Die Rolle der Angehörigen
Angehörige sind vertraute Bezugspersonen für den Patienten, „Co-Therapeuten“ in der Behandlung und „Dolmetscher“ bei der Verständigung mit der Umwelt.
Sie sind aber auch hochbelastete „Mit-Betroffene“ in der Krankheitsbewältigung. Um Angehörige in dieser Situation zu unterstützen, haben wir ein Angehörigenkonzept entwickelt.
Angehörige werden auf Wunsch informiert, angeleitet und in das Team der Fachkräfte eingebunden. So erlangen sie die notwendige Sicherheit für den Übergang von der Rehabilitation zur häuslichen Versorgung.
Angehörigenanleitung - Phasenmodell
- Demonstration und Erläuterung bestimmter pflegerischer und pflegetherapeutischer Tätigkeiten
- Übernahme der Tätigkeiten unter Aufsicht der Pflegekräfte
- Selbstständige Durchführung der Tätigkeit
- Supervision und Beratung durch die Pflegekräfte
Angehörigenseminare
1-tägige Seminare für Angehörige schwerstbetroffener Patienten:
- Erläuterungen zu der Erkrankung und zu den Symptomen
- praktische Anleitung zum Umgang mit dem Patienten
- Informationen zur Pflegeversicherung und rechtlichen Aspekten
Gesprächskreis für Angehörige
- psychologische Hilfe zur Bewältigung der Krisensituation
Aphasiker-Gruppe
- Unterstützung von Angehörigen von Patienten mit Sprachstörungen
Weiterführende Informationen
- wöchentliche Vorträge für Angehörige und Patienten zu neurologischen Krankheitsbildern, Vermeidung und Behandlung von Risikofaktoren, Ernährungsumstellung etc.
- Vermittlung von Kontakten zu Selbsthilfegruppen durch den Sozialdienst
- Regelmäßige Sprechstunden des VdK und der DRV in der Klinik
- Beratung zur häuslichen Betreuung und beruflichen Perspektiven durch den Sozialdienst
- Beistand durch die Ökumenische Klinikseelsorge
- Besuchsdienst durch den Helferkreis zur Entlastung von Angehörigen