„Tue nichts, was du nicht willst, dass es dir angetan werde, und unterlasse nichts, was du wünschst, dass es dir getan würde.“ So lautet der Leitgedanke, dem sich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Rhön-Klinikum AG, zu der die Häuser in Dippoldiswalde, Freital und Pirna gehören, verpflichtet fühlen.
Die Ausrichtung ihrer Arbeitsweise an den Bedürfnissen und Wünschen der Patienten genießt höchste Priorität. In allen Kliniken werden den Patienten bereits zu Beginn ihres Aufenthaltes Fragebögen ausgehändigt, um ihre Meinung zum Klinikaufenthalt zu erfahren. Sehr viele Patienten nutzen diese Gelegenheit und bringen anonym oder namentlich ihre Meinung zum Ausdruck. „Neben sehr viel Lob, unter anderem für freundliche und engagierte Schwestern und Ärzte, die den Patienten mit viel Geduld ihre Krankheit erläutern, gibt es natürlich auch Kritik“, sagt Dr. Ursula Zufelde, Geschäftsführerin der Weißeritztal-Kliniken.
Gemäß dem eingangs erwähnten Leitgedanken haben alle Mitarbeiter die Verpflichtung, jeden Hinweis ernst zu nehmen und zu prüfen. Erkannte Mängel sind umgehend abzustellen. Jeder Patient hat das Recht auf eine Antwort, sofern er seine Kritik nicht anonym geäußert hat. „Einige Patienten oder Angehörige finden ihren Weg auch zum direkten Gespräch mit der Geschäftsführung“, berichtet Dr. Katrin Möller, Geschäftsführerin der Klinikum Pirna GmbH. Solche Gespräche genießen eine hohe Priorität im Qualitäts- und Beschwerdemanagement der Geschäftsführungen.
In allen Stationen hängen Tafeln mit Bildern und Namen des Personals. Darüber hinaus trägt jeder ein Schild mit dem Namen und der Funktion an seiner Kleidung. „Jeder steht mit seinem Namen für die Qualität seiner Arbeit“, betont Frau Dr. Zufelde. Lob und Tadel könne so auch konkret adressiert werden. Im Rahmen der zertifizierten Zentren werden nach dem Aufenthalt spezielle Fragebögen nach Hause geschickt, wie im Brustzentrum. Außerdem wurde im Juni 2008 ein Qualitätsvergleich in allen sächsischen Tochterkliniken der Rhön Klinikum AG durchgeführt. Die Schwerpunkte der Kritik betreffen oftmals den Umgang miteinander und ungenügende Information über das, was mit dem Patienten geschieht. In der Konsequenz haben beide Kliniken den Servicebereich verstärkt. In Pirna werden z.B. in der Inneren Medizin auf Station Teamassistenten eingesetzt, die die Patienten am Vortag nochmals konkret über anstehende Untersuchungstermine informieren.
Die Kommunikation zwischen Ärzte, Schwestern und Patienten wird in Fortbildungen regelmäßig trainiert. Im Klinikum Pirna wurde im Jahr 2006 eine weitere aktive Form der Patientenbefragung ins Leben gerufen. Mehrmals in der Woche suchen Psychologen im Praktikum, die in der Klinik für Psychiatrie tätig sind oder waren, die Patienten vor Ort auf den Stationen auf und befragen sie direkt nach ihren Hinweisen oder Kritikpunkten. „Diese oftmals sehr konkreten Anmerkungen werden sofort am selben Tag mit dem Stationsteam aus Schwestern und Ärzten ausgewertet. Das gibt uns die Möglichkeit, ganz aktuell mit dem Patienten in Kontakt zu treten und zu reagieren.“, berichtet Frau Dr. Möller. So können Missverständnisse schnell ausgeräumt und Probleme noch während des Klinikaufenthaltes abgestellt werden. „Dabei kommt aber auch sehr viel motivierendes Lob für unsere Mitarbeiter mit herum“, resümiert die Pirnaer Geschäftsführerin. Im Rahmen deutschlandweiter Initiativen zur Stärkung der Patientenrechte gibt es an vielen Kliniken bereits Patientenfürsprecher. In der Psychiatrischen Klinik in Pirna ist dies bereits langjährige Übung. Auch für die somatischen Fachgebiete suchen die Krankenhäuser in Freital, Dippoldiswalde und Pirna nach engagierten Patienten, die aufgrund chronischer Erkrankungen oder sonstiger häufiger Krankenhausaufenthalte bereits Erfahrungen gesammelt und das Bedürfnis haben, ihre eigenen Erfahrungen nutzbringend für künftige Patienten einzusetzen. Interessenten können sich gerne bei den Kliniken nach den Möglichkeiten der ehrenamtlichen Mitwirkung erkundigen. Wenn Sie Fragen haben oder uns wegen konkreter Probleme kontaktieren wollen, stehen Ihnen folgende Wege offen
- Geschäftsführung unter 03501-7118 1201 oder gf@klinikum-pirna.de
- Patiententelefon unter 03501-7118 9999
- Chefarzt der jeweiligen Abteilung (Adressen und Telefonnummern finden Sie unter Kontakten)