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Leistungsspektrum


1. Gynäkologie 
2. Urogynäkologie
3. Onkologie 
4. Perinatalzentrum (Level 1) 
5. Ultraschalldiagnostik


1. Gynäkologie


Minimal-invasive-Chirurgie

Mit Hilfe der Laparoskopie (Bauchspiegelung) sind für die Patienten schonende Operationen im Bauchraum möglich.

Vorteile für die Patientin:

  • Kaum Narben, Operation durch den Bauchnabel
  • Kurze Klinikaufenthalte
  • In der Regel: Minimale Patientenbelastung
  • Geringe Schmerzen nach der Operation

Die Laparoskopie wird bei folgenden Eingriffen eingesetzt:

  • Lösen und Entfernen von Verwachsungen
  • Beheben von Eileiterschwangerschaften
  • Entfernen von Zysten am Eierstock
  • Entfernen eines Eierstocks
  • Entfernen von Myomen (Muskelknoten)an der Gebärmutter
  • Entfernen der Gebärmutter
  • Eileiterunterbindung und -durchtrennung
  • Abklärung von unklaren Schmerzen 
  • Entnahme von Gewebeproben bei z.B. Endometriose 
  • Überprüfung der Durchgängigkeit und Beweglichkeit der Eileiter bei Kinderwunsch
  • Operatives Öffnen der Eileiter bei Verschluß


Mit Hilfe der Hysteroskopie (Gebärmutterspiegelung) sind Operationen in der Gebärmutterhöhle möglich. Die Hysteroskopie wird eingesetzt zum:

  • Entfernen von Polypen
  • Entfernen von Myomen (Muskelknoten)
  • Entfernen von Schleimhaut
  • Entfernen von Septen (Septum-Scheidewand)
  • Entfernen von Fremdkörpern

Gynäkologische Standardoperationen bei gutartigen Gebärmutterveränderungen und Senkungszuständen der Scheide oder der Gebärmutter:

  • Gebärmutterentfernung vom Bauch und von der Scheide aus (abdominale und vaginale Hysterektomie)
  • Entfernung von Myomen 
  • Operative Behebung von Senkungszuständen (Beckenbodenplastik)
  • Operative Behandlung bei ungewolltem Harnverlust (Inkontinenzoperationen)
  • Ausschabungen (Abrasiones)
  • Abklärung von Brustdrüsenveränderungen mittels
  • Gewebeentnahme durch Absaugen von Gewebe (Mammotome® Brustbiopsie) Vorteil: nur kleiner Einstich, keine bleibende Narbe
  • Hochgesschwindigkeitsstanzbiopsien (ultraschallgesteuert)
  • Gewebeentnahme mittels chirurgischen Eingriffs (offene Mamma-PE)
  • Plastische Operationen
  • Bauchdeckenplastiken
  • Brustdrüsenvergrößerungen (Augmentationsplastik)
  • Brustdrüsenverkleinerungen (Reduktionsplastik)
  • Korrektur bei Fehlbildungen
  • Ultraschall-Diagnostik

Vorteile:

  • moderne Untersuchungsmethode ohne Strahlenbelastung, jederzeit einsetzbar
  • Untersuchung über Brust, Bauch und Scheide
  • Die Ultraschall-Diagnostik wird eingesetzt zum:
  • Erkennen von Frühschwangerschaften
  • Erkennen einer Eileiterschwangerschaft
  • Erkennen von Zysten & Tumoren
  • Erkennen von Fehlbildungen am Fötus
  • Erkennen von Schleimhautveränderungen in der Gebärmutter
  • Erkennen von Myomen
  • Erkennen von Zysten in der Brust
  • Erkennen von Tumoren in der Brust
  • Doppler-Sonographie
  • Durchblutungsmessung mit Hilfe der Ultraschall-Diagnostik zur Abklärung des Durchblutungsmusters von Tumoren


 

2. Urogynäkologie

Diagnostik:

  • Untersuchung
  • Sonographie
  • Beratung
  • Behandlung der Inkontinenz:

Operationen:

  • Operationen mit spannungsfreien Schlingen (TVT, transobtuatorisches Band)
  • Operationen mit modernen Netz-Implantaten

Senkungsoperationen:

  • vaginal (Kolporrhaphie, Kolposuspension, Bridge-repair)
  • abdominal (Kolposacropexie, Bruch-OP)


 

3. Onkologie

Behandlung bei Krebs
Wir setzen moderne Krebs-Operations-Methoden und Krebs-Anschluss-Therapien ein, immer mit dem Ziel, das Tumorwachstum zu stoppen und die Lebensqualität zu erhalten.

Operative Behandlung bei Unterleibskrebs
Unter Berücksichtigung des jeweiligen Tumorstadiums führen wir alle gängigen Krebsoperationen durch, bei:

  • Krebserkrankungen der Gebärmutter (Gebärmutterhals, Gebärmutterkörper)
  • Krebserkrankungen der Scheide
  • Krebserkrankungen der Eierstöcke und Eileiter
  • Krebserkrankungen der Schamlippen
  • Operative Behandlung bei Brustkrebs


Unser Ziel im Interesse der Patientin ist die brusterhaltende Operation oder bei notwendiger Abnahme der Brust die wiederherstellende Operation. Hierzu werden die folgenden Operationsmethoden angewandt:

  • Brusterhaltende Entfernung des Tumors
  • herkömmliche Operation der Achselhöhlenlymphknoten
  • Sentinel-Lymphknoten-Technik
  • Entfernung des Tumors mit Hautareal und Wiederherstellung der Brust mit Eigengewebe vom Rücken (sogenannte Latissimus-Dorsi-Lappen-Methode)
  • Entfernung der Brust und sofortiger Wiederaufbau (Rekonstruktion) mit Eigengewebe vom Bauch (sogenannte Tram-Lappen-Methode)
  • Tumorentfernung mittels Reduktionsplastik
  • Psychosoziale Betreuung

Gesprächskreise

  • Informationsveranstaltungen
  • Kontakte zu Selbsthilfegruppen 


4. Perinatalzentrum (Level 1)

Das Klinikum Pforzheim wurde vom Regierungspräsidium Karlsruhe ab 1.4.1999 als Perinatalzentrum anerkannt. Im Rahmen dieses Perinatalzentrums arbeiten Kinderklinik und Frauenklinik eng zusammen.

Worterklärungen  

  • Perinatal um die Geburt herum
  • Neonatologie Lehre vom Neugeborenen, seinen Erkrankungen, ihrer Diagnostik und Behandlung
  • Neonatalperiode Neugeborenenperiode von der Geburt bis zum 28. Lebenstag 

Definition und Aufgaben eines Perinatalzentrums
Ein Perinatalzentrum (Level 1) ist eine interdisziplinäre Einrichtung mit den Schwerpunkten Geburtshilfe und Neonatologie zur Überwachung, Diagnostik und Therapie bei Mutter und Kind während der Schwangerschaft, der Geburt und der Neonatalperiode.


Zentralisierung von Risikoschwangerschaften
In den Fällen, in denen bereits vor der Geburt abzusehen ist, dass das Kind nach der Geburt einer spezialisierten Behandlung bedarf, ist es aus der Sicht des Kindes besser, die Mutter bereits vor der Geburt in ein Perinatalzentrum zu verlegen. Transport "in der Gebärmutter" bedeutet für das Kind weniger Risiko als ein Intensivtransport nach der Geburt.

Zusammenarbeit von Geburtshilfe und Neonatologie

  • Regelmäßige Besprechungen und Fallkonferenzen
  • Beratung über die Betreuung von Hochrisikoschwangerschaften vor der Geburt
  • Gemeinsame Ultrschalluntersuchungen von Kindern bereits vor der Geburt bei Verdacht auf eine angeborene Fehlbildung
  • Neugeborenenerstversorgung durch einen Kinderarzt bei allen Risikogeburten. Beispiele: Kaiserschnitt, Mehrlinge oder frühzeitige Geburt
  • Kinderfachärztliche Vorsorgeuntersuchungen auf der Wochenstation (U2)
  • Bei Bedarf kinderärztliche Untersuchung ("Konsil") rund um die Uhr auf der Wochenstation

5. Ultraschalldiagnostik (moderne Untersuchungsmethode ohne Strahlenbelastung jederzeit einsetzbar)

Untersuchung über Bauch und Scheide wird eingesetzt zur:

  • Feststellung der Schwangerschaft
  • Beurteilung des fötalen Wachstums (Fötus - Kind im Mutterleib)
  • Erkennen von Wachstumsverzögerungen beim Fötus
  • Erkennen von Fehlbildungen am Fötus
  • Beurteilung von Verkürzungen des Muttermundes
  • Beurteilung der Placenta (Placenta-Mutterkuchen) hinsichtlich: Sitz und Reifegrad
  • Beurteilung der Fruchtwassermenge
  • Erkennen von Mehrlingen (Zwillinge, Drillinge, etc.)
  • Überwachung von Mehrlingsschwangerschaften
  • Doppler-Sonographie
  • Durchblutungsmessung mit Hilfe der Ultraschall-Diagnostik zur Abklärung der Durchbutung kindlicher und mütterlicher Gefäße z.B. bei Wachstumsverzögerungen


Medizinisches Leistungsspektrum
In der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe werden alle Erkrankungen der weiblichen Genitalorgane und der Brust untersucht und behandelt, schwangerschaftsspezifische Erkrankungen betreut und Geburten durchgeführt. Zusammen mit der Klinik für Kinder und Jugendliche besteht ein Perinatalzentrum. Diese interdisziplinäre Einrichtung mit den Schwerpunkten Geburtshilfe und Neonatologie ist für Überwachung, Diagnostik und Therapie bei Mutter und Kind während der Schwangerschaft, der Geburt und der Neonatalperiode zuständig.

Die operative Gynäkologie umfasst alle onkochirurgischen Eingriffe bei Genitalkarzinomen inklusive großer darmchirurgischer Eingriffe bei Ovarialkarzinom in Kooperation mit der Chirurgischen Klinik. Neben den herkömmlichen gynäkologischen Standardoperationen einschließlich aller Modifikationen bei Senkungsoperationen haben minimalinvasive Operationsmethoden einen hohen Stellenwert. Bei sowohl abdominal als auch laparoskopisch durchgeführten Hysterektomien wird Wert auf beckenbodenerhaltende Verfahren gelegt. Bedeutsam zur Vermeidung unnötiger Hysterektomien ist die operative Hysteroskopie. Mit Hilfe der Zerstörung oder Abtragung der Gebärmutterschleimhaut (Endometriumablatio bzw. -resektion) und hysteroskopischen Myomabtragungen gelingen oft anhaltende Therapieerfolge.

Die Geburtshilfe erfolgt in vier modernen Geburtsräumen mit angegliedertem Operationssaal und eigenständiger Wochenstation. Die Zimmer in der Wochenstation sind alle optisch und farblich ansprechend als Komfortzimmer zum Wohlfühlen gestaltet, insbesondere die harmonischen Familienzimmer. Im "24-Stunden-Rooming-in“ kann die Mutter das Neugeborene ständig bei sich haben. Zertifizierte Stillberaterinnen leiten Sie zum babyfreundlichen Umgang mit Ihrem Neugeborenen an. Eine Vielzahl von Kursangeboten rund um Schwangerschaft und Geburt erweitern das Angebotsspektrum.


Es wird Facharztstandard rund um die Uhr durch ständige Anwesenheit eines Oberarztes der Frauenklinik gewährleistet.


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