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Neurologische Klinik Bad Neustadt a. d. Saale

4. Bad Neustädter Epilepsie-Symposium

 

Bad Neustadt/Saale, den 02.12.2009 ---- Zum Epilepsie-Symposiums am Samstag, 28.11.2009 trafen sich Ärzte, Therapeuten, Pflegekräfte und Angehörige zum 4. Mal in der Neurologischen Klinik, Bad Neustadt/Saale, um Neues zur Therapie von Epilepsien und den aktuellen Fahrtauglichkeitsrichtlinien für Anfallserkrankte, die zum 02.11.2009 neu erschienen sind, informiert zu werden. Prof. Dr. Griewing, der Ärztliche Direktor der Neurologischen Klinik, betonte die Notwendigkeit von vernetzten Versorgungsstrukturen in der Medizin für die Zukunft zur Optimierung der lückenlosen Behandlung von chronisch kranken Patienten, wie z.B. von Anfallspatienten.

Unter diesem Aspekt fand in der Neurologischen Klinik das 4. Epilepsie-Symposium mit Vorträgen von Prof. Dr. H. Stefan, Leiter des Epilepsiezentrums der Universitätsklinik Erlangen (ZEE), Prof. Dr. S. Stodieck, Chefarzt der Epileptologischen Abteilung des Evangelischen Krankenhauses Alsterdorf in Hamburg sowie einem Beitrag des Oberarztes Dr. T. Knieß, dem Leiter der Arbeitsgruppe Epilepsie der Neurologischen Klinik Bad Neustadt/Saale, statt. Hierbei betonte Prof. Dr. Griewing die fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Erlangen in Verbund der Arbeitsgemeinschaft Epilepsie Franken (AGEF) mit den Kooperationspartnern PD Dr. Winterholler, Krankenhaus Rummelsberg und Prof. Dr. Keidel, Bezirkskrankenhaus Bayreuth, die im Vorfeld des aktuellen Symposiums auf eine 5-jährige fruchtbare Zusammenarbeit zurückblicken konnten. Herr Prof. Dr. Stodieck zeigte in eindrucksvollen Video-Doppelbild-Ableitungen die Schwierigkeit der Differentialdiagnose nichtepileptischer und epileptischer Anfälle, welche für den praktisch handelnden Arzt, aber auch für Therapeuten, Pflege und Angehörige in der Häuslichkeit immer wieder eine große Herausforderung darstellen. Er betonte ausdrücklich, dass eine genaue Diagnosestellung zur Abgrenzung, z .B. von kreislaufbedingten Ohnmachtszuständen zu echten epileptischen Anfallsereignissen zur optimalen Therapie unerlässlich sei.

Herr Dr. Knieß ging auf die seit 02.11.2009 neu verabschiedeten Fahrtauglichkeitsrichtlinien für Anfallspatienten der Bundesanstalt für Straßenverkehr ein. Er betonte, dass zum Führen eines Kraftfahrzeugs jederzeit volle Konzentration, Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit erforderlich sei. Falls dies z.B. nach einem Anfall oder einem Bewusstseinsverlust nicht mehr gegeben sei, muss der Betroffene in Eigenverantwortung klären lassen, ob weiterhin eine Fahrtauglichkeit im öffentlichen Straßenverkehr gegeben sei. Zum Ende der Veranstaltung berichtete Prof. Dr. Stefan über die neuesten aktuellen Behandlungsleitlinien und Möglichkeiten der Epilepsie. Eine besondere Beachtung bei der Auswahl des Medikaments sollten Begleiterkrankungen, das Alter, das Geschlecht und die Verträglichkeit finden. Hierbei sei nicht immer das günstige Medikament von Vorteil. Insbesondere sollte bei einem gut eingestellten Patienten, der anfallsfrei ist, auf einen Präparatewechsel auf ein sog. Generikum verzichtet werden. Man wisse aus langjähriger Erfahrung, dass eine effektive Therapie der Anfälle nur durch eine konsequente medikamentöse Einnahme gewährleistet sei und hierfür sei eine gute Verträglichkeit der Medikamente unverzichtbar. Mit dieser Veranstaltung gelang der Neurologischen Klinik erneut eine sehr praxisnahe Veranstaltung mit hohem Informationsgehalt für Betroffene und Therapeuten, aber auch Ärzte durchzuführen.

 


 

Bild von links:
Prof. Dr. Stefan Stodieck, Prof. Dr. Hermann Stefan, Dr. Tobias Knieß, Prof. Dr. Bernd Griewing


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