich der Sofortmaßnahmen in den bestehenden Anlagen sind

  • die konsequent bedarfsorientierte Steuerung der Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen
  • die Vermeidung von Be- und Entfeuchtungseinrichtungen
  • der Einsatz energiesparender Geräte und -Systeme 
  • Substitution des Energieträgers Dampf

Zusätzlich werden nach Möglichkeit Sanierungs- und Modernisierungsinvestitionen durchgeführt, die helfen, Energieverbrauch und Emissionen deutlich zu reduzieren.

Hierzu zählen:

  • bei (Teil- bzw. Ersatz-) Neubauten: die Schaffung kompakter Baustrukturen
  • eine optimale Gebäudedämmung
  • Anlagenmodernisierung zum Beispiel im Bereich der Dampfversorgung
  • der Einsatz intelligenter Regelungsstrategien 
  • die Installation von Blockheizkraftwerken zur Ressourcen schonenden Energiebereitstellung 
  • Einsatz effizienter Anlagen zur Kälteerzeugung 
  • Förderung innovativer, schadstoffarmer Energietechnologien wie Brennstoffzellen 
  • Nutzung regenerativer Energien wie Erdwärme und Wasserkraft.

Um die Nachhaltigkeit unseres Controllings zu gewährleisten, führen wir bei Übernahme einer Klinik ein Berichtswesen im Bereich Energie ein. Grundsätzlich ist ein Benchmarking zwar aufgrund der sehr unterschiedlichen Versorgungsprofile und Gebäudestrukturen unserer Kliniken nur bedingt möglich. Jedoch können wir Verbrauchsänderungen kurzfristig erkennen und deren Ursachen analysieren.

Weitere Schwerpunkte unseres Umweltmanagements
Neben dem beschriebenen Management von Energie und Emissionen setzen wir im Rahmen des Umweltmanagements Schwerpunkte in den Bereichen Wasserverbrauch, Materialeinsatz und Sicherheit:

Schonender Umgang mit Wasser durch

  • Einsatz Wasser sparender Strahlregler 
  • Verwendung von Grauwasser 
  • Einsatz Wasser sparender Technologien. 

Reduzierung von Abfällen durch

  • Grundsatz der Vermeidung und Verwertung
  • Gezielte Mitarbeiterschulungen 
  • Einführung digitaler Bildgebungsverfahren in der Radiologie: Rückgang bei Sonderabfällen (Fixier- und Entwicklerlösung, Röntgenfilme).

Mehr Sicherheit für Umwelt und Mitarbeiter durch

  • Einsatz von Gefahrstoffkatastern
  • Systematische Gefährdungsbeurteilung betr. Schadstoffe und Altlasten vor Akquisitionen 
  • Sachgerechte Entsorgung ggf. vorhandener Schadstoffe 
  • Gezielte Brandschutzmaßnahmen 
  • Regelmäßige Mitarbeiterschulungen in den Bereichen Brandschutz und Gefahrstoffe.

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