
das medizinische Angebot und die wichtigsten Leistungszahlen der RHÖN-KLINIKUM AG für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2009 sind im Vergleich zum Vorjahreszeitraum kräftig gewachsen: Wir haben 1,35 Mio. (+ 9,1 %) Patienten behandelt, unsere Umsatzerlöse liegen bei 1,72 Mrd. € (+ 8,6 %), das Konzernergebnis beträgt 97,1 Mio. € (+ 8,9 %). Mit unserer Umstrukturierungsexpertise und über ein Mehr an medizinischer Versorgung haben wir erneut Personal- und Sachkostensteigerungen kompensiert und so unsere Ziele zuverlässig erreicht.
In vielen Kliniken haben wir mittlerweile die Tarifverhandlungen abgeschlossen. Zugleich konnten wir uns mit einer Vielzahl von Kostenträgern über die Vergütung von Mehrleistungen verständigen. Somit besteht weitgehend Klarheit über den Kosten- und Erlösrahmen für dieses Jahr. Wir gehen nun davon aus, 2009 ein Konzernergebnis von leicht über 130 Mio. € zu erzielen. Unsere Umsatzerlöse sehen wir weiterhin bei 2,3 Mrd. €.
Mit unserer Kapitalerhöhung haben wir zu Beginn der dritten Dekade als börsennotierter Gesundheitsdienstleister das Fundament für den nächsten Wachstumssprung gelegt. Wir haben das angestrebte Emissionsvolumen von 460 Mio. € vollständig ausgeschöpft. Für das große Vertrauen bedanken wir uns ausdrücklich bei Ihnen, den Damen und Herren Aktionären. Zugleich sehen wir dies als Verpflichtung an, durch Akquisitionen und interne Leistungssteigerungen qualifiziert zu wachsen.
In vielen Gesprächen und Verhandlungen mit Vertretern der Kommunen und Länder, von Kliniken und Verbänden stellen wir fest, dass immer mehr Träger von Krankenhäusern in der Zusammenarbeit mit uns als investitionsfähigen, zuverlässigen und innovationsstarken Gesundheitsdienstleister eine Chance zur Sicherung einer hochwertigen, wohnortnahen Medizin sehen. Wir sind zuversichtlich, schon bald die Voraussetzungen für den Erwerb weiterer Gesundheitseinrichtungen zu schaffen.
Dabei bleiben die künftigen Rahmenbedingungen für den Gesundheitsmarkt herausfordernd. Die Finanz- und Wirtschaftskrise wirkt sich dämpfend auf die Beitragseinnahmen der Krankenkassen aus und vergrößert die Finanzierungslücke zwischen Bedarf und Angebot; 2010 wird das Defizit des Gesundheitsfonds auf etwa 7,4 Mrd. € wachsen. Damit steigt der Druck auf die Politik, die Rahmenbedingungen für den Gesundheitsmarkt weiterzuentwickeln.
Um auch weiterhin eine hochwertige und für Jedermann bezahlbare Gesundheitsversorgung zu gewährleisten, führt aus unserer Sicht kein Weg an einer sachorientierten Sicherstellung und Verbesserung des medizinischen Angebots vorbei. Wir sehen zum vom Gesetzgeber eingeschlagenen Weg der zunehmenden Verzahnung ambulanter und stationärer medizinischer Angebote keine Alternative. Denn das ist ein zentraler Hebel, um schlummernde Qualitäts- und Effizienzreserven an den Sektorengrenzen zu heben und so eine qualitätsvolle, wohnortnahe medizinische Versorgung für die Zukunft sicherzustellen.
Wir gehen diesen Weg in die Zukunft und bauen unser fach-, standort-, sektorübergreifendes Versorgungsangebot konsequent aus. Wir setzen alles daran, künftig noch mehr Patienten mit hoher Qualität und gutem Service zu überzeugen und unseren Wachstumskurs fortzusetzen.
Bad Neustadt a. d. Saale, im Oktober 2009
Ihr Wolfgang Pföhler
Vorstandsvorsitzender
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